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Cake art Design

Allgemein Cake Art Kurse / Workshops Messen

Burgruine Lost Place aus Fondant & Schokolade – der Workshop

3. März 2018

Das erste Mal….

….wer mich etwas kennt, weiß das ich die letzen 5 Jahre viele, sehr viele Kurse & Workshops zum Thema CakeArt Design besucht habe. Und mit viel Spaß (manchmal Verzweiflung, oder Theresa ? ) viel gelernt habe. Immer tolle Inspirationen , phantastische Begegnungen hatte und mit viel Freude all diese Reisen, manchmal zu weit entfernten Zielen auf mich genommen habe. Und es immer wieder tun würde!

Doch selber mal Workshops geben? Niemals.

Hab ich gesagt. Sag niemals nie, sagten Andere. Und dann kam Katja, die Urmutter aller Tortenmessen. Und nein, sie hat nicht wirklich gefragt, ob ich würde….sie hat eher gesagt, das ich müßte (hab ich hier schon erzählt)!

Die Burgruine sollte es sein. Ausgerechnet die Burgruine, an der hab ich ne Woche gesessen, mindestens. Und nun sollte ich, das in 3 Stunden anderen erklären…..ich?

Alternativen hab ich Katja angeboten: „ bitte lade doch Anita von Fancy Cakery ein. Die macht soooo tolle Sachen und gibt auch Kurse in Hessen. Und Jan-Michael Sugarart auch, bitte. Die können das alle viel, viel besser. Das sind doch Profis!“

Ja ok, die lädt sie auch ein, aber…..ich müsse trotzdem. Schon um anderen Mut zu machen, auszuprobieren, nicht aufzugeben usw.

Also sagte ich zu, machte mir vor Angst ins Hemd. Nicht nur vor Aufregung, sondern auch vor der vielen Arbeit. Hab ich ja schon hier  erzählt.

Aber man soll sich seinen Ängsten stellen,

so setzte mich an den Küchentisch und probierte wie viel (m)einer Burgruine in nur 3 Stunden machbar wäre. Das dabei weitere Ideen und viel zusätzliche Details entstanden erzähle ich lieber nicht, nur soviel- es fiel mir echt schwer, das ganze so zu minimieren, dass es in 3 Stunden machbar sein wird.

Burgruine Nr. 2 & 3 wuchsen und letztendlich hatte ich die Variante Lost Place. Hierbei sind einige meiner Techniken in der Kürze der Zeit vorzeigbar. Einiges kann nur als Tips mitgegeben werden, wegen der längeren Trocknungszeiten.

Zweimal den gleichen Workshop geben?

Freitag und Sonntag? Das war mir irgendwie zu viel, hatte ich ja noch ein paar andere Aufgaben für die Tortenmesse Hamburg übernommen. Da war zum einen der Bloggerworkshop zu organisieren (erzähle ich Euch noch), sowie aus den Sponsorenpaketen für die Gewinner der Wettbewerbstorten hübsche Preise zu packen. Zum anderen musste ich auch noch in die Schulung. In die Juryschulung. Aber das ist ein anderes Thema.

Also planten wir für den Freitag „nur“ einen einstündigen Workshop. Cakeboard in Holzoptik. Auch das hab ich daheim mit der Stoppuhr getestet. Mit nur einer Hand brauche ich 50 Minuten dafür. Passt also.

Was für ein komisches Gefühl, morgens das iPad anzumachen und sich selbst im Internet zu sehen…….

… im Januar kam die Veröffentlichung auf der Webseite der Tortenmesse und auf deren Facebook Seite. Ganz ehrlich? ich fand es doof, peinlich, irgendwie irreal und wäre am liebsten geflüchtet. Irgendwohin. Ganzweitweg. Nach ganz ganz ganz weit weg.

Am nächsten Tag kam die what’s up: Deine erste Buchung ist eingegangen. Die Ruine. Aaaargh, nun war es zu spät. Flucht ausgeschlossen, jetzt muss ich da durch.

Dann kam die zweite Hand OP in dem Monat und Katja gab mir die Chance alles abzusagen, wenn es nicht geht. Aber da war es zu spät. Kneifen gilt nicht. Wenn ich etwas Zusage, dann halte ich es auch. Oder organisiere einen Notfallplan.

So überredete ich meine „Mitbewohner“ mir zu helfen. Notfalls. Sie müssten auch nicht sprechen, sondern nur Fondant und Modelierschokolade kneten, zusammen bauen und werden nicht fotografiert, versprach ich (und noch einiges mehr!!!). Wir übten daheim und so konnte ich einige Steine vorbereitet und gut durchgehärtet mit nach HH nehmen.

Workshop Cakeboard in Holzoptik

Hier wusste ich im Vorfeld wer sich angemeldet hat — Britta.

Britta – let me Entercake  you, das nahm mir die Angst, da ich Britta schon länger kenne und wir scherzten im Vorfeld, wenn sie die einzige Teilnehmerin bliebe, können wir zwei Cakeboards machen. 1x Holz- und 1x Steinoptik.

Einzelchoaching, tja was soll ich sagen……. Zwar hatte ich je ein Stein- und ein Holzoptik Cakeboard vorbereitet, wir haben uns redlich bemüht nicht allzu viel zu quasseln und EIN Cakeboard in Holzoptik (fast) fertig bekommen.

Das abpudern der Strukturen muss Britta jetzt allein daheim noch fertig stellen, denn die Stunde ging schneller um, als uns Beiden lieb war. Gern hätte ich überzogen und noch ein Stündchen mit Britta weiter gebastelt, wenn da nicht die Juryschulung gewesen wäre.

Danke Dir, liebe Britta, für Dein Vertrauen, meiner erste Workshop Teilnehmerin zu sein und auch für die beiden Fotos, die ich hier verwenden darf.

Lost Place — Burgruine Workshop

Am Sonntag früh packte ich dann Taschen und Kartons um. Wenn man Workshops anbietet, muss man Material für 12 Teilnehmer vorhalten. Grad in Hamburg auf der Tortenmesse, gibt es die Möglichkeit Workshops noch vor Ort zu buchen und , das nutzen viele Besucher wohl auch.

Für 12 Teilnehmer. Das ist verdammt viel Schlepperei. Unzählige Kilo Massa Fondant in schwarz, braun, grün, gelb, rot, pink & blau. Fast genau so viel Modelierschokolade , Royal Icing von FunkCakes, CMC, Pinsel & Puderfarben von Caros Zuckerzauber, Gelfarben von Magic Colours, Werkzeuge von Wilton mussten angeschafft, Haushaltspapier, Feuchttücher, Handschuhe, noch mehr Werkzeug, Farben, Schüsseln, Zutaten usw. aus dem Burgherrins Bestand mit geschleppt werde. Gefühlt: eine LKW Ladung voll.

So war ich echt froh, das es nur 3 Anmeldungen für diesen Workshop gab. Und das wir auf einer Tortenmesse waren. Denn so konnte ich auf sehr kurzfristigem Wege, all das noch einkaufen, was ich nicht dabei (oder vorher falsch bestellt) hatte,  z.B. Cakeboards bzw. Drums in der richtigen Größe usw…..

Sehr, sehr dankbar, nahm ich Sonntag früh das Angebot von Marianne Zuckerwelt an, mir zu helfen. In Windeseile deckte sie mir die Cakeboards für die Teilnehmer ein. Und zwar genauso wie ich mir das vorstellte, farblich so wie ich es gemacht hätte, nur viel, viel ordentlicher, als ich es an dem Morgen gekonnt hätte.

Auch bei der Schlepperei in den Workshopraum und später beim anrühren von Icing ect. durfte ich auf ihre Hilfe zählen. Das hat mir einiges sehr erleichtert.

Meine 3 Teilnehmer haben es mir auch sehr leicht gemacht. Es waren keine ganz Unbekannten. Mit Monika aus Kanada, habe ich im letzten Jahr beim Workshop von Handi Cake nebeneinander gesessen und gemeinsam gelernt , nun saß sie bei mir.

Jacqueline  von Jackys Backzeit and more  kenn ich von diversen anderen Tortenmessen und Lisa von Madam sparkle, hatte ich am Vortag im Bloggerworkshop (erzähl ich noch von)  kennengelernt.

Das sie auch am Wettbewerb teilgenommen hatte, erfuhr ich erst dadurch, das sie sich entschuldigte, sie würde etwas später kommen, da sie noch ihr Juryfeedback Gespräch hätte. Das sie dadurch verpasste CMC unter Ihre Fondant Steine zu mischen, erzählen wir niemanden. Hoffe nur, das ihr Ergebnis inzwischen durchgetrocknet ist und sie weiter aufbauen kann.

Durch die 3 motivierten, fröhlichen Mädels und der Hilfestellung durch Marianne bekam ich meine Aufregung auch einigermaßen in den Griff. Offensichtlich konnte ich auch einiges an kleinen Geheimnissen preisgeben, denn es wurde fleißig mitgeschrieben.

  

Auch haben alle Teilnehmerinnen jeweils 3 Reihen RuinenSteine und den Anfang von der einfachen Turm Variante anschließend in den Transportboxen von Ohlro ( dickes DANKE an die beste Boxencrew dafür und für Euren persönlichen Besuch am Freitag) mitnehmen können.

Hoffe, ich konnte Euch, liebe Monika, Jacky, Lisa,  ein bisschen was Neues zeigen und würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir Bilder schickt, wenn Ihr etwas aus den Techniken basteln werdet oder Euren Lost Place weiterbaut.

Ganz herzlichen Dank für Euer Vertrauen, Eure Worte. Auch, das Ihr wieder einen Workshop bei mir mitmachen würdet. . . . das kann ich Euch leider noch nicht Zusagen. Darüber muss ich erstmal nachdenken…

 

Mein Fazit:

es hat  sehr viel Spaß gemacht einen CakeArt Workshop zu geben, fast soviel wie an einem teilzunehmen.

Das lag insbesondere daran, das ich sehr, sehr liebe Teilnehmer hatte. Es war aber auch extrem viel Arbeit, in der Vorbereitung. Wochenlange Planung, Entwürfe entwickeln, Materialien testen, Probe basteln, Einkäufe usw.  Ohne die Unterstützung von meiner Familie und Freunden, wäre das für mich kaum zu bewältigen gewesen.

Hatte ich schon immer großen Respekt vor all Euch großartigen Dozenten, deren Kurse, Workshops, Masterclasses ich bislang besucht hab, versinke ich jetzt vor Ehrfurcht an Euch. Nicht wegen Eurer tollen kreativen Kunstwerke (das ja sowieso!) , sondern auch vor Eurem Mut, Eurer Riskobereitschaft Euch damit selbstständig zu machen.

Einfacher ist es sich als Teilnehmer an einen fertig gedeckten Kurs Tisch zu setzen, alles an Infos aufzusaugen, auszuprobieren was andere ausgetüftelt haben, um daraus wiederum etwas eigenes entstehen zu lassen.

 

Ob ich nochmal einen Kurs mit mache? Aber ganz klar: JA!
Ob ich nochmal einen Workshop geben werde? Ganz klares: ich weiß es nicht…
….ich bin definitiv lieber als Teilnehmer mittendrin dabei um zu lernen, als davor zu „stehen“ und zu erklären/lehren!

Dennoch bin ich sehr froh und dankbar, dass ich diese Erfahrung habe machen können/dürfen.

 

herzliche Grüße

Eure Burgherrin

Allgemein Kurse / Workshops Messen

Tortenmesse Hamburg 2018 — Freikarten zu verschenken

19. Februar 2018

 

Wolltet Ihr schon immer mal wissen, wie man eine Monstertorte zum leuchten bringt?

Oder auf Fondant schreibt/ lettert / malt ? Oder lernen wie ein Nilpferd ins Häschenkostüm kommt? Wie Blumen aus Waferpaper entstehen?

Oder Euch einfach inspirieren lassen, andere  Torten Verrückte treffen und Euch austauschen?

Meine Schusseligkeit könnte Euer Gewinn sein…

die  letzte Woche war sehr stressig, nachdem ich Montag in Hamburg war um letzte „Kleinigkeiten“ auf und für die Tortenmesse zu besprechen und die Freikarten für unsere Sponsoren abgeholt hatte, überschlugen sich die Ereignisse.

Termine in der Folterkammer meines Vertrauens (meine  Rehatechniker) und beim Handchirurgen brachten mir neue Schienen, weitere Hilfsmittel und neue Experimente sowie Erkenntnisse. Hinderten mich aber daran, die zwei Törtchen für meine liebe Drachenfreundin so zu dekorieren, wie ich das gern gewollt hätte.

Dank meiner fleißigen Helfer hier, wurde  aber zumindest eine Infernotorte ordnungsgemäß mit weißem Fondant eingedeckt, so das ich diese noch colorieren konnte. Das wollte ich aber gar nicht erzählen, nur kurz: bin pünktlich mit zwei Törtchen  am Drachenfels Design Stand auf der Inhorgenta in München angekommen und hatte ein phantastisches Wochenende! Mehr dazu, später in einem separaten Post.

WAS ich aber vergessen habe…….

…die Freikarten an unsere Sponsoren zu verschicken ? *oouuhhppss*. Meine Mitbewohner waren von ihrer Fleißarbeit, beim Törtchen helfen,  offensichtlich auch zu erschöpft. Tja, jedenfalls liegen hier nun ein paar Freikarten….. (für die Mitarbeiter der Sponsoren haben wir eine Lösung gefunden — Gästeliste) und deswegen kann und darf ich nun

 

3 x 2 Freikarten für die Tortenmesse Hamburg verschenken!

Wer von Euch möchte gern am 23., 24. oder 25.02.18  zur Tortenmesse Hamburg?

Schreibt  mir schnell hier einen Kommentar, ob, an welchem Tag und mit wem Ihr gern nach Hamburg wollt.

 

Es wird sicher wieder ein tolles Wochenende.

Neben vielen Ausstellern, sicherlich wunderschönen Wettbewerbstorten, einem Tortencafe (zum parken der Männer ?! ?) gibt es ein großes Angebot an Workshops die noch hier zu buchen sind.

Weiterhin hat die Messe großartige Künstler für die Bühne  angekündigt, ein paar Geheimnisse kann ich schon verraten:

unsere Betty, Bettys Sugardreams ist live vor Ort und hat viel Neues dabei,

Tobias, der Kuchenbäcker wird live vor Ort backen und hat seine Bücher eingepackt,

der Gewinner von Das große Backen 2017, Deutschlands bester Hobbybäcker Patrick gibt Workshops und zeigt Euch Paddington Bär

und viele weitere phantastische CakeArt Designer, Tortenkreative werden vor Ort sein.

 

save the Date

 

Wen von Euch werde ich denn am Wochenende sehen? Also ich freu mich, bis dahin

 

herzliche Grüße

 

Eure Burgherrin

 

 

Allgemein Cake Art Kurse / Workshops

Lost Place — Burgruine aus Zucker und Schokolade

21. Januar 2018

Cakeart Design Kurse besuchen ist toll. Doch niemals wollte ich selbst Kurse geben…..

 

 

Auf der Webseite der Tortenmesse ist es zu sehen und nun darf ich es Euch auch erzählen. Die liebe Katja hat mich im letzten Jahr so lange beredet, bis ich nicht mehr nein sagen konnte….

Nicht nur, das sie und die Tortenmesse Hamburg mich gebeten haben, (wie im letztem Jahr)  wieder einen Workshop für Blogger zu organisieren.

Ja, das habe ich auch erledigt. Es kommt aus Offenburg, die wundervolle Maria Panzer, von yummyklick als Dozentin für einen 3 stündigen Foodfotografie Workshop nach Hamburg.

Infos und Bewerbungen bitte direkt an die Tortenmesse HIER. Wir werden am Samstag Schokoladen Kuchen essen. NACHDEM  wir gelernt haben, wie dieser und Törtchen überhaupt schön in Szene gesetzt und fotografiert werden. Darauf freue ich mich selbst als Teilnehmerin schon sehr.

Aber Katja hat mich auch überredet, selber einen (besser zwei) Workshops zu geben. Mich? (Ööööh, ich glaub nicht, das ich das kann…..). Katja kam extra angereist, um ein ernstes Wort mit mir zu reden. Oder auch ein paar Wörter mehr. Ok, wie ein Cakeboard in Holzoptik entsteht, könnte ich wohl zeigen. Das hatte ich zugesagt.

Cakeboard Holzstruktur

Aber Katja wollte mehr. Die Burgruine sollte es sein!

Dazu benötigt sie aber auch schöne Fotos. Toll, der Foodfotografie Workshop ist ja erst am Messesamstag. Kein Problem für Katja, sie kennt da übrigens eine nette Fotografin, die macht auch tolle Porträtfotos, das hätte sie übrigens auch gern noch…..

Wer mich etwas kennt, weiß ja wie ungern ich mich fotografieren lasse. Ich kann das nicht, so mit posing und ordentlich gucken. Entweder ich rede, während es klickklick macht oder mache dabei die Augen zu oder ziehe die Stirn in (nochmehr) Falten oder oder oder. Kurz: ich finde Fotos von mir doof.

Doch Katja fackelte nicht lange und so stand eines schönen Tages Anfang November die zauberhafte Andrea Klick bei mir.

Andrea mag es gern, Menschen zu fotografieren,

die nicht gern fotografiert werden mögen.

Nach einer guten Tasse Tee, machten wir uns auf in den Garten, nach diversen Versuchen mich dazu zu bringen, freundlich in dieses (böse, schwarze) Objektiv gucken zu lassen, baute sie dann auf der Terrasse ihre Utensilien für das Törtchen Shooting auf. Nebenbei sind diese Bilder entstanden…

  

 

Sehr spannend, Andrea bei der Arbeit über die Schulter zu gucken und wertvolle Tipps zu erhalten.

 

 

 

Sie setzte meine beiden Burgruinen ordentlich ins rechte Licht. Ich bin begeistert von ihren Fotos meiner Zuckerstücke. Wenn Ihr mehr Bilder von Andrea sehen wollt –––––> bitte hier:

Katja hat nun was sie wollte,

meine Zusage nur für die Tortenmesse exclusiv & einmalig einen Workshop zum Thema Lost Place und Andrea‘s Fotos.

Und ich? Mach mir jetzt etwas ins Hemd, ob ich denn wirklich meine Techniken so erklären kann, das Workshop Teilnehmer auch zufrieden mit einer kleinen Zucker Ruine nach Hause gehen und darauf aufbauend neue Werke entstehen werden?

Werde Euch auf dem laufenden halten…..

 

herzliche Grüße

Eure Burgherrin

 

 

Allgemein Kurse / Workshops Lifestyle Reisen

Warum ich für 850 km 26 Stunden einplane und die Rückreise 3 Tage dauert

4. April 2017

Burgherrin on Tour

– warum ich direkt nach den tollen 2 Tagen in Hamburg bei der  Bloggeratwork Konferenz (statt zu liegen und den Blogpost zu schreiben, folgt noch) wieder unterwegs bin und warum ich viel Zeitpuffer auf dem Weg einbaue?

Nicht nur weil ich mir so eine Strecke, seit meinem Unfall noch nie allein zugetraut habe. Auch nicht weil ich ja immer reichlich Pausen zum liegen benötige, sondern weil auf so einer Strecke immer besondere Orte liegen. Orte,

alte Burgmauern, alte Stadtmauern. Immer ein Grund zum anhalten

alte Burgen und Schlösser die man einfach mal anschauen möchte. Oder Orte in der Nähe, in denen besondere Menschen wohnen.

Guten Morgen und einen wundervollen Wochenstart wünsche ich Euch.

Bevor ich heut Nachmittag wieder in die Folterkammer meines Vertrauens muss, wollte ich Euch kurz von  meiner kleinen Vorher-nochmal-positive-Energie-Einsammel-Rundreise erzählen.

Wels, Österreich

Mittwoch um 9:00 h musste ich in Wels sein, deswegen bin ich Dienstag um 07:00 h losgefahren. Dort durfte ich an einem 2-Tages Kurs bei der zauberhaften Maggie Austin teilnehmen. Für so eine besondere Künstlerin aus den USA, fährt frau auch schon mal knapp 900 km nach Österreich. Und jeder einzelne Kilometer hat sich gelohnt!!!!

Es war eine Ehre in dieser wundervollen Gruppe bei Zuckerwelt & Kuchenwelt in Wels dabei sein zu dürfen. Nicht nur das es unheimlich viel Spaß gemacht hat, ich unfassbar erholsame Nächte hinter alten Klostermauern schlief, ich bin auch so voller Glücksgefühl über mein Ergebnis abgereist. (Mehr zu dem Kurs und auch zu dem phantastischem Buch von Maggie Austin demnächst auf dem Blog).

 

Waging am See & Chiemsee

Das Törtchen im Fußraum vor dem Beifahrersitz machte ich mich Donnerstagabend auf die Weiterreise. Geplant hatte ich einen kleinen Zwischenstopp auf ein Käffchen bei Carins Cake Corner.
Das Karin und ihr Gatte mich mit einer Flasche Champagner und einem Gästebett überredeten, meine Weiterfahrt zu verzögern, führte dazu, dass Karin und ich bis morgens um 02:00 h quatschen konnten. Obwohl wir Beide zwar früh aufstehende, aber dennoch grummelige, Morgenmuffel sind und sagten: “morgens nur Kaffee und NICHT sprechen” , quasselten wir direkt ab 06:00 h weiter.

Da mein angedachten Zeitplan (Frühstück am Freitag in Pforzheim) eh durcheinander war, tuckerte ich irgendwann gemütlich los und genoss die Aussicht. Links die schneebedeckten Alpen, runderherum wunderbares Sonnenlicht, postkartenblauer Himmel und immer wieder Wald. Das Licht war so phantastisch das ich direkt von der Autobahn runter fahren musste! Vier Waldwege später hatte ich dann den / meinen richtigen Ort.

Moosbewachsene Bäume und Baumstümpfe- Feenwald Feeling. Das war die perfekte Kulisse – für mein Törtchen. Wer mich kennt, weiß das es für mich nicht so einfach ist, mal eben ein Törtchen zu transportieren bzw. ein-oder auszuladen. Durch einen Wald zu laufen ist unmöglich…

Dennoch habe ich die perfekten Baumstümpfe in erreichbarer Nähe gefunden (und war wohl so voller Glückshormone) das ich an 3 wunderbaren Stellen, Törtchen raus aus dem Auto, ran an die Bäume, Foto machen, Törtchen rein ins Auto usw spielen konnte . Das Lichtspiel hat mich so fasziniert und beflügelt, das ich über mich hinausgewachsen bin und anschließend glücklich weiterfuhr.

Fairytale Cake, mein Ergebniss aus dem Kurs von Maggie Austin

Kurz danach sah ich das “Meer” der Berge. Immer noch links die schneebedeckten Alpen und rechter Hand, der Chiemsee. Ein guter Ort für eine Pause.

Chiemsee, das Meer in den Bergen

über Viernheim nach Pforzheim

Mit weiteren sonnendurchfluteten Glücksmomenten im Gepäck konnte ich direkt durchfahren, bis zur 13:00 h Mittagspause bei Torten Art in Viernheim. Jan-Michael SugarArt gab einen Basiskurs und ich kam 20 Minuten zu spät an. Aber glücklicherweise hatten seine Mädels auch Zeitverzug und somit noch nicht mit der Pause begonnen. Statt nur kurz eine Kaffee- und Umarmungspause, wurde ich direkt mit frischen Leckereien verwöhnt und blieb etwas länger als 5 Minuten.

Jan-Michael Sugar Art mit seinen Kursmädels

Als die Mädels dann wieder ran an ihre Törtchendeko mussten, bin ich wieder auf die Autobahn. Nächster Halt Pforzheim.

Im Atelier von Drachenfels Design waren alle fleißig mit der neuesten Kollektion beschäftigt und ich durfte sie nicht nur auf Bildern, sondern live sehen und anfassen ????. Ein weiterer Glücksmoment!

Hatte ich schon erwähnt, das ich während meiner Reise nur super Sonnenschein und Frühlingswetter hatte? Eingestellt war ich noch auf Winter. Dementsprechend war meine Kleidung (inkl. der dicken Stiefel) sehr warm und kuschelig. In Pforzheim waren 26 C Sommerwetter!!!!!

Bewusst wurde mir das, als ich dann im Drachenfels Atelier die Schublade mit den unfertigen Schmückern sah, die noch zum galvanisieren und zum emaillieren müssen.

Selbst das Infernoherz war nackig, nur ich zu warm gekleidet. Das führte dazu das ich mein Infernoherz vom Hals nahm und dieses Foto entstand.

flammendes Inferno von Drachenfels Design
Links: nackig noch ohne Brandlack. rechts: meins ?

Für alle die immer wieder nachfragen: jedes Infernoherz ist so gearbeitet. Es ist nicht anders als meins, nur noch nackig, nicht fertig.
Dieser Hammerschlag ist bei jedem Inferno, und jedes ist einzigartig, da hier im Atelier immer noch echte Handarbeit stattfindet. Das Herz ist aus massivem Silber, kann in gold, Roségold plattiert oder Vintage geschwärzt und poliert werden. Erst wenn das perfekt ist, kommt der rote Brandlack darüber. Und wer es genau betrachtet, sieht den Hammerschlag unter dem rotem Lack. Das hatte mich damals so fasziniert, als ich meins kaufte.

Es jetzt so “nackig” zu sehen und von den vielen Arbeitsschritten zu hören, ein weitere wertvoller Glücksmoment. Wie jeder Besuch im Atelier. Es ist etwas ganz besonderes so hinter die Kulissen gucken zu dürfen. Wer das auch mal möchte: im November ist wieder Tag des offenen Atelier ( so war es im letzten Jahr, Anmeldung dringend erforderlich).

Nach einem wundervollem Abend, einer erholsamen Nacht, einem laaaaangem Frühstück bei Familie von Drachenfels, wurde mir noch eine Portion Bärlauch gepflückt und gegen Mittag machte ich mich auf von Pforzheim in Richtung Trier.

Trier, die älteste Stadt Deutschlands

Sabine von Mafaldas Cake Desiree hatte zum Geburtstag geladen. So sehr ich mich auf Sabine, ihren Oli und meine Mrs. Dorrie freute, hatte ich dennoch etwas Sorge, das ich in roseeee dort in der schwarzen Wave-Gothic-Szene unangenehm auffalle. . . . Kurzerhand kaufte ich mir schnell was kleines Schwarzes.

Gegen Nachmittag traf ich ein, wollte schnell nur Hallo sagen und mich dann bis zum Abend hinlegen (und vor der Party noch umziehen). Sabine stand noch unter der Dusche und ich wurde auf’s herzlichste von ihrem Freundeskreis begrüßt. Kurz: ich hatte später nur eine 1/2 Stunde zum liegen und blieb in Rosé gekleidet!

Was für eine Party, allerfeinstes Food hatte Sabine gekocht,

Blackforest Cupcakes by Mafalda’s cake Desiree

Sweet Candy Table by Mafalda’s cake diserree

leckerste Törtchen gezaubert, feine Getränke aber das allerbeste – nur tolle Menschen um sich versammelt. Alles Herzmenschen. Selten habe ich mich, in mir fremden Kreisen, so wohl und normal gefühlt wie hier. Frech, lustig, lieb, charmant, echt & ehrlich!

Als ich mich dann in mein Bett zurückziehen wollte, wurde das verweigert. Seit Ihr schon mal von einem, bis dahin fremden, Mann in sein Schloß eingeladen worden? Also mir passierte das zum ersten Mal!

“Schätzelein, ich will nicht das Du im Auto schläfst!” Meine Gegenargumente, das das Auto extra für mich mit Bett umgerüstet sei, über eine Standheizung verfügt, wurden weg diskutiert und zu viert brachte man mich in sein Schlößchen. Eine ganz Etage für mich allein! Ein Wohnzimmer, einen Salon, ein Bad und ein Prinzessinnen Schlafgemach nur für mich.

Königliche Übernachtung

Die Vier setzten mich ab, versorgten mich mit allem nötigem – und fuhren zurück zur Party. Allein, ich war allein mit wunderschönen antiken Möbeln, kostbarem Meißner Porzellan , Mingvasen usw. Was für ein Vertrauen! Unfassbar. Ich habe wunderbar geschlafen ?. DICKES DANKE schön, Du wunderbarer Mensch.

Blick vom fürstlichen Salon zum Schlafgemach

Kurz hab ich überlegt M. zu adoptieren und einfach hier einzuziehen . . . . Allerdings rief mich meine Mrs. Dorrie um 07:00 h an, Kaffee sei fertig, sie könne nicht schlafen. Voller Energie frühstückte ich mit Ruth und dem Feuerkünstler, der noch gar nicht geschlafen hatte und verabschiedete mich 3 Stunden später von all diesen wunderbaren Menschen.

Einer meiner Burgbuben war vor ein paar Wochen auf Klassenfahrt in Trier und kam zurück mit der Anweisung: “Mama, der Kölner Dom hat uns schon fasziniert, aber Du musst unbedingt den in Trier angucken, der wird Dich begeistern. Das ist noch schöner.” Tja, wenn ein pubertärer Teenager das sagt, musste ich natürlich dorthin. Er hatte ja nichtmal Fotos mitgebracht. Und ja, es war bewegend. So sehr, das ich kaum Fotos machen wollte, sondern die Eindrücke einfach nur verinnerlicht habe.

Sonne Dom Trier

im Dom

Trier hat auch rosa Häuschen

Heimfahrt über Köln

Nachdem ich noch ein paar hübsche Ecken in Trier genossen hatte, gings es dann Richtung Heimat auf die Autobahn. Das erste blaue Hinweisschild zeigte mir “Köln 202 km” an. Spontan rief ich bei Steffi Tortentanz an, ob sie mein Kaffeepäuschen mit mir verbringen wollte. Sie wollte und und ich programmierte mein Navi um. Nur 167 km später saß ich bei Familie Tortentanz im Garten,

Wenn Die Burgherrin kommt, wir bei Tortentanz schnell in rose dekoriert ?

genoss Sonne und sammelte die letzten Glücksmomente dieser Tour ein.

Warum ich diese 2.386 km gefahren bin?

Obwohl es furchtbar anstrengend, schmerzhaft ist und obwohl ich weiß, dass ich sogar nach nur 2 Tagen auf Tour anschließend immer 1-3 Wochen liegen muss?

Wegen jedem einzelnem positiven Moment. Jeder glücklich machenden Minute!

All diese Glücksmomente, die ich eingesammelt habe, werde ich mir immer und immer wieder hervorholen, wenn die nächsten Wochen furchtbar, schmerzhaft, negativ werden. Immer dann wenn ich kurz vorm verzweifeln sein werde, aufgeben möchte (ja, auch ich habe diese Phasen), werde ich mich an all diese Begegnungen, an die Lichtmomente, an das gute Gefühl im Bauch erinnern. Mich selbst motivieren durch zuhalten, die Quengelschiene zu ertragen, um irgendwann wieder unterwegs sein zu können.

Egal wie schlecht es Euch grad geht, egal was für eine schwierige Phase grad bevorsteht, guckt nach Euren Lieblingsmomenten. Holt sie aus dem Erinnerungsköfferchen!

Mir macht es in solchen Phasen, wenn es mal wieder ganz schlimm ist, ich mich gar nicht bewegen kann, wenn wie jetzt schon absehbar ist, das es sehr sehr schmerzen wird, das Leben leichter. Die Erinnerung an das positive macht Mut, die negative Zeit zu überstehen und vielleicht auch schneller zu bewältigen.

Mutig in die Folterkammer

All diese Glücksmomente haben mich gestern völlig euphorisch, mit nur wenig Angst, zum Rehatechniker fahren lassen. Die Anprobe der neuen Quengelschiene war schmerzhaft ja, aber gar nicht soooo schlimm wie erwartet. Etwas übermütig, dachte ich kurz sogar, wir könnten den Winkel noch verstärken. Gott sei dank hat mir der OrthopädeMeister das verweigert, denn nach dem ausziehen war es schon….. hmmm “anders”. Ein paar Feinarbeiten werden noch erledigt und ich hab dadurch nun Schonfrist bis heut Nachmittag. Und die Zeit dieses Posting für Euch zu schreiben.

Damit verabschiede ich mich dann für einige Zeit in meinem Burgkeller zum heimlich-vor-mich-hin-jammern. Einige Blogpost’s habe ich vorbereitet und wenn der Erstgeborene Zeit findet, wird er die Bilder einarbeiten und die Artikel bzw. Rezepte veröffentlichen.

Wünsche Euch eine wundervolle fröhliche, glückliche Frühlingszeit und schicke Euch
sonnige Grüße
Eure Burgherrin (die jetzt in die Folterkammer ihres Vertrauens fährt)