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Burgruine

Rezepte Süßes

Nusstorte Burgherrins Art – das Rezept

16. März 2018

 

Nusstorte Burgherrins Art

Danke lieber Michael salzigsüsslecker für die Titelidee.

Für Euch,  nun mein Rezept zum Burgruinen Nusstörtchen, wieso, warum weshalb, wofür ich die gebacken hab? Na für die zukünftige Burg eines meiner Lieblingsmenschen. Habe ich bereits unter:

Die seltsamen Wege zur Rezeptidee erzählt.

 

Herstellung der Baumaterialien für das Ruinen Törtchen:

Böden:
Schokoladen Nuss Kuchen:

4 Eier mit
150 gr Kokosblütenzucker schaumig aufschlagen

100 gr Mehl,
100 gr Haselnüsse fein gemahlen,
50 gr Backkakao,
1/2 Mark einer Vanilleschote,
Prise Salz und
1—2 TL Weinsteinbackpulver vermischen und unter die Eimasse heben.

Teigmasse auf zwei 15er Formen aufteilen und bei 160-170 C/Umluft für ca. 20-30 Minuten backen. Bitte macht einfach eine Stäbchenprobe , weil jeder Ofen etwas anderes backt.
Natürlich kann mal auch alles in einer Form backen, dann verlängert sich aber a) die Backzeit und b) muss man später auch noch Böden schneiden.

Während die Böden backen oder auskühlen, kann schon Buttercreme und dreierlei Ganache vorbereitet werden.

Burgherrins Buttercreme

250 gr gute Butter, (ich schwöre ja auf die Irische!) lange aufschlagen bis sie sehr hell wird. Unter Rühren erst das Mark
1 Vanilleschote, sowie den Abrieb 1 Zitrone, dann
1-2 Gläschen Burgen Drinks Nussler und
180-220 gr feinen Puderzucker hinzufügen, bis eine feste Masse entsteht. Je fester desto besser. Zum Schluß löffelweise ca. 100 — 120 gr Quark mit einrühren lassen.

Ganache:

200 gr Zartbitter in 200 ml heißer, nicht kochender Sahne unter Rühren schmelzen lassen. Jeweils noch

350 gr Karamell Schoki (oder auch Vollmilch) und

450 gr weiße Schokolade , ebenso in heißer Sahne zur Ganache verrühren.

Buttercreme und Ganache gut kühlen. Am besten über Nacht.

Am nächsten Tag die drei Ganache(s) [weiß bitte irgendwer, wie die Mehrzahl von Ganache heißt ????] aufschlagen. Wenn Ihr, wie ich, eine Küchenmaschine nutzt, dann beginnt mit der Weißen Ganache, füllt diese anschließend in einen Spritzbeutel.

Tipp:
nutzt die gleiche Rührschüssel dann für Vollmilch oder Karamell Ganache. Sobald diese im Spritzbeutel ist, dann wieder die Schüssel für die Zartbitter Variante nutzen. Das spart in diesem Fall etwas Abwasch. Aber nur in diesem Fall!
Mir ist die Idee erst jetzt, im Nachhinein gekommen, nachdem ich alle 3 Kitchenaid Schüsseln im Gebrauch hatte. Und mir eine Vierte für die Buttercreme fehlte. ?

 

 

Wenn all Euer „Baumaterial“ fertig und gut gekühlt ist geht’s ans architektonische….

Aus dem einem (versehentlich zu hoch gebackenen) Boden einfach Zwei machen. Den untersten Boden als Grundplatte nutzen, darauf Kreise aus alkoholisierter Buttercreme spritzen, die Zwischenräume mit TK Himbeeren und entweder Zuckerperlen (oder wie ich mit den Callebaut Crunchy Caramell Kugeln) füllen.

Zwischendecke einziehen (also mittleren Boden auflegen) und wiederum erst Nussler Buttercreme Kreise, Himbeeren und Crunchy füllen. Dachgeschoss aufsetzen (letzten Böden auflegen). Und eine klassische Bauarbeiter Pause einlegen. Also wieder gut KÜHLEN (geht sehr gut für 30 Minuten im Gefrierer)

Zwischenzeitlich die Ganache bei Zimmertemperatur liegen lassen. Bauarbeiter Pause nutzen.

 

Verputzen der Wände:

nach Beendigung der Pausen-, also Kühlphase bitte rundherum „bunten“ Fassadenputz anbringen. Nehmt die Ganache Spritzbeutel und kleckst oben, unten, abwechselnd dunkle, helle und weiße Schokoladen wild auf und an die Seiten. Zieht dann mit einem großen Spachtel die Wände Eures Törtchen gleichmäßig ab. Dadurch entstehenden die unterschiedlichen Mischfarben der Wände wie aus Erde, Lehm und Kalk.

Wenn alles ordentlich sauber verputzt ist, darf es wieder eine Bauarbeiter Pause geben. Kühlen! Zwischenzeitlich könntet Ihr aber auch ein paar Haselnüsse knacken. Ruhig ein paar mehr, denn nur die aller Schönsten dürfen nachher als Burgzinnen mit aufs Törtchen.

Kurz vor der Lieferung an Euren Kaffeetisch oder wie bei mir, vor der Abfahrt zur Baustelle, werden noch schnell ein paar Burgzinnen aus der Nussler Buttercreme gespritzt und mit Haselnüssen und/oder Himbeeren garniert.

Guten Appetit

wünscht Euch Eure

Burgherrin

Allgemein Do It Yourself Rezepte Süßes

Die seltsamen Wege zur Rezeptenstehung — Nusstorte Burgherrins Art

14. März 2018

Manchmal überfallen mich die Ideen zu einem Törtchen auf seltsamen Wegen

oder:

Hilfe, ich bin ein Verpackungsopfer

Die Idee zu diesem Törtchen entstand spontan, als ich auf Instagram eine Flasche sah.

Eine Schnapsflasche.

Ehrlich! Naja, es war nicht irgendeine Schnapsflasche, es war schon eine schöne Flasche….. nämlich eine von Burgen Drinks. (Tja, und das ich es mit Burgen, alten Mauern usw. habe, ist ja nun nicht unbekannt).

Aber die heißen nicht nur Burgendrinks sondern auf dieser dunklen Flasche war auch noch ein Schriftzug in „meinem“ Roségold! Also quasi Schnaps im Burgherrins Style.

So schnell wie das Schnapsfläschchen im Warenkorb war, fällt kein Ritter vom Pferd.

Wobei, ich muss mich wohl entschuldigen, inzwischen hab ich mal nachgelesen, bei Burgen Drinks handelt es sich nicht um profanen Schnaps! Sondern um feinste Brände, aus einer seeehr alten Destillerie von Anno 1585
–––––> nachzulesen hier:

Via Postkutsche kam, das gut gesicherte Päckchen schon 2 Tage später hier unversehrt an. Zeitlich perfekt passend, da ich doch am Wochenende zur Baustellenbesichtigung eingeladen war.

Einer meiner liebsten Lieblingsmenschen hat ihren Lieblingsmenschen gefunden. Gemeinsam verkündeten die Beiden bereits Ende letzten Jahres, ein altes Haus kaufen zu wollen.

Ein altes Haus?

Mein kleiner Lieblingsmensch und ein altes Haus????

Hallo? Das war mein Traum!

Ein altes Gemäuer, von innen wieder neu herzurichten und die alten Mauern außen zu belassen. Mein Traum einer Burgruine wurde seinerzeit aber sowas von abgetan: „um gottes will, bloß kein altes Haus“, „Teurer als Neubau“, „wie willst Du das denn schaffen“ „So ein Projekt ist und bleibt eine ewige Baustelle“ waren nur einige der Gegenargumente, dieser (das Moderne, Klassische , Unverschnörkelte, Ordentliche, Aufgeräumte liebenden ) Person.

Tja, ich gebe zu: auch ich war mehr als Skeptisch! Und hätte drölfundneunzig Gegenargumente
{habt Ihr Euch das gut überlegt? Wie könnt Ihr jetzt schon wissen, das Ihr hier für immer bleiben wollt? Ihr seit zu Jung, noch nicht lang genug zusammen oder was von finanziellem Risiko ect.pp.} bringen können. Hab ich aber NICHT! Kein Wort.

Hab sie machen lassen. Zwischenzeitlich von meinen Agenten erfahren, das die Baustelle gestartet ist, tolle Freunde fleißig mithelfen, Wände einzu- und alte Badezimmer rausreißen. Langsam wurde es also Zeit mir das ganze mal selbst anzusehen ….

Brot und Salz

gibt’s erst zum Einzug, aber mit leeren Händen komme ich natürlich nicht zur Baustellenbesichtigung. Da der Lieblingsmensch neben Himbeeren und Schokolade auch eine Vorliebe für Nüsse hat, entstand beim Anblick der Burgen Drinks Nussler Flasche natürlich direkt die Idee zur:

Nusstorte Burgherrins Art

Die Grundplatte und die Etagen wurden aus Schokoladen Nussböden gebaut, welche nach dem Abkühlen mit Nussler lasiert wurden. Die Innen – Isolierung wurde aus leicht alkoholisierter Buttercreme gespritzt, Inneneinrichtung und Stützen aus Himbeeren und Caramel Crunch. Die Außenwände wurden klassisch, wie früher mit Erde, Lehm & Kalk, verputzt. Kleine Burgzinnen später aus Buttercreme gespritzt und mit frischen Haselnüssen und Himbeeren verziert.

Die Ruine, Entschuldigung: die Baustellentorte brachte ich dann gut gekühlt, am Samstag in die uralte Stadt, mit. Nach einem Kaffeepäuschen in der supermodernen Wohnung der Beiden Bauherren fuhren wir, bei sonnigem Wetter durch Wald und Wiesen und bogen irgendwann in eine kleine Straße ein. Lauter hübsche alte Häuser. Und dann sah ich die  Container.

Eine Kaffeemühle

Bauschuttcontainer vor  einem altem Kaufmannshaus. Eine echte Kaffeemühle, so wird diese Art der Häuser genannt, die zwischen ca. 1870 und 1900 entstanden sind.

Ok, dieser Kaffeemühle fehlten Fenster, da guckte nämlich die Schuttrutsche heraus, im Vorgarten standen Container voll mit altem Gestein und im Garten selbst lagen neben Holzbalken auch Berge von alten Heizkörpern, Rohren, Badewannen usw.

Aber ich hatte schon das erste (heimliche) Grinsen im Gesicht.  Kaffeemühle  mit Anbau, wie schön.

Innen drin, war nix mehr. Also nicht mehr viel. . . ja, Ständerwerke zum Stützen der Decken, da die meisten Wände inzwischen im Container lagen, der Kamin blieb noch erhalten und ein paar Fenster stützen noch die Reste der Küchenwand, die bald eine große Glasfront zur zukünftigen Terrasse bekommen wird. Alles andere ist ein großer, leerer, loftartiger großer Rohbauraum.

Aber ich sehe es schon fertig vor mir. Wie das Sofa der Beiden vor dem Kamin steht, sehe den Esstisch, den Blick auf die Küche, in den Garten, wo jetzt schon die Krokusse unter alten Haselnuss Bäumen blühen.

 

Hoffe das sie die uralte Holztreppe in das Obergeschoss erhalten und find es einfach nur toll.

Ganz toll, wie die Beiden das angehen. Wie strukturiert, geplant, kalkuliert und mit welcher Harmonie, sie die Wünsche des jeweils Anderen akzeptieren und gemeinsam Kompromisse finden.

Im Obergeschoss ist schon zu sehen, wie aus zwei Räumen, Einer wird. Wie gut das passt. Genau so gut passen die Beiden zusammen. Und genauso gut, passen die Beiden in dieses Haus. Es ist ihr Haus!

Hatte ich noch gehofft, uralte Tapetenreste oder gar Zeitungen an den Wänden zu finden (wie in solchen Altbauten üblich, wurde ich überrascht. Es gab nur max. zwei Schichten Tapetenreste an allen Wänden. Ein sehr gepflegtes Haus. Der Vorbesitzer, ein überaus charmanter, älterer Herr, hatte immer gern und leidenschaftlich renoviert. Erzählte er uns beim späteren Plausch im Garten. Auch zur langen Geschichte, er wohnte schon von Kindesbeinen an dort, erzählte er die eine oder andere Anekdote.

Im Obergeschoss sind zwar auch schon fast alle Tapeten entfernt, doch hier drunter befinden sich noch richtig alte Handwerksarbeiten. Bevor diese verspachtelt, tapeziert oder gemauert werden, nutzte ich die Chance, schnell ein paar Bilder zu machen. Und hatte sofort eine kreative Idee. Wenn alles so klappt, wie in meinem Kopf schon fertig, erzähle ich demnächst davon und bastle evt. auch ein DIY Tutorial dazu…..

 

Ein weiterer kreativer Blitz schoss mir beim verlassen der Ruine (also ich meine natürlich des Hauses) durch den Kopf und ich erbat mir etwas von dem „Bauschutt“ aus dem Container. Ein paar der wunderbaren alten Ziegel landeten später in meinem Kofferraum. Ich hätte glatt auch noch einen der alten Küchendeckenbalken mit genommen, aber dafür haben die Beiden jetzt doch noch Verwendung gefunden. Das wird sooooo schön!

 

Noch hoffe ich allerdings nur, das die alte Kaminabdeckung nicht wieder eingebaut wird. Die passt überhaupt gar nicht zu diesen jungen, modernen Menschen. So überhaupt gar nicht passt das Ding da rein!!! Die würde viel besser zu mir passen , denn auch dafür hätte ich sofort eine Idee 😉 .

So so schön. Ein sicheres Heim, eine wundervolle Burg, bauen die Zwei sich dort. Der Wassergraben plätschert schon drumherum und der erste schwarze Rabe baut sich sein Nest auf dem Dach. Ich habe ein gutes Gefühl. Ein sehr gutes! Für die Beiden und ihre Burg.

Und wenn sich ein Lieblingsmensch den Traum erfüllt, den die alte Frau schon lange träumt, dann ist das ja fast so, als wenn sich mein Traum erfüllt hätte. Ich hätte alles genau so gemacht wie Ihr Zwei. Genau so! Ok, mit einer Ausnahme: ich würde mir eine freistehende Badewanne in das große Schlafzimmer bauen lassen und auf die Dusche verzichten. Aber das wäre auch das einzige was in meinem Traum anders wäre.

 

Herzliche Grüße
von einer beruhigten Burgherrin

{die sich nun einfach freut, irgendwann mal zu Besuch auf der zukünftigen Terrasse der Kaffeemühle zu sitzen und feinen Espresso genießen oder irgendwann die zukünftigen Enkelkinder betreuen zu dürfen }

 

Jetzt hab ich vor lauter Schwärmerei glatt vergessen, Rezepte zur Nusstorte zu tippen. Braucht das jemand? Soll ich das noch schnell schreiben ?

 

update:

Rezept jetzt hier 

Allgemein Cake Art Kurse / Workshops Messen

Burgruine Lost Place aus Fondant & Schokolade – der Workshop

3. März 2018

Das erste Mal….

….wer mich etwas kennt, weiß das ich die letzen 5 Jahre viele, sehr viele Kurse & Workshops zum Thema CakeArt Design besucht habe. Und mit viel Spaß (manchmal Verzweiflung, oder Theresa ? ) viel gelernt habe. Immer tolle Inspirationen , phantastische Begegnungen hatte und mit viel Freude all diese Reisen, manchmal zu weit entfernten Zielen auf mich genommen habe. Und es immer wieder tun würde!

Doch selber mal Workshops geben? Niemals.

Hab ich gesagt. Sag niemals nie, sagten Andere. Und dann kam Katja, die Urmutter aller Tortenmessen. Und nein, sie hat nicht wirklich gefragt, ob ich würde….sie hat eher gesagt, das ich müßte (hab ich hier schon erzählt)!

Die Burgruine sollte es sein. Ausgerechnet die Burgruine, an der hab ich ne Woche gesessen, mindestens. Und nun sollte ich, das in 3 Stunden anderen erklären…..ich?

Alternativen hab ich Katja angeboten: „ bitte lade doch Anita von Fancy Cakery ein. Die macht soooo tolle Sachen und gibt auch Kurse in Hessen. Und Jan-Michael Sugarart auch, bitte. Die können das alle viel, viel besser. Das sind doch Profis!“

Ja ok, die lädt sie auch ein, aber…..ich müsse trotzdem. Schon um anderen Mut zu machen, auszuprobieren, nicht aufzugeben usw.

Also sagte ich zu, machte mir vor Angst ins Hemd. Nicht nur vor Aufregung, sondern auch vor der vielen Arbeit. Hab ich ja schon hier  erzählt.

Aber man soll sich seinen Ängsten stellen,

so setzte mich an den Küchentisch und probierte wie viel (m)einer Burgruine in nur 3 Stunden machbar wäre. Das dabei weitere Ideen und viel zusätzliche Details entstanden erzähle ich lieber nicht, nur soviel- es fiel mir echt schwer, das ganze so zu minimieren, dass es in 3 Stunden machbar sein wird.

Burgruine Nr. 2 & 3 wuchsen und letztendlich hatte ich die Variante Lost Place. Hierbei sind einige meiner Techniken in der Kürze der Zeit vorzeigbar. Einiges kann nur als Tips mitgegeben werden, wegen der längeren Trocknungszeiten.

Zweimal den gleichen Workshop geben?

Freitag und Sonntag? Das war mir irgendwie zu viel, hatte ich ja noch ein paar andere Aufgaben für die Tortenmesse Hamburg übernommen. Da war zum einen der Bloggerworkshop zu organisieren (erzähle ich Euch noch), sowie aus den Sponsorenpaketen für die Gewinner der Wettbewerbstorten hübsche Preise zu packen. Zum anderen musste ich auch noch in die Schulung. In die Juryschulung. Aber das ist ein anderes Thema.

Also planten wir für den Freitag „nur“ einen einstündigen Workshop. Cakeboard in Holzoptik. Auch das hab ich daheim mit der Stoppuhr getestet. Mit nur einer Hand brauche ich 50 Minuten dafür. Passt also.

Was für ein komisches Gefühl, morgens das iPad anzumachen und sich selbst im Internet zu sehen…….

… im Januar kam die Veröffentlichung auf der Webseite der Tortenmesse und auf deren Facebook Seite. Ganz ehrlich? ich fand es doof, peinlich, irgendwie irreal und wäre am liebsten geflüchtet. Irgendwohin. Ganzweitweg. Nach ganz ganz ganz weit weg.

Am nächsten Tag kam die what’s up: Deine erste Buchung ist eingegangen. Die Ruine. Aaaargh, nun war es zu spät. Flucht ausgeschlossen, jetzt muss ich da durch.

Dann kam die zweite Hand OP in dem Monat und Katja gab mir die Chance alles abzusagen, wenn es nicht geht. Aber da war es zu spät. Kneifen gilt nicht. Wenn ich etwas Zusage, dann halte ich es auch. Oder organisiere einen Notfallplan.

So überredete ich meine „Mitbewohner“ mir zu helfen. Notfalls. Sie müssten auch nicht sprechen, sondern nur Fondant und Modelierschokolade kneten, zusammen bauen und werden nicht fotografiert, versprach ich (und noch einiges mehr!!!). Wir übten daheim und so konnte ich einige Steine vorbereitet und gut durchgehärtet mit nach HH nehmen.

Workshop Cakeboard in Holzoptik

Hier wusste ich im Vorfeld wer sich angemeldet hat — Britta.

Britta – let me Entercake  you, das nahm mir die Angst, da ich Britta schon länger kenne und wir scherzten im Vorfeld, wenn sie die einzige Teilnehmerin bliebe, können wir zwei Cakeboards machen. 1x Holz- und 1x Steinoptik.

Einzelchoaching, tja was soll ich sagen……. Zwar hatte ich je ein Stein- und ein Holzoptik Cakeboard vorbereitet, wir haben uns redlich bemüht nicht allzu viel zu quasseln und EIN Cakeboard in Holzoptik (fast) fertig bekommen.

Das abpudern der Strukturen muss Britta jetzt allein daheim noch fertig stellen, denn die Stunde ging schneller um, als uns Beiden lieb war. Gern hätte ich überzogen und noch ein Stündchen mit Britta weiter gebastelt, wenn da nicht die Juryschulung gewesen wäre.

Danke Dir, liebe Britta, für Dein Vertrauen, meiner erste Workshop Teilnehmerin zu sein und auch für die beiden Fotos, die ich hier verwenden darf.

Lost Place — Burgruine Workshop

Am Sonntag früh packte ich dann Taschen und Kartons um. Wenn man Workshops anbietet, muss man Material für 12 Teilnehmer vorhalten. Grad in Hamburg auf der Tortenmesse, gibt es die Möglichkeit Workshops noch vor Ort zu buchen und , das nutzen viele Besucher wohl auch.

Für 12 Teilnehmer. Das ist verdammt viel Schlepperei. Unzählige Kilo Massa Fondant in schwarz, braun, grün, gelb, rot, pink & blau. Fast genau so viel Modelierschokolade , Royal Icing von FunkCakes, CMC, Pinsel & Puderfarben von Caros Zuckerzauber, Gelfarben von Magic Colours, Werkzeuge von Wilton mussten angeschafft, Haushaltspapier, Feuchttücher, Handschuhe, noch mehr Werkzeug, Farben, Schüsseln, Zutaten usw. aus dem Burgherrins Bestand mit geschleppt werde. Gefühlt: eine LKW Ladung voll.

So war ich echt froh, das es nur 3 Anmeldungen für diesen Workshop gab. Und das wir auf einer Tortenmesse waren. Denn so konnte ich auf sehr kurzfristigem Wege, all das noch einkaufen, was ich nicht dabei (oder vorher falsch bestellt) hatte,  z.B. Cakeboards bzw. Drums in der richtigen Größe usw…..

Sehr, sehr dankbar, nahm ich Sonntag früh das Angebot von Marianne Zuckerwelt an, mir zu helfen. In Windeseile deckte sie mir die Cakeboards für die Teilnehmer ein. Und zwar genauso wie ich mir das vorstellte, farblich so wie ich es gemacht hätte, nur viel, viel ordentlicher, als ich es an dem Morgen gekonnt hätte.

Auch bei der Schlepperei in den Workshopraum und später beim anrühren von Icing ect. durfte ich auf ihre Hilfe zählen. Das hat mir einiges sehr erleichtert.

Meine 3 Teilnehmer haben es mir auch sehr leicht gemacht. Es waren keine ganz Unbekannten. Mit Monika aus Kanada, habe ich im letzten Jahr beim Workshop von Handi Cake nebeneinander gesessen und gemeinsam gelernt , nun saß sie bei mir.

Jacqueline  von Jackys Backzeit and more  kenn ich von diversen anderen Tortenmessen und Lisa von Madam sparkle, hatte ich am Vortag im Bloggerworkshop (erzähl ich noch von)  kennengelernt.

Das sie auch am Wettbewerb teilgenommen hatte, erfuhr ich erst dadurch, das sie sich entschuldigte, sie würde etwas später kommen, da sie noch ihr Juryfeedback Gespräch hätte. Das sie dadurch verpasste CMC unter Ihre Fondant Steine zu mischen, erzählen wir niemanden. Hoffe nur, das ihr Ergebnis inzwischen durchgetrocknet ist und sie weiter aufbauen kann.

Durch die 3 motivierten, fröhlichen Mädels und der Hilfestellung durch Marianne bekam ich meine Aufregung auch einigermaßen in den Griff. Offensichtlich konnte ich auch einiges an kleinen Geheimnissen preisgeben, denn es wurde fleißig mitgeschrieben.

  

Auch haben alle Teilnehmerinnen jeweils 3 Reihen RuinenSteine und den Anfang von der einfachen Turm Variante anschließend in den Transportboxen von Ohlro ( dickes DANKE an die beste Boxencrew dafür und für Euren persönlichen Besuch am Freitag) mitnehmen können.

Hoffe, ich konnte Euch, liebe Monika, Jacky, Lisa,  ein bisschen was Neues zeigen und würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir Bilder schickt, wenn Ihr etwas aus den Techniken basteln werdet oder Euren Lost Place weiterbaut.

Ganz herzlichen Dank für Euer Vertrauen, Eure Worte. Auch, das Ihr wieder einen Workshop bei mir mitmachen würdet. . . . das kann ich Euch leider noch nicht Zusagen. Darüber muss ich erstmal nachdenken…

 

Mein Fazit:

es hat  sehr viel Spaß gemacht einen CakeArt Workshop zu geben, fast soviel wie an einem teilzunehmen.

Das lag insbesondere daran, das ich sehr, sehr liebe Teilnehmer hatte. Es war aber auch extrem viel Arbeit, in der Vorbereitung. Wochenlange Planung, Entwürfe entwickeln, Materialien testen, Probe basteln, Einkäufe usw.  Ohne die Unterstützung von meiner Familie und Freunden, wäre das für mich kaum zu bewältigen gewesen.

Hatte ich schon immer großen Respekt vor all Euch großartigen Dozenten, deren Kurse, Workshops, Masterclasses ich bislang besucht hab, versinke ich jetzt vor Ehrfurcht an Euch. Nicht wegen Eurer tollen kreativen Kunstwerke (das ja sowieso!) , sondern auch vor Eurem Mut, Eurer Riskobereitschaft Euch damit selbstständig zu machen.

Einfacher ist es sich als Teilnehmer an einen fertig gedeckten Kurs Tisch zu setzen, alles an Infos aufzusaugen, auszuprobieren was andere ausgetüftelt haben, um daraus wiederum etwas eigenes entstehen zu lassen.

 

Ob ich nochmal einen Kurs mit mache? Aber ganz klar: JA!
Ob ich nochmal einen Workshop geben werde? Ganz klares: ich weiß es nicht…
….ich bin definitiv lieber als Teilnehmer mittendrin dabei um zu lernen, als davor zu „stehen“ und zu erklären/lehren!

Dennoch bin ich sehr froh und dankbar, dass ich diese Erfahrung habe machen können/dürfen.

 

herzliche Grüße

Eure Burgherrin