Burg Bibliothek Lifestyle

Food Fotografie

4. Juli 2017

 

 


 

Ein Blick hinter die Kulissen der Burg und in das Buch von Corinna Gissemann

 

 

Food zu fotografieren ist nicht ganz so einfach. Warme Speisen sollten schnell geknipst werden, damit die hungrige Meute daheim nichts Kaltes essen muss. Sahne Törtchen sollten nicht zu viel Zeit außerhalb des Kühlschranks in der Sonne verbringen. Auch frische Früchte mögen langes Shooting in der Sonne nicht so gern, mal ganz abgesehen von den Fruchtfliegen die die Bildkomposition gern „stören“.
Deswegen ein erster Tipp: baut Euch das Set, also den Ort wo Ihr die Speisen frisch fotografieren wollt VORHER auf. Macht ein paar Testfotos (ohne Food) , guckt wie der Lichteinfall, wie der Bildausschnitt, das Beiwerk wirkt. Erst wenn Euch das gefällt beginnt Ihr mit der Zubereitung/ Anrichtung und setzt später das fertig Gekochte, Gebackene, Gefrorene zum Schluß dort ein.

 

 

Diesen und viele weitere Tipps und Inspirationen finde Ihr in dem Buch Food Fotografie von Corinna Gisseman. Am Anfang ihres Buches steht vieles zum Thema fotografischem Grundwissen. Anschließend geht es über Requisiten, Hilfsmittel, Inspiration etc. hin zu fünf Foodprojekten. Viele weitere Tipps und sogar Anleitungen zum Bildbearbeitungsprogramm Lightroom gibt sie nicht nur in Wörtern, sondern insbesondere mit eigenen Fotos.

Corinna’s Buch ist in elf Kapitel unterteilt:

1 Welche Ausrüstung benötigen Sie?
2 Grundlagen
3 Im richtigen Licht
4 Gestaltung und Komposition
5 Styling
6 Fünf Food-Fotografie-Projekte
7 Bildbearbeitung mit Lightroom
8 Tipps und Tricks
9 Props selber machen
10 Inspiration
11 Jetzt sind Sie dran ( Übungen )

 

Hintergründe

Manche nutzen sogenannte Fotoprobs im Hintergrund. Das sind meist bedruckte Folien, Stoffe, Pappen die bestimmte Strukturen wie Holz, Stein, Gras, Mauerwerk etc. darstellen…. Corinna gibt Ideen, wie man vieles selber machen kann. Es gibt auch unzählige schöne Varianten zu kaufen.

Bevor ich aber hier noch Rollenweise weiteres Dekomaterial anschaffe und mir dadurch Ärger mit meinen Mitbewohnern (Burgbuben darf ich nicht mehr sagen!) droht, nutze ich das was eh schon da ist.

Den alten Küchentisch, den Gartenhocker, ein Stück Tapete, schöne Teller , meine LieblingsKuscheldecke (wenn ich nicht so fit bin, knipse ich auch mal im Liegen auf dem Sofa. Allerdings Food nur solang es verpackt ist, eher doch Bücher oder andere „un-essbare“ Gegenstände ) usw.

LICHT

Natürliches Licht, Tageslicht bringt die schönsten Effekte. Aber auch hier musste ich erstmal lernen, das im Sommer bei schönstem Sonnenschein, draußen im Garten leider die unschönsten Fotos entstehen….. Zuviel Licht ist genauso doof , wie zu wenig Licht.

Erdbeeren im Sonnenlicht

Künstliches Licht gibt auch unschöne Nebeneffekte, wie Schatten an Stellen, die ich persönlich gern heller hätte.

Fotolampen

sind eine gute Lösung. Wenn frau mindestens Zwei davon hat. Hatte ich! Auf dem Boden vor dem Schrank mit der wundervollen Tapete von Crazy Sweets……aufgebaut….. und dann war ich nur kurz in der Küche um das zu fotografierende Objekt zu holen. Wirklich nur ganz kurz. Aber lang genug , das die hier hausenden Raubtiere nur mal neugierig gucken wollten….. jetzt hab ich nur noch eine Fotolampe.

Manchmal (im Herbst und Winter) darf ich das Zimmer bzw. den Schreibtisch vor dem Südfenster vom Mitbewohner nutzen. Je nach Lust und Laune, verdecke ich den Tisch (und das Schulbuch Chaos im Regal dahinter) mit Papier- oder Stofftischdecken.

Wenn das nicht geht, schiebe und rutsche ich mir Kisten oder Tischchen vor die Terrassentür. Hat nur den Nachteil das die hier hausenden Raubtiere dann immer neugierig zum Fotocrashing erscheinen….. also auch suboptimal..

 

arbeiten ist hier unmöglich

Jetzt im Frühjahr/Sommer habe ich mir einen festen Platz in der Küche freigeräumt. Raubtier – Verbots – Zone.  Direkt neben der Kaffeemaschine vor dem Küchenfenster. Perfektes Licht den ganzen Tag über, da ich je nach Sonnenstrahlung mit der Jalousie spielen kann. Denn ich persönlich finde natürliches Licht am aller, aller schönsten. ob mit oder ohne Fotozelt, hier entstehen seit neustem fast alle Fotos.

Shooting im Fotozelt

 

Requisiten / Dekoratives Beiwerk

Einen schlichten Googlhupf setzt man mit etwas Puderzucker schon sehr schön in Szene. Ein paar Blüten oder Beeren aus dem Garten daneben gelegt….wirkt das Bild gleich viel mehr.

Aber mit einem altem Löffel, einer Gabel, Tortenheber oder Küchenmesser, einem zerknülltem oder glatt gebügeltem Geschirrtuch kann noch vieles aufgehübscht werden.

Auf Flohmärkten, in Antiklädchen findet frau immer wieder mal richtige Schätzchen. Da ich eher weniger die Chance habe auf Flohmärkte zu “gehen” und in Antikläden nicht mehr rein darf, war bislang mein Kupfer oder rosegoldenes  Besteck meine liebsten Probs.

 

Erdbeeren mit Löffel in rosegold

 

Doch meine liebe Freundin Ruth (alias Mrs. Dorrie & daughter ) hat mich reich beschenkt 💗, nun habe ich einen Fundus aus wunderbarem antikem Silberbesteck.

 

Apropos Ruth: sie hat sich diesen Artikel gewünscht!

Sie möchte auch lernen wie man schönere Foodbilder macht und unbedingt etwas aus dem Buch von Corinna Gissemann Fotografie wissen….Deswegen widme ich diese(s) Buch(Vorstellung) mit Widmung heute Ruth:

 

Happy Birthday Du mein Lieblingsfisch 💗.

FOTOCREDIT: Corina Gissemann

Was der Lieblingsfisch nicht weiß, das heut der Postman bei ihr klingelt und das Buch von Corinna Gissemann bei Ihr anliefert. Danke Corinna, das Du diese umständliche Aktion mit mir  durchgezogen hast.

Dunkel oder lieber hell ?

Aha Effekte – hinter den Kulissen

Corinna hat mich mit Ihrem Buch sehr inspiriert etwas zu verändern. Sie gibt lehrreiche Tipps zu Kameraeinstellungen , ISO, Brennweiten usw. und läßt uns hinter die Kulissen schauen. Ihre „behind the Szene“ Bilder lösten so manchen AHA Effekt bei mir aus und ich will unbedingt mal einen Workshop bei ihr belegen (dann bekomme ich auch eine Widmung in mein Buch!).
Sämtliche Tipps sind nicht nur für Food sondern auch für die Stilfotografie umsetzbar.


Ihre Ideen und Hinweise insbesondere zu dark Moody Bildern sind großartig, ich übe grad viel damit, weil Euch ja die schwarzen Hintergründe so gut gefallen. Wobei ich ja immer noch am liebsten auf meinen rose Tellern anrichten und ablichte…

Corinnas Buch ist im
d punkt  Verlag unter der
ISBN 978-3-86490-278-9
erschienen .

Ihr bekommt es in jeden guten Buchladen oder online für 29,90 €. Auch wenn ich vieles (insbesondere technisches) nicht umsetzen kann, da ich nicht mit einer Kamera sondern nur mit dem iPhone fotografieren kann, hat mich dieses Buch sehr überzeugt. Es inspiriert mich vieles, neues einfach mal auszuprobieren, auch die Spielereien mit verschiedenen Bildbearbeitungstools.

Erdbeeren

Das hat allerdings auch zur Folge, das ich mich manchmal verzettele….allein für diesen Artikel hab ich 211 Fotos zum Thema Erdbeeren gemacht. (Nebenbei Erdbeeren & Champagner eingekocht REZEPT hier…. )

Xyz unbrauchbare, Xyz schöne, und davon xy bearbeitet , yz unbearbeitet . Meist sind meine ersten „Schnappschüsse“ die schönsten, die dann sogar völlig unbearbeitet bleiben können.

 

In dem Beitrag Erdbeeren mit und ohne Champagner sind übrigens Bilder der letzen zwei Jahre untergebracht und ganz frische der letzten Tage. Erkennt jemand die Unterschiede?

 

Vorschau…

Demnächst würde ich Euch gern Maggie Austin in der Burg Bibliothek vorstellen . Hatte ich eigentlich schon als zweites geplant {und sitze auch schon am Zucker Blümchen basteln daraus}, da aber Ruth sich die Foodfotografie gewünscht hat, hab ich es nach hinten verschoben und würde es gern als nächstes Projekt anbieten.

Vorschau auf das nächste Buch….

 

 

Es sei denn: Ihr wollt ein ganz anderes Buch? Hier dürft Ihr gern Wünsche äußern und ich werde mich bemühen diese zu erfüllen.

Herzliche Grüße

Eure

Logo Burgherrin

 

 

PS: noch schwieriger als Food, sind schwarze Katzen zu fotografieren…..es sei denn, sie legen sich einfach frech direkt in den Aufbau der Requisiten, klauen rosa Pfeffer oder Zimt….

Foto mit Katzen

 

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4 Comments

  • Reply Ruth 4. Juli 2017 at 8:57

    Oh, oh oh,…” Sonja, du bist der Wahnsinn. Ein toller Artikel, ein großartiges Geschenk ich bin so glücklich 💕Und voller Vorfreude . Die Bilder , vor allen Dingen mit der Katze und dem Besteck sind die ausgesprochen gut gelungen, gefallen mir sehr.
    Danke das du da bist , wenn auch nicht hier 💕❤️💕

    • Reply Sonja 4. Juli 2017 at 9:32

      Herzlichen Glückwunsch Du mein Lieblingsfisch,
      laß Dich wild feiern heute, auch wenn ich nicht dabei bin. Heute. Wir holen das nach und dann hab ich noch eine (kleine) Überraschung für Dich…..

  • Reply Corinna 4. Juli 2017 at 9:57

    Liebe Sonja,

    ein ganz toller Artikel über den ich mich sehr freue :). Und das Geburtstagskind sicher auch :).

    Vielen lieben Dank,

    Corinna

    • Reply Sonja 4. Juli 2017 at 10:20

      Danke Dir Corinna,
      für Dein Buch, Deine Inspiration und Deine Zeit. Danke das Du während Deiner Urlaubszeit, diese Buch hin- und her schickerei mit gemacht hast. Danke !

      Herzliche Grüße
      bis hoffentlich ganz bald

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