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Schluß mit Wettbewerbstorten – ein Rückblick

23. April 2017

 

 

Warum ich aufhöre – ein Rückblick auf meine Wettbewerbszeit – und eine Einladung zur Cake & Bake in Dortmund

Da ist es: mein aller letztes Wettbewerbs Törtchen und mein aller Liebstes

Irish Wedding Cake – die letzte Wettbewerbstorte, Hamburg 2017

 

Hamburg 2014, wie alles begann

Als ich im Oktober 2014 zum ersten Mal an einem Wettbewerb für Tortenkunst (Cake Art Design) teil genommen hab, wollte ich das nur 1x machen. Einmal eine Jurybewertung, einmal von den Profis hören, was schon ganz gut ist und was ich verbessern könnte.

In Hamburg fand die legendäre DIE TORTENSHOW statt und ich nahm allen Mut zusammen und meldete mich an. Natürlich gleich in der Disziplin Hochzeitstorte. Wochenlang werkelte ich heimlich vor mich hin ( wie aufregend, stressig das war steht im Tagebuch zum ersten Wettbewerbs Törtchen )

außer Frau Tortentanz wusste niemand davon.

Liebe, die aller erste Wettbewerbs – Torte, Hamburg 2014

Das das Törtchen dann plötzlich eine Silbermedaille bekam, hat mich damals so umgehauen, das ich heulend und zu geschockt, gar nicht in der Lage war, mein Jury Gespräch zu erhalten. Na toll, Ziel verfehlt.

Eine neue Messe für 2015 wurde Ende 2014 angekündigt und ich meldete mich nochmal an. Dortmund Cake and Bake, bis Mai 2015 war viel Zeit für kreative Ideen, Basteleien *dachte ich* und buchte Hochzeitstorte und 3D.

Tja, dann kam Anfang 2015 der Umzug und die mini Bagatellverletzung, die ich ignorieren wollte. Die Bakterien frassen sich fröhlich durch die Hand in den Arm und nach der zweiten Notoperation war ich nur noch damit beschäftigt die Amputation zu verhindern und die Hand zu behalten. An Törtchen machen war nicht mehr zu denken.

Dortmund 2015

Die gebuchten Kategorien verteilte ich. 3D bekam Gisi, die (natürlich) Gold gewann….

Die Hochzeitstorte wollte mein Erstgeborener machen und mich mit nach Dortmund nehmen. Wochenlang bastelte er herum, machte hier mich (und alle in seinem Umfeld) mit seinen Ideen zur Statik, verrückt. Und eine Woche vor der Messe, sagte er plötzlich ab. Wichtiger Auftrag, großer Event, er kann nicht. Sein kugeliger Traum in blau, blieb ein Traum {wurde übrigens bis heute nicht fertig}. Sauer war ich, sehr sauer! So richtig sauer!

Wer sollte denn eine Woche vor der Messe die Kategorie übernehmen wollen? Nichts finde ich schlimmer als leere Plätze bei einem Wettbewerb! Es ist mehr als ärgerlich für den Veranstalter, die Besucher und insbesondere für diejenigen, die gern teilgenommen hätten, aber durch ausgebuchte Kategorien keinen Platz mehr bekommen zu haben. Und dann leere Plätze auf den Wettbewerbstischen? Nicht mit mir. Darüber, wie unfair ich das finde, habe ich oft genug geschrieben.

Also hab ich es versucht, einarmig, mit links Dummies einzudecken. Leider hatte ich nur noch viereckige vorrätig, die Runden waren ja vom Erstgeborenen beschlagnahmt. Die Puppenhand (Quengelschiene)

 Quengelschiene 2015

erwies sich als störend (beim eindecken) und von Vorteil beim Blümchen machen, denn die Zahnstocher zum halten der Blüten, passten genau in die Löcher.

alles auf mit Links, erstes Törtchen als einarmige Backditin

Kurz, ich kloppte etwas zusammen, was in meinen Augen überhaupt nicht Wettbewerbsfähig war und war über mich selbst überrascht. Als sie fertig war, sah sie nicht aus wie eine Hochzeitstorte, sondern: wie eine Trauertorte! Pechschwarz! Das war ich nicht! Warum schwarz? Warum so düster? So traurig? Ein Blick in meinen Gemütszustand?

Schnell änderte ich die oberen Seiten, puderte die weißen Blümchen zart ab, verteilte ordentlich Zuckerperlen und hellte sie etwas auf. Sie gefiel mir gar nicht, aber einen leeren Wettbewerbsplatz würde ich nicht verantworten. Punkt. Der Platz würde besetzt sein und niemand würde je davon erfahren, wer das furchtbare Ding da hingestellt hätte.

black Weddingcake, Dortmund 2015

schwarze Hochzeit- oder Trauertorte?

Es kam ganz anders. Sie gewann eine lobende Anerkennung und ich bekam mein Jurygespräch. Ein Mega Feedback! “Was? Die ist von Dir?” “Wie hast Du das nur eingedeckt?” Jaaaa, da hab ich mir ne neue Technik ausgedacht …. unsauber war sie, na klar, schrecklich unsauber gearbeitet. Doch die Kreativität hat überzeugt, und Punkte geholt. Gefreut hab ich mich wie ein kleines Kind und motiviert hat mich das Gespräch, motiviert weiter zu machen, neue Wege zu gehen.

    Dortmund 2015, endlich ein Juryfeedback

FOTOCREDIT: Tobias Wilhaim ( https://www.tobias-wilhelm.de/ ), Valentina Terziva (Valentinas Sugarland.de )

Dortmund 2016

Motiviert, die linke Hand zu trainieren, hart zu arbeiten, das die rechte Hand irgendwann wieder in Ordnung kommt…… und weiterhin Törtchen zu basteln. Alsbald hab ich wieder gebacken und gebastelt und im Jahr darauf wieder in Dortmund teilgenommen. Mit 2 Kategorien! Hochzeitstorte und dekoratives Element.

lobende Anerkennung für den tanzenden Derwisch

Mein tanzender Derwisch gewann lobende Anerkennung und bekam ein tolles Juryfeedback. Meine Hochzeitstorte wurde hart kritisiert. Langweilig, weil mit Ausstechern gearbeitet. Ja, ich hatte auf dem Cakeboard 2 Drachen aus Keksausstechern geklebt. Die Statik meine Burgtürme wurde nicht gewürdigt, dabei hatte ich die Türme vorher aus Kuchen gebacken und tagelang im Auto umher gefahren um zu testen, das ob das mit echtem Kuchen möglich sei. Ist es!

Hochzeitstorte Burg, Dortmund 2016

 

 

    Hochzeitstorte, Dortmund 2016

Schluß, Ende, ich höre auf

Alles andere an Kritik stimmt, aber langweilig finde ich sie nicht. Ich mag meine Burg, immer noch. In trauter Runde im Hotel verkündete ich abends nach der Messe, das für mich nun Schluß sei. Schluß mit Wettbewerben!

                Cake & Bake Dortmund 2016

Meine Grenzen sind erreicht. So sauber, wie es für den Wettbewerb nötig sei, werde ich mit links nie arbeiten können. Das sehe ich selber,

Die absolute Ausnahme-Künstlerin Theresa sagte mal: “…bin ich echt froh, das Du nicht in der Jury sitzt. Du hast den harten Juryblick!”

Ja, ich bin mein härtester Kritiker, verrückte Ideen hätte ich noch genug, aber die Umsetzung mit Links wird nichts, dazu bin ich zu sehr Rechtshänder (im Kopf immer noch, auch wenn die Rechte nicht mehr funktioniert).

Gisi, Valentina und Steffi Tortentanz, sahen das zwar ein, überredeten mich jedoch noch ein letztes Mal teilzunehmen. Im November nach Birmingham!

Einmal Birmingham etwas hinstellen und dann aufhören.

Cake International. Die weltgrößte Messe überhaupt. Aus allen Ländern der Erde, reisen hier die Top Cake Art Designer an. Die Größten, der ganz Großen! Die Creme de la Creme! Bereits 2013 war ich, gemeinsam mit dem Lieblingstöchterchen dort als Besucher. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus…..

Birmingham 2016

Einmal in Birmingham ein Exponat hinstellen und dann aufhören. Was für eine verrückte Idee. Dann kam die erste Einladung, abends am Cake Masters Adward dabei sein…… und ich ließ mich überreden.

Alles zu Birmingham 2016 – 5 Tage und unzählige Glücksmomente- HIER,  hier und hier  oder bei Frau Tortentanz hier

Karma, Cake International Birmingham 2016

Karma, es war wirklich Karma! Hatten Frau Tortentanz und ich die Wochen zuvor noch gefrotzelt und gelacht: einmal Birmingham und ein Certificate of Marit gewinnen. Das klingt viel mehr als Bronze, Silber oder Gold. Das ist doch wie ein Titel, scherzten wir. Und dann passierte es wirklich!

Steffi´s  Heinrich und meine Pummelelfe  standen nebeneinander, bei über 1.300 gemeldeten Exponaten, stehen unsere Beiden zusammen. DAS ist Karma! Und es wurde noch besser: Beide gewannen:

Certificate of Merit

Mein Highlight, viel, viel besser als Gold, Silber, Bronze. Mein Platin! Danke Karma.

Mein vorletzter Wettbewerb und so ein Erfolg

Vorletzter? Hatte ich nicht vom aufhören, vom letzten Wettbewerb gesprochen? Ja, stimmt. Aber im September hatte Katja (die Urmutter aller Tortenmessen im deutschsprachigen Raum) von DIE TORTENSHOW verkündet, das (nach 2 Jahren Pause ) in Hamburg wieder eine Tortenmesse stattfindet. Aus Loyalität meldet ich mich an.

Mit Die Tortenshow hat es angefangen mit die Tortenshow sollte es aufhören!

Hamburg 2017 und nun die letzte Wettbewerbstorte

Das ich neben meiner (wirklich allerletzten Wettbewerbs-) Hochzeitstorte noch die Kategorie Candytable gemeldet habe, hab ich HIER  schon erzählt.

Tortenmesse Hamburg, Candytable 2017

Dieses mein, wirklich, letztes Exponat, hat mir so viel Freude bereitet. Keinen Stress, wie die Male zuvor. Neue Techniken hab ich ausprobiert, Zuckerblumen auf Draht gebunden, Waferpaper , Glaze und Piping Gel genutzt und vieles Neues, bis dahin unbekanntes, genutzt.

Wie alles im Leben, hat auch meine Torte ZWEI Seiten.

Irish Wedding Cake – die letzte Wettbewerbstorte

Wünsche eines Brautpaares sind manchmal sehr unterschiedlich, der Eine möchte es schlicht, die Andere romantisch 😉.

Das habe ich gedacht als ich an der Planung saß. Zwei Seiten, klassisch schlicht die Eine und ganz anderes die Andere! Und auf keinen Fall rose oder Kupfer nutzen, damit niemand sagen kann, ach da erkennt man die Burgherrins’s ! Das war echt schwierig…… das Grün! Jede Etage mit diesem Grün……. Inzwischen mag ich es.

Die Andere Seite war Vergnügen pur. Nachdem die viele grün Färberei und Eindeckerei endlich fertig war, hatte ich nur noch Spaß.

Meine Homage an Irland und an Jana. Seit ich (dank dieser Facebook Freundin) in Irland mit dem Pferd stundenlang durch die magischen Zauberwälder spazieren durfte, Elfentüren entdeckte, spukte die Idee in mir rum. Dieses Land ist so wunderbar, wild, rauh und gleichzeitig zauberhaft, verwunschen. Magisch! { Wenn Ihr wollt schreib ich mal einen Reisebericht dazu? }

Mein Irish Wedding Cake, ist eins meiner Lieblingstörtchen und gewann auf DER Tortenmesse Hamburg auch eine lobende Anerkennung. Der Candytable bekam Bronze (für mich Roségold ) und wurde auch noch 2. Beste der Kategorie.

Damit kann ich nun sehr zufrieden aufhören und in Zukunft ganz entspannt zu allen Wettbewerben & Messen fahren, mir weiterhin alle Eure tollen Exponate anschauen, Euch auch weiterhin die Daumen drücken und mich mit Euch über Eure Erfolge freuen.

Denn das allerschönste an solchen Messen und Wettbewerben, ist doch das Wiedersehen mit alten Tortenfreunden, das Kennenlernen von neuen Tortenfreunden, das Erstaunen was wieder neues gezaubert wurde und das Mitfreuen, mit Euren tollen Exponaten!

Nur weil ich aufgehört habe, heißt das ja nicht das Ihr mich los werdet!  Und natürlich heißt das auch nicht, das Ihr Euch nicht mal trauen solltet!!!! Bin schon sehr gespannt auf alle alten und neuen Wettbewerbsteilnehmer.

Wollt Ihr auch mal (ganz entspannt) über eine Messe schlendern? Euch all die tollen Wettbewerbs- Torten in Ruhe anschauen? Verrückte, also Zuckerverrückte, live sehen? Na, da hab ich einen Ausflugstip für Euch:

Cake and Bake in Dortmund vom 27.-28. Mai 2017 !

Unter allen die gern mal hin möchten, einfach hier kommentieren!
Je eine Dauerkarte für beide Tage, {Gern auch mit persönlicher Übergabe direkt an der Messe} schenke ich 2 von Euch.

            Cake & Bake 2017, Dauerkarten zu verschenken

Unter allen Kommentaren hier , lose ich am 02. Mai 2017 zwei Gewinner unter Euch aus. Viel Glück.

Für alle, die es nicht zur nach Dortmund schaffen, oder einfach noch etwas üben wollen, hab ich auch noch etwas:
ein paar Goodie Bags. Nämlich noch ein paar wenige von den tollen Bags, die auf der Tortenmesse Hamburg über blieben (und noch etwas mehr / Überraschung). Dazu wird es es eine Spendenaktion zugunsten von subvenio Unfallopferhilfe geben. Mehr Infos ab Mitte Mai.

Freue mich sehr auf Eure Kommentare, und hoffe Einige von Euch in Dortmund persönlich zu treffen.

 

herzliche Grüße

Eure Burgherrin

Allgemein

Sweet Candy Table – Tortenmesse Hamburg

14. März 2017

Sweet Candy Table

Dark Chili Choc Cupcake

 mit Himbeer Überraschung, Pistazien & Salz Karamell Topping.
MandelMacaroons mit Pistazien Creme, Zuckerdeko

Zitronen Rosmarin Keks

mit Limetten Knallbonbon- & Kürbiskernöl Schokolade , Marzipan Deko

Bailys Tulpen Cakepops

mit Marzipan Deko

 

 

Wird grün nun das neue Burgherrin roseeeee?

Nein, keine Sorge. Auch wenn das hier seit Wochen die beherrschende Farbe in der BurgKüche war, wird es niemals mein rose ersetzen!

Als ich letztes Jahr hörte, es gibt auf der Tortenmesse Hamburg auch eine Wettbewerbskategorie Candy Table und es wird auch der Geschmack bewertet, hab ich direkt gebucht! OHNE die Ausschreibung genau zu lesen……(Geschmacklich kann ich, Candytable lieb ich *freu*)

Sofort hatte ich die Idee, den Candy Table farblich passend zu meiner letzten Wettbewerbs- Hochzeitstorte zu gestalten. Konzepte für Candy Table zu planen und umzusetzen macht mir unheimlich viel Spaß. Die Idee für meine Hochzeitstorte stand schon lange fest: zartgrün, ein ganz wenig Silber und schokobraun {wie, warum und was unsere Irlandreise damit zu tun hat……? später mehr….} ,

irish Fairy Spring Wedding Cake

damit stand die Farbenwahl fest und ich machte mich an die Recherchen ….

Zu einem hübschen Candytable gehören (für mich) passende Gläser, Porzellan, frische Blümchen, passende Tischwäsche und neben dem selbst Gebackenem, auch gekaufte Naschies und vieles mehr. Je größer der Tisch ist, desto mehr Spielraum bleibt mir, für Deko, Kerzen, Papeterie usw.

Einen kleinen grünen Tortenständer von Miss Etoile hatte ich ja (irgendwo tief im Schrank, auch einen in blau, versteckt). Zwei hübsche Kännchen von #greengate in grün hatte ich vor 2 oder 3 Jahren bei Harry & Sally erworben (eins davon war noch schön verpackt). Diverse Vasen und Gläser warteten auch darauf mal wieder  hervorgeholt und poliert zu werden…. Hach, die ersten Probeaufstellungen machten so viel Spaß.

Der Einkauf von Naschwerk, Bonbons , Lollies usw. in genau dem Zartgrün, stellte sich als schwieriger heraus. Knallgrün – kein Problem, aber genau dieses zarte, helle, frühlingshafte Grün? Keine Chance. Zumindest Ende letzten Jahres noch nicht. Somit bastelte ich also erstmal mit Schokolade, Icing, Marzipan, Fondant, Blütenpaste und Lebensmittelfarben in der BurgKüche herum.

Auf der Nordstil Messe in Januar in Hamburg, schlenderte ich mit Peggy von PrettyBeautiful Events durch die Halle mit Süsskram und wir entdecken: Sanddorn. Unzählige neue, tolle Produkte mit Sanddorn *wünsche mir jetzt fast, das irgendjemand bald (demnächst) ein oranges Candytable Konzept möchte*. Aber auch etwas (sehr wenig) in zart grün 😍: ein Hersteller aus Dänemark macht wunderschöne Dragees, eine Confiserie fertigt zartgrüne Schokolade und kurz vor Feierabend orderten wir dann auch noch grüne Möweneier.

Allerdings waren die Liefermindestmengen bei manchen Herstellern so hoch, wirklich nur für den Wiederverkauf geeignet, dass ich mich wieder an die eigene Bastelei setzen musste {zartgrüne Möweneier hab ich nun reichlich vorrätig 😄}.

Das jeder Teilnehmer die Wettbewerbsregeln (mehrfach) lesen sollte, hab ich schon mal hier  geschrieben…. auch ich hab irgendwann die Regeln zum Candytable Wettbewerb ausgedruckt und öööhm nochmal gelesen . Schockiert!
Grundfläche von 50 x 50 cm an keiner Stelle überschreiten…” und gefordert wurden: “… 4 Cupcakes, 4 Cakepops und 4 Kekse…” “… für die Jury Verkostung …ein extra Teller mit je 2 Cupcake, Cakepops, Keksen ..”

KEKSE????

Kekse kann ich nicht. Also nicht in hübsch dekoriert *kraisch*, bestenfalls krumme Cookies…. und 50×50 cm???? Wisst Ihr wie klein das ist????? Wie soll den da all mein hübsches Dekozeug, Blümchen, Bonbons, Tütchen, Schaufeln, Gläschen drauf passen ????

Alles auf Anfang und neu planen! 50×50 cm…… kurzerhand ein 46er Cakeboard eingedeckt und alles neu probiert…..jede meiner gläsernen Bonbonieren war zu groß, optisch völlig unpassend. Das Reduzieren war wirklich schwer. Bei Frau Huttner von Die Schönhaberei entdeckte ich dann ganz kleine, zierliche Glashauben mit Krone. So zauberhaft, die mussten es sein. Zwei wunderbare Mini Tablets entdeckte ich noch in meinem Lieblings-Deko Shop in Lüneburg.

Nonpareille´s, Zuckerperlen, Cupcake Förmchen & Wrapper, Cakepops Stiele, Strohhalme wurden in verschiedensten grün, weiß und Silber bestellt, getestet, verbacken, verworfen und neu probiert. Blütenpasten, Fondant gefärbt, modeliert ausgestochen.

Wochenlang mussten die 3 Burgbuben , Kekse probieren und bewerten. Meine härtesten Kritiker! Geschmacklich war mein Zitronen Rosmarin Thymian Keks, sehr beliebt. Ohne Deko zumindest. Mit Fondantdeko sah es zwar ganz ordentlich aus, aber -so wurde kritisiert- die Deko klebte dann am Gaumen und war zu hart. Royal Icing kann ich nicht, und so verabschiedete ich mich endgültig von der Idee “hübsche” Kekse und entschied mich für “nur” lecker. Nicht mal die ordentlich ausgestochene Form wollten meine Kekse behalten. Selbst nach dem Tips und Tricks aus dem YouTube Video von Betty…..…klappte das bei mir überhaupt gar nicht.

Nicht mal 6 genau Gleiche von gefühlten 795.000 gebackenen wollten es werden. Bei mir ist jeder Keks individuell 😄.

Die 10 ähnlichsten kamen dann in die Endrunde. Wurden mit einer feinen Schicht Limetten- Knallbonbon Schokolade überzogen, mit Mr. / Mrs. aus feiner weißer, mit Kürbiskernöl gefärbter Schokolade beschriftet und mit kleinen Tulpen aus Marzipan dekoriert. Fertig. Schluß, aus, Ende.

Bei den Cakepops waren sich meine Kritiker vom ersten Bissen an einig – lecker. Da durfte (und musste) ich nur noch an der Form rumexperimentieren. Sehr zum Vergnügen der Burgbuben, die dadurch reichlich naschen konnten. Wollte ich doch unbedingt Cakepops in Tulpen Form basteln. Die jeweils 27 gr schwere Schokoladen Bailys Masse hält zwar Kugelförmig gut auf klassischen Cakepops Stielen, in der Tropfenform jedoch, kurioserweise, nicht. Zumindest nicht lange genug.
Dafür nutzte ich dann doch Strohhalme. Mit Candymelts überzogen und zusätzlich mit 6 großen Marzipan Blütenblättern dekoriert ist das Gewicht zu hoch für Cakepopsstiele und sie rutschen irgendwann langsam runter.

Das sollte natürlich auf der Messe keinesfalls passieren und so mussten einige der ersten Cakepops einen harten Test durch stehen: Tagelang unter der Glasglocke im mindestens 25 C warmen Wohnzimmer . Ob der Test für die Cakepops oder für die Burgbuben, die diese NICHT essen durften, härter war, sei dahingestellt 😂.

Das gleiche Testverfahren hab ich natürlich auch mit dem Topping für meine Cupcakes durchgeführt. Hier hatte ich mir zwei Cremes ausgedacht, um das Farbthema wieder aufzugreifen: grüne Pistazien – Kürbiskernöl Creme und Chili Schokoladenganache mit Salzkaramell.

Dark Choc Chili Cupcakes mit Pistazien, Schoko Salz Karamell Topping und heimlicher Himbeere

Für die Messevariante, die ja 2 Tage lang standfest bleiben sollte, musste ich ganz gegen meine sonstige Rezeptbastelei zu mehr Zucker (in Form von gekochtem Salzkaramell unter der  Ganache) und Schokolade greifen.

Die größten Fehler die ich gemacht habe?

Nicht nur das kleine bisschen Zuviel an Zucker, sondern: alles super frisch und hygienischen einwandfrei am Jury Bewertungstag (Samstag) liefern zu wollen, aber alles schon am Anreisetag (Freitag) dabei zu haben.

So habe ich am Donnerstag sehr sehr früh gebacken, Cupcakes und Masse für Cakepops. Anschließend bis spät abends beim Erstgeborenen in der Küche kiloweise Füllungen für die Sponsoren Messetorte (andere Geschichte, folgt noch) mit einem seiner Kollegen auf 1,20 Biskuit Böden verteilt (dickes Danke an Matze) um dann abends “kurz” die Cakepops vorzuformen, zu kühlen und hundemüde ins Bett zu fallen. Am ersten Messetag (Freitag) um 03:00 h aufstehen Cupcakes zu füllen, aufdressieren und Cakepops zu basteln.

Wenn frau so müde ist, reibt frau sich wohl mal unbewusst die Augen???? Anders kann ich es mir beim besten Willen nicht erklären, das sich eine Wimper in meine Marzipan Deko einarbeiten ließ und ich das selber nicht gesehen hab. Wurde natürlich prompt von der Jury entdeckt ! *wie peinlich*! Sowas darf nicht passieren!

Zweite große Fehler, das ich alles auf EIS transportiert habe. Hielt ich es doch für eine kluge Idee, Cupcakes, Schokoladen Deko, Guggles, Macaroons auf tiefgefrorenen Kühlkissen in Styropurboxen zu transportieren und einen ganzen Tag im Vorraum der Wettbewerbsteilnehmer stehen zu lassen….. sah ich dann Samstag früh beim Aufbau das Desaster ….

Nicht nur das die Macaroons umgefallen und angeditscht waren , sondern auch die hochglänzenden Schokoladen Schleifchen und die mit Schokolade ummantelten Guggles waren matt. Stumpf. Nichts davon konnte  durfte so auf den Candytable. Mein Gesamtbild war dahin, viel schlimmer war nachher nur, das ich von Betty erfuhr, das das Cupcake Topping viel zu fest war. Klar war ja fast tiefgefroren 😩. Also selbst nach 2 Messetagen, am Sonntagabend beim Abbau, noch gut kalt 😂. Sorry.

Fazit: zum kurzfristigen Transport an heißen Sommertagen sind gefrorene Kühlpacks geeignet , im Normalfall reicht es völlig aus, die nur auf Kühlschrank Temperaturen in die Styropur Box zu legen.

3. Fehler: die fehlende Beschriftung. Nicht das ich nicht dran gedacht hätte. Hab ich, ehrlich. Sogar hübsch ausgedruckt (und zu Hause vergessen), am Freitag Abend im Hotel bemerkt und Ruth nochmal handschriftlich malen lassen, nur um es dann Samstag früh um 06:45 h genau in diesem Hotelzimmer liegen zu lassen. Das hatte zur Folge, das die Pistaziencreme kritisiert wurde, es seien Puderzucker Krümel drin. War es gar nicht, gar kein Puderzucker drin , sondern frisch gemahlene Pistazien Krümel ….
Obwohl mein Candytable nun sehr minimalistisch, für meine Verhältnisse, da stand und diese Fehler enthielt, hat er wohl dennoch geschmeckt. Bronze (Roségold) und 2. Beste der Kategorie.

Das, sowie die lobende Anerkennung für meine Hochzeitstorte war für mich ein schöner (perfekter) Abschluss meiner aktiven Wettbewerbszeit . Darüber freue ich mich immer noch sehr. Und der nächste Candytable darf gern wieder, direkt aus der Küche, dem Kühlhaus des Erstgeborenen (ohne Umwege, Transport) nebenan in der Location aufgebaut werden 😍 .

Bronze für den Candaytable

 

Ein gemeinsames Foto von Hochzeitstorte und Candytable wollte ich unbedingt machen….. hab ich aber am Ende dieses wundervollen Wochenendes einfach vergessen 😳.