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Sweet Candy Table – Tortenmesse Hamburg

14. März 2017

Sweet Candy Table

Dark Chili Choc Cupcake

 mit Himbeer Überraschung, Pistazien & Salz Karamell Topping.
MandelMacaroons mit Pistazien Creme, Zuckerdeko

Zitronen Rosmarin Keks

mit Limetten Knallbonbon- & Kürbiskernöl Schokolade , Marzipan Deko

Bailys Tulpen Cakepops

mit Marzipan Deko

 

 

Wird grün nun das neue Burgherrin roseeeee?

Nein, keine Sorge. Auch wenn das hier seit Wochen die beherrschende Farbe in der BurgKüche war, wird es niemals mein rose ersetzen!

Als ich letztes Jahr hörte, es gibt auf der Tortenmesse Hamburg auch eine Wettbewerbskategorie Candy Table und es wird auch der Geschmack bewertet, hab ich direkt gebucht! OHNE die Ausschreibung genau zu lesen……(Geschmacklich kann ich, Candytable lieb ich *freu*)

Sofort hatte ich die Idee, den Candy Table farblich passend zu meiner letzten Wettbewerbs- Hochzeitstorte zu gestalten. Konzepte für Candy Table zu planen und umzusetzen macht mir unheimlich viel Spaß. Die Idee für meine Hochzeitstorte stand schon lange fest: zartgrün, ein ganz wenig Silber und schokobraun {wie, warum und was unsere Irlandreise damit zu tun hat……? später mehr….} ,

irish Fairy Spring Wedding Cake

damit stand die Farbenwahl fest und ich machte mich an die Recherchen ….

Zu einem hübschen Candytable gehören (für mich) passende Gläser, Porzellan, frische Blümchen, passende Tischwäsche und neben dem selbst Gebackenem, auch gekaufte Naschies und vieles mehr. Je größer der Tisch ist, desto mehr Spielraum bleibt mir, für Deko, Kerzen, Papeterie usw.

Einen kleinen grünen Tortenständer von Miss Etoile hatte ich ja (irgendwo tief im Schrank, auch einen in blau, versteckt). Zwei hübsche Kännchen von #greengate in grün hatte ich vor 2 oder 3 Jahren bei Harry & Sally erworben (eins davon war noch schön verpackt). Diverse Vasen und Gläser warteten auch darauf mal wieder  hervorgeholt und poliert zu werden…. Hach, die ersten Probeaufstellungen machten so viel Spaß.

Der Einkauf von Naschwerk, Bonbons , Lollies usw. in genau dem Zartgrün, stellte sich als schwieriger heraus. Knallgrün – kein Problem, aber genau dieses zarte, helle, frühlingshafte Grün? Keine Chance. Zumindest Ende letzten Jahres noch nicht. Somit bastelte ich also erstmal mit Schokolade, Icing, Marzipan, Fondant, Blütenpaste und Lebensmittelfarben in der BurgKüche herum.

Auf der Nordstil Messe in Januar in Hamburg, schlenderte ich mit Peggy von PrettyBeautiful Events durch die Halle mit Süsskram und wir entdecken: Sanddorn. Unzählige neue, tolle Produkte mit Sanddorn *wünsche mir jetzt fast, das irgendjemand bald (demnächst) ein oranges Candytable Konzept möchte*. Aber auch etwas (sehr wenig) in zart grün 😍: ein Hersteller aus Dänemark macht wunderschöne Dragees, eine Confiserie fertigt zartgrüne Schokolade und kurz vor Feierabend orderten wir dann auch noch grüne Möweneier.

Allerdings waren die Liefermindestmengen bei manchen Herstellern so hoch, wirklich nur für den Wiederverkauf geeignet, dass ich mich wieder an die eigene Bastelei setzen musste {zartgrüne Möweneier hab ich nun reichlich vorrätig 😄}.

Das jeder Teilnehmer die Wettbewerbsregeln (mehrfach) lesen sollte, hab ich schon mal hier  geschrieben…. auch ich hab irgendwann die Regeln zum Candytable Wettbewerb ausgedruckt und öööhm nochmal gelesen . Schockiert!
Grundfläche von 50 x 50 cm an keiner Stelle überschreiten…“ und gefordert wurden: „… 4 Cupcakes, 4 Cakepops und 4 Kekse…“ „… für die Jury Verkostung …ein extra Teller mit je 2 Cupcake, Cakepops, Keksen ..“

KEKSE????

Kekse kann ich nicht. Also nicht in hübsch dekoriert *kraisch*, bestenfalls krumme Cookies…. und 50×50 cm???? Wisst Ihr wie klein das ist????? Wie soll den da all mein hübsches Dekozeug, Blümchen, Bonbons, Tütchen, Schaufeln, Gläschen drauf passen ????

Alles auf Anfang und neu planen! 50×50 cm…… kurzerhand ein 46er Cakeboard eingedeckt und alles neu probiert…..jede meiner gläsernen Bonbonieren war zu groß, optisch völlig unpassend. Das Reduzieren war wirklich schwer. Bei Frau Huttner von Die Schönhaberei entdeckte ich dann ganz kleine, zierliche Glashauben mit Krone. So zauberhaft, die mussten es sein. Zwei wunderbare Mini Tablets entdeckte ich noch in meinem Lieblings-Deko Shop in Lüneburg.

Nonpareille´s, Zuckerperlen, Cupcake Förmchen & Wrapper, Cakepops Stiele, Strohhalme wurden in verschiedensten grün, weiß und Silber bestellt, getestet, verbacken, verworfen und neu probiert. Blütenpasten, Fondant gefärbt, modeliert ausgestochen.

Wochenlang mussten die 3 Burgbuben , Kekse probieren und bewerten. Meine härtesten Kritiker! Geschmacklich war mein Zitronen Rosmarin Thymian Keks, sehr beliebt. Ohne Deko zumindest. Mit Fondantdeko sah es zwar ganz ordentlich aus, aber -so wurde kritisiert- die Deko klebte dann am Gaumen und war zu hart. Royal Icing kann ich nicht, und so verabschiedete ich mich endgültig von der Idee „hübsche“ Kekse und entschied mich für „nur“ lecker. Nicht mal die ordentlich ausgestochene Form wollten meine Kekse behalten. Selbst nach dem Tips und Tricks aus dem YouTube Video von Betty…..…klappte das bei mir überhaupt gar nicht.

Nicht mal 6 genau Gleiche von gefühlten 795.000 gebackenen wollten es werden. Bei mir ist jeder Keks individuell 😄.

Die 10 ähnlichsten kamen dann in die Endrunde. Wurden mit einer feinen Schicht Limetten- Knallbonbon Schokolade überzogen, mit Mr. / Mrs. aus feiner weißer, mit Kürbiskernöl gefärbter Schokolade beschriftet und mit kleinen Tulpen aus Marzipan dekoriert. Fertig. Schluß, aus, Ende.

Bei den Cakepops waren sich meine Kritiker vom ersten Bissen an einig – lecker. Da durfte (und musste) ich nur noch an der Form rumexperimentieren. Sehr zum Vergnügen der Burgbuben, die dadurch reichlich naschen konnten. Wollte ich doch unbedingt Cakepops in Tulpen Form basteln. Die jeweils 27 gr schwere Schokoladen Bailys Masse hält zwar Kugelförmig gut auf klassischen Cakepops Stielen, in der Tropfenform jedoch, kurioserweise, nicht. Zumindest nicht lange genug.
Dafür nutzte ich dann doch Strohhalme. Mit Candymelts überzogen und zusätzlich mit 6 großen Marzipan Blütenblättern dekoriert ist das Gewicht zu hoch für Cakepopsstiele und sie rutschen irgendwann langsam runter.

Das sollte natürlich auf der Messe keinesfalls passieren und so mussten einige der ersten Cakepops einen harten Test durch stehen: Tagelang unter der Glasglocke im mindestens 25 C warmen Wohnzimmer . Ob der Test für die Cakepops oder für die Burgbuben, die diese NICHT essen durften, härter war, sei dahingestellt 😂.

Das gleiche Testverfahren hab ich natürlich auch mit dem Topping für meine Cupcakes durchgeführt. Hier hatte ich mir zwei Cremes ausgedacht, um das Farbthema wieder aufzugreifen: grüne Pistazien – Kürbiskernöl Creme und Chili Schokoladenganache mit Salzkaramell.

Dark Choc Chili Cupcakes mit Pistazien, Schoko Salz Karamell Topping und heimlicher Himbeere

Für die Messevariante, die ja 2 Tage lang standfest bleiben sollte, musste ich ganz gegen meine sonstige Rezeptbastelei zu mehr Zucker (in Form von gekochtem Salzkaramell unter der  Ganache) und Schokolade greifen.

Die größten Fehler die ich gemacht habe?

Nicht nur das kleine bisschen Zuviel an Zucker, sondern: alles super frisch und hygienischen einwandfrei am Jury Bewertungstag (Samstag) liefern zu wollen, aber alles schon am Anreisetag (Freitag) dabei zu haben.

So habe ich am Donnerstag sehr sehr früh gebacken, Cupcakes und Masse für Cakepops. Anschließend bis spät abends beim Erstgeborenen in der Küche kiloweise Füllungen für die Sponsoren Messetorte (andere Geschichte, folgt noch) mit einem seiner Kollegen auf 1,20 Biskuit Böden verteilt (dickes Danke an Matze) um dann abends „kurz“ die Cakepops vorzuformen, zu kühlen und hundemüde ins Bett zu fallen. Am ersten Messetag (Freitag) um 03:00 h aufstehen Cupcakes zu füllen, aufdressieren und Cakepops zu basteln.

Wenn frau so müde ist, reibt frau sich wohl mal unbewusst die Augen???? Anders kann ich es mir beim besten Willen nicht erklären, das sich eine Wimper in meine Marzipan Deko einarbeiten ließ und ich das selber nicht gesehen hab. Wurde natürlich prompt von der Jury entdeckt ! *wie peinlich*! Sowas darf nicht passieren!

Zweite große Fehler, das ich alles auf EIS transportiert habe. Hielt ich es doch für eine kluge Idee, Cupcakes, Schokoladen Deko, Guggles, Macaroons auf tiefgefrorenen Kühlkissen in Styropurboxen zu transportieren und einen ganzen Tag im Vorraum der Wettbewerbsteilnehmer stehen zu lassen….. sah ich dann Samstag früh beim Aufbau das Desaster ….

Nicht nur das die Macaroons umgefallen und angeditscht waren , sondern auch die hochglänzenden Schokoladen Schleifchen und die mit Schokolade ummantelten Guggles waren matt. Stumpf. Nichts davon konnte  durfte so auf den Candytable. Mein Gesamtbild war dahin, viel schlimmer war nachher nur, das ich von Betty erfuhr, das das Cupcake Topping viel zu fest war. Klar war ja fast tiefgefroren 😩. Also selbst nach 2 Messetagen, am Sonntagabend beim Abbau, noch gut kalt 😂. Sorry.

Fazit: zum kurzfristigen Transport an heißen Sommertagen sind gefrorene Kühlpacks geeignet , im Normalfall reicht es völlig aus, die nur auf Kühlschrank Temperaturen in die Styropur Box zu legen.

3. Fehler: die fehlende Beschriftung. Nicht das ich nicht dran gedacht hätte. Hab ich, ehrlich. Sogar hübsch ausgedruckt (und zu Hause vergessen), am Freitag Abend im Hotel bemerkt und Ruth nochmal handschriftlich malen lassen, nur um es dann Samstag früh um 06:45 h genau in diesem Hotelzimmer liegen zu lassen. Das hatte zur Folge, das die Pistaziencreme kritisiert wurde, es seien Puderzucker Krümel drin. War es gar nicht, gar kein Puderzucker drin , sondern frisch gemahlene Pistazien Krümel ….
Obwohl mein Candytable nun sehr minimalistisch, für meine Verhältnisse, da stand und diese Fehler enthielt, hat er wohl dennoch geschmeckt. Bronze (Roségold) und 2. Beste der Kategorie.

Das, sowie die lobende Anerkennung für meine Hochzeitstorte war für mich ein schöner (perfekter) Abschluss meiner aktiven Wettbewerbszeit . Darüber freue ich mich immer noch sehr. Und der nächste Candytable darf gern wieder, direkt aus der Küche, dem Kühlhaus des Erstgeborenen (ohne Umwege, Transport) nebenan in der Location aufgebaut werden 😍 .

Bronze für den Candaytable

 

Ein gemeinsames Foto von Hochzeitstorte und Candytable wollte ich unbedingt machen….. hab ich aber am Ende dieses wundervollen Wochenendes einfach vergessen 😳.

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1 Comment

  • Reply Brigitte Englisch 14. März 2017 at 11:54

    Liebe Sonja, was für ein aufregender Bericht und wieviel man doch auch noch auf der letzten Strecke bzw. am Ziel noch dazulernen kann. Ich habe großen Gefallen an deinen wunderschönen Leckereien. Aber gerade drängt sich mir auch der Gedanke auf, wenn eine Jury nicht in der Lage ist Puderzucker von gemahlenen Pistazien geschmacklich zu unterscheiden, dann sollte man vor der geschmacklichen Bewertung vielleicht eine Geschmacksnervenuntersuchung von der Jury erbitten. *augenrollundmitdenwimpernklimper*
    Herzlichen Glückwunsch <3

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