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März 2018

Allgemein Do It Yourself Reisen Rosé

rosé Tortenteller auf Reisen — Teil 3

28. März 2018

 

jiipiii , meine Hasen sind endlich wieder da….  immer noch auf Reisen

 

…wie es dazu kam, das ich auf meine zauberhaften Angsthasen und sämtliches rosé Burgequipment seit Monaten verzichten musste,  habe ich bereits in Teil 1 (hier) und Teil 2 (hier) erzählt. Im

November 2017

wollte ich meine Häschen in Süddeutschland besuchen. Zum Tag des offenen Ateliers in Pforzheim. Klar, das ich wieder genötigt überredet wurde, ein Inferno Törtchen mitzubringen….  Glücklicherweise, darf ich manchmal schon Bilder von der kommenden Drachenfels Kollektion sehen, bevor diese der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Tage lang hab ich vor den ersten Bildern der neuen Drachenfels Kollektion Heimathafen  gesessen, die dort zum ersten Mal präsentiert werden sollten. Wunderschöne neue Schmücker sind entstanden, Anker , Schiffstau , meerblaue Steine, schwarze Steine. Wieder eine Kollektion für SIE und IHN.

Fotoquelle: Drachenfels Design

ach was hatte ich Lust auf ein Törtchen in dem Stil….aber……., es „muss” ja wieder ein Infernoherz sein. Eigentlich mache ich ja nur Unikate. Jedes Törtchen nur einmal. Mit einer Ausnahme!

Seit ich einmal (im  Februar 2014) ein Infernoherz  für Franziska von Drachenfels gebacken habe, wünscht sie sich das immer und immer und immer wieder….. tja, was soll ich sagen…. #freundschaftundso

 

 

Während ich also seit September/Oktober daheim im Norden, Löcher in Teller bohrte, Etageren baute, bastelt Franziska Tassen und Untertassen zusammen. Wie oft wir uns Fotos von Erfolgen und Mißerfolgen schickten… ich weiß es nicht. Wir beschäftigen uns beide, mit uns fremden Materialien.

Denn neben den Törtchendummies sollten Guggelhupf aus Zucker, kleine Muffins und auch Cupcakes entstehen. Allerdings NICHT Essbare. Und aus nicht essbarem Materialen …nichts wäre schlimmer als Sahne-, Fett- oder Schokoflecken auf dem Schmuck

……..auch wenn Schoko auf dem Inferno…. ach, eine andere Geschichte…

Während ich also versuchte Cupcakes aus Beton zu “backen”, goß man in Pforzheim mit Gips die Förmchen aus. Verschiedene Topping Varianten aus Royal Icing (und anderen furchtbaren Materialen, über die ich NICHT sprechen möchte) später, durfte ich dann endlich wieder an meine essbaren Materialien. Endlich!

Infernoherz oder Heimathafen

Die Bilder der neuen Kollektion Heimathafen haben mich so angesprochen, das ich beschloss, etwas davon auf das (geforderte) gewünschte  Infernoherz Törtchen zu platzieren. Damit hab ich Franziska’s Wunsch nach Herztorte erfüllt und gleichzeitig wieder ein „anderes“ Törtchen gebastelt.

Denn all die Infernoherzen , die ich je für sie gemacht hab, sehen immer etwas anders aus. Ein klein bisschen anders. Vielleicht sollte ich mal zählen , wieviele es wirklich gewesen sind? Es müssen unzählige sein, kleine aus Fondant, später aus Modelierschokolade, große als Torte mit Drachen, ohne Drachen, mit Spinne und und …

Und nun mit dem Heimathafen!

 

Kollektion Heimathafen

Fotocredit: Drachenfels Design, Kollektion Heimathafen

Das Ankerkreuz mit Totenkopf wollte ich aus Zuckermasse nachbauen…. und den kleinen Ring aus Schiffstau ….

Schon von den ersten Fotos war ich fasziniert (im Original sind die Silber Schmuckstücke jedoch noch unfassbar schöner).

 

 

Nur das Infernoherz Törtchen war mir natürlich zu langweilig, also bastelte ich nebenher auch noch an der Deko für ein zweites Törtchen. 2 Tage Open Atelier — 2 Törtchen dachte ich noch hochmotiviert…..

Passend zur Deko im Raritäten Zimmer wollte ich ein paar kleine Tassen, Teller aus Blütenpaste herstellen und genau so krumm und schief aneinander kleben, wie Franziska das mit dem alten Porzellan getan hatte.

Jedoch, Zuckerkleber ist halt anders als Sekundenkleber…. nach einigen (Zucker-)Scherben, entschied ich mich für (nur) EINE Tasse!

Das (essbare) Törtchen aus Biskuitböden wurde gefüllt wie Franziska’s Geburtstagstörtchen.  Anschließen genau wie die Deko Törtchen klassisch mit weißem Massa eingedeckt. Die Cake Lace Spitze drumherum jedoch nicht in rosa, sondern passend zum FunCakes Cakeboard in roségold.

Kleine handgemalte Röschen zierten das Zuckertässchen. Der Goldrand der Tasse war ebenfalls roségold, ebenso die Flammen der Schokoladen Infernoherzen. Diese kamen mit ein paar Lakrids Kugeln in rosa, schwarz, bronze oben in das Tässchen.

Ein drittes Törtchen musste auch noch mit. Ein ganz kleines, gefüllt mit selbstgemachtem Eierlikör überzogen mit schwarzem Mirrowglaze. Denn immer zum Tag des offenen Ateliers hat meine/unsere liebe Freundin Tine Geburtstag. Und den feiern wir, zum dritten Mal in Folge, bei Drachenfels in Pforzheim.

 

Pforzheim

Voll gepackt fuhr ich dann am Freitag endlich Richtung Pforzheim und kam spät abends, sehr durchgefroren dort an.

Torten müssen gut gekühlt transportiert werden, schließlich möchte ich nicht, das irgendwer sich den Magen verdirbt. Also fahre ich ohne Heizung, mit dicker Daunenjacke, siebenundzwanzig Schals und Decken. Bei wärmen Außentemperaturen mit Klimaanlage, bei diesem Winterwetter mit geöffneten Dachfenster. Die Torten gut auf Kühlakkus in Ohlro Styropur Boxen.  verstaut. Den aller besten Tortentransportboxen überhaupt.

Da es draußen leichte Minustemperatuten hatte, durften die Torten den Abend und die Nacht im Auto bleiben, während ich direkt vor dem Kaminfeuer geparkt wurde. Unter dicken Daunendecken bekam ich meinen ersten Tee mit Whisky oder eher: einen heißen Whisky mit etwas Tee serviert…

Ob nun der „Tee“ , die Fahrerei oder das heiße Bad oder alles zusammen dazu führte, ich schlief sofort relativ früh weg….

Am nächsten Morgen war ich dann auch dementsprechend sehr früh auf und wir fuhren ins Atelier.

Wieder war wie in den vergangenen Jahren alles wunderschön hergerichtet. Der Eingangsbereich hatte diesmal extra eine Männerecke. Männerparkplatz. Mit Whisky!

Platz für Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs

 

Die Tische, das Buffet waren so  schön dekoriert, alles mit einem Hauch rosa…. selbst in den Schmuckvitrinen von Mr. heartbreaker  war überall etwas rosa.

 

heartbreaker Froggy

 

Lauter kleine Cupcakes , Guggelhüpfchen versteckten sich zwischen den Schmückern oder dienten als Schmuckstünder. Wie anders es hier aussah, so rosarot.

 

Kollektion kleiner Ritter und feine Freiheiten

 

Dann der Blick ins Raritäten Zimmer. War es die letzten zwei Jahre als Jagdstübl dekoriert, mit grünem Moos, Wurzeln, Ästen, Pilzen, Feen und den wundervollen Geweihen an der Wand, stand hier nun der Traum in rose!

Meine erste Reaktion:

Alice verlässt das Wunderland! Und Jonny, um hier einzuziehen.!

Oder ich ziehe hier ein, mein Hausrat ist ja schon hier!

War schon ein tolles Gefühl all mein Hasen, Teller & Co wiederzusehen und alles so schön in Szene gesetzt.

 

 

Viel Zeit blieb mir nicht, allein mit diesem Anblick, denn die ersten Freunde und Mitarbeiter trudelten ein. Eine große Wiedersehenfreude, einige dieser tollen Menschen seh ich nur einmal im Jahr, hier zum Open Atelier, andere auch öfter.

Aber diese Tage im November sind immer etwas besonderes .

Nicht nur für uns „Freunde des Hauses“, nicht nur weil wir hier 3-5 Tage Zeit miteinander verbringen können. Sondern auch für alle anderen Gäste.

Niemals hat man sonst die Chance ALLE Schmücker nicht nur im Original zu betrachten, sondern auch anzufassen, auszuprobieren und sich mit Anderen darüber auszutauschen.

Schneewittchen Ring mit Topas

Es entstehen wunderbare Gespräche zwischen eben noch Fremden, jetzt strahlenden Gleichgesinnten. Da wird „der“ Ring, „die“ Kette angezogen, von der man(n) oder Frau schon lange schwärmt, da wird sich gegenseitig beraten. Und manchmal entdeckt man/frau ein Schmuckstück, welches eigentlich nie auf dem Wunschzettel stand. Jetzt aber, hier im Original viel besser zu einem passt, als das eigentlich vorher Gedachte.

Auch immer wieder spannend und faszinierend zugleich — der Blick hinter die Kulissen.

An diesen Beiden Tagen, darf den Gold- & Silberschmieden in den Werkstätten über die Schulter und auf die Finger geschaut werden.

Hier ist live zu erleben, mit welchem Aufwand die wunderbaren Schmuckstücke in Handarbeit gefertigt werden.

 

Auch den eigenen Schmuck darf man mitbringen, zur Reparatur, zur Aufarbeitung meist am gleichen Tag, wieder auf Hochglanz (wie neu) poliert, mitnehmen. Es sei denn man hat Sonderwünsche und Veränderungen, die etwas mehr Zeit brauchen (z.B. eine Kette in ein Armband verwandeln zu lassen oder sowas kompliziertes oder ein kaputtes Armband ….sorry liebe Frau Petra …) .

Auf jeden Fall ist so ein Besuch im Atelier immer ein Highlight, neben frisch geputztem Schmuck, vielen Einblicken in die aufwendige Handarbeit, ganz großartigen Begegnungen mit tollen Menschen, egal ob alte Freunde oder neue Bekanntschaften, evtl. neuen Lieblingsklunkern, wird man hier auch kulinarische auf‘s allerfeinste Verwöhnt.

Damit meine ich jetzt NICHT meine zwei Törtchen. Denn zum einem gibt es noch viel mehr mit ganz viel Liebe von Freunden gebackenes Naschwerk, aber auch und vor allen Dingen ein

hervorragendes Buffet!

Wer auch mal hemmungslos Schmücker probieren, sich austauschen und verwöhnen lassen möchte:

Save the Date:

Die nächsten Tage des Open Atelier finden am 17. und 18.NOVEMBER 2018 statt.

Achtet ab April auf die Ankündigungen beim Drachen Blog oder der Facebook Seite um die Ankündigung nicht zu verpassen.

Aber seit schnell, die Plätze sind begrenzt und sehr begehrt.

 

Nach dem Wochenende im Atelier gönnen wir uns Montags immer einen langen Spaziergang am Fluß (manchmal schubsen mich meine Lieben auch durch die Wälder des Schwarzwaldes), um dann mit dem Rückbau von einer phantastischen Eventlocation zu einer arbeitstauglichen Firma zu beginnen.

 

 

Rückreise ohne Hasen

Hatte ich hier gedacht ich könne nun alles von meinem rose Hausrat wieder mitnehmen, wurde mir kurz „verkündet“: Nö! Bleibt hier!

Ähm, a l l e s ??? Okok, ein paar der großen silbernen Cakestands, meine rosé Laternen (all das rosapinke Zeug was es eh nicht ins Raritätenzimmer geschafft hatten) und die  roségoldene  Teekanne könne ich wohl schon wieder mitnehmen. Der Rest zieht jetzt erstmal nach Stuttgart.

Frau B. wünscht sich das als Weihnachtsdekoration für den Stuttgarter Drachenfels Shop. Wann immer Ihr  zu Besuch in Stuttgart seit, schaut dort mal vorbei….

Leider habe ich davon keine Fotos….

 

Aber auch nach Weihnachten kamen hier keine Hasen zurück….

Offensichtlich gefiel meinen Hasen, Tortenständern und Tellern Süddeutschland so gut, das sie beschlossen, Frau von Drachenfels zu überreden, das sie mit nach München dürfen.

 

Wollt Ihr wissen ob ich meine Hasen und Tellerchen in München auch besucht habe? Oder für welchen Lacher des Tages meine vorlaute Art gesorgt hat?

Dann schreibe ich noch schnell ein paar Zeilen dazu…… Oder lieber ein schnelles  Rezept zu Ostern? Ich verschwinde nämlich jetzt mal in der Burgküche und köchel ein kleines Eierlikörchen oder sowas…

Update:

Hasenbesuch in München und in welche (schwimmbadgroßes) Fettnäpfchen ich (kopfüber) gesprungen bin….. hier in Teil 4.

 

herzliche Grüße

Eure Burgherrins

 

Allgemein Ausflüge Cake Art Kurse / Workshops Reisen Rosé Süßes

rosé Tortenteller auf Reisen — Teil 2

27. März 2018

Vom Sommerbesuch meiner Freundin Franziska hatte ich Euch ja schon HIER in Teil 1 erzählt..

Nach einem Besuch auf dem Isemarkt, einem Ausflug ans Meer zum durchlüften des verkorksten Hirn, einem Tag Ruhepause, während sie meine Burg putzte, kramten wir am Folgetag dann alles an rosa Tortenkram hervor.

Zum Tag des offenen Ateliers bei Drachenfels im November, plante Franziska die Deko mit viel antikem Geschirr, Bestecken, alten Stoffservierten, alles irgendwie  in Richtung

Alice im Wunderland.

Das mir die passenden Torten Ideen durch den Kopf schwirrten, ist wohl nicht extra erwähnenswert. Sah ich doch schon Grinsekatze, Hase und Hutmacher in Zucker und Modelierschokolade vor mir…

Kurzerhand holten wir mein Geschirr, Tortendummies aus Styropur und sämtliche Schmücker von uns Beiden hervor.

Probeweise dekorierten wir die Styropur Dummies auf meinem Esstisch, powerten & pushten uns mit weiteren Ideen gegenseitig .

 

 

Als endlich klar wurde, wie viele Törtchen, also Dekotörtchen sie sich wünschte, wurde mir Angst und Bange….würde ich das allein schaffen?

Spontan  entschied ich, sie zu „unterrichten“, also ich erhoffte mir eine Arbeitserleichterung….

Das hatte zur Folge, das Franziska einen Spezial Crashkurs in Sachen Cake Art von mir bekam. Törtchen Dummies eindecken. Wie gut, das ich immer ausreichend Styropur Dummies und  Massa Fondant daheim hatte.

 

Cake Art Workshop geben ist schwieriger als gedacht….

Zunächst musste Frau von Drachenfels jedoch die schwerste Prüfung bestehen, Haare hochbinden,  raus aus dem chicen schwarzen Outfit  und sich in hell rosé von mir einkleiden lassen.

Nicht das Ihr jetzt denkt, ich sei völlig wahnsinnig und meine Burg dürfe nur in rosé betreten werden.. {ja, ok, etwas wahnsinnig bin ich schon mit meinem rosé Tick }. Aber in dem Fall, kann ich Euch versichern, hat das nur einen praktischen Hintergrund:

tragt helle Kleidung, weiße (oder zart rosé) Kleidung, wenn Ihr mit Fondant oder Modelierschokolade arbeiten wollt! Denn alles Dunkle fusselt! Nichts ist ärgerlicher, als ein wunderschönes eingedecktes Törtchen oder ein modelliertes  Stück auf dem sich schwarze Fusseln befinden.

 

 

Ist die rosé Liebe ansteckend?

Ob es nun an meinem rosé T-Shirt, meinem Lieblings Schürzli oder gar an meinem rosé Werkzeug lag????? Oder vielleicht auch an allem anderen dieser rosé Burg…. ich weiß es nicht, aber ich schwöre, ich hab diesen Vorschlag NICHT gemacht! Ich nicht!

Franziska beschloss plötzlich die Eventdeko soll rosa &  rosé werden…… also deckten wir die Cakeboards in rosa ein. Je Kilo weißen Massa haben wir 70 Gramm Pink untergemischt um das perfekte rosa für sie hinzubekommen.

 

Also eins sage ich Euch nochmal, einer Goldschmiedin das Eindecken von Torten beizubringen, ist gar nicht soooo einfach

Ob ich zu streng bin, als Lehrerin ?

Hab ich zuviel  gemeckert? Die Augenbrauen zu oft hochgezogen?

Wie oft ich gesagt habe: NICHT so fest drücken, sanft andrücken , mit Gefühl, zart ausstreichen, glätten. NICHT den Ellbogen nutzen usw. — ich habe es nicht gezählt …..(auch nicht wie oft ich Ihr den Dummie einfach weggenommen hab).

Das erste was Goldschmiede in ihrer Ausbildung eingetrichtert bekommen, ist wohl FEST zupacken und mit dem ganzen Körper arbeiten. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie oft ich verzweifelt „nicht so doll drücken“ gesagt/gejammert habe?? Und wie froh ich war, das wir mit Styropur Dummies und nicht mit echten Torten geübt haben?

 

Irgendwann hab ich Frau von Drachenfels mit einem Glas Wein in die Badewanne geschickt. Und alle Dummies nochmal geglättet.  Cake Lace Masse in dem gleichem rosé Ton gefärbt. Das durfte Franziska dann in die Matte streichen  und backen. Angeklebt hab ich das lieber selber wieder …

Befürchtete ich anfangs noch mir die eigene Konkurrenz heran zu züchten…

…und damit evtl. meine Position als Drachenfels  Haus & Hof  Törtchenlieferant zu verlieren, habe ich wohl das Gegenteil erreicht. Frau von Drachenfels stellte am Ende des Folgetages fest, dass sie in Zukunft lieber weiter Schmuck herstellen will, als jemals wieder ein Törtchen zu machen ( befürchte nur, das dass im Umkehrschluß bedeutet, ich muss mein Leben lang Infernotörtchen backen…).

Die  fertigen Törtchen (Dummies) landeten sorgsam in rosa Kartons zur staubfreien Trocknung und warteten brav auf ihre Reise im November, während sich mein „Lehrling“ am nächsten Tag ins Flugzeug setzte, um sich endlich wieder (mit vollem Körpereinsatz) ihren Meisterhaften Gold- und Silberstücken zu widmen.

 

Bis November war noch Zeit, also habe ich erstmal ein paar

Teller gebacken.

Das meine Herzfreundin auf Etageren steht, weiß ich schon lange. Die Eine oder Andere ist auch schon in Pforzheim gelandet. Aber zu ihrem Geburtstag wollte ich ihr eine besondere machen. Es gibt wunderbare Porzellanstifte, die nach einem Brand im Backofen, sogar spülfest sein sollen. Das musste ich ausprobieren

Der Porzellan Malstift hält übrigens auch auf Metall.

 

Mein rosé Hausstand zieht aus

Den  Großteil meines rosa / rosé Burgequipments habe ich bereits im Oktober 2017 nach Pforzheim gebracht. Gemeinsam mit dem Franz Törtchen und einem Geburstagsgeschenk zum 39stem…

 

Natürlich passend zum kommendem Event im November bei Drachenfels Design im Atelier.

 

Apropos November: am Tag des offenen Ateliers sah ich dann meinen Hausstand wieder 💗 . In Pforzheim.

Dazu dann in Teil 3 der Geschichte mehr…

 

herzliche Grüße

eure Burgherrins

Allgemein Cake Art Lifestyle Meer Reisen Rosé

rosé Tortenteller auf Reisen — Teil 1

27. März 2018

Das ich einen kleinen rosa Tick, eine Leidenschaft für rosé habe ist ja nicht ganz unbekannt. Das ich aber bereit bin auf einen Großteil meiner rosé Schätze zu verzichten und das über Monate, ist schon unglaublich, oder?

War aber so. Fünf Monate war ich ohne Tortenteller, Etageren, Cupcakes Teller, Cakestands usw. Alles was rosa, rosé, weiß oder kupfer Farbend (sogar einiges in Silber) hier wohnt, war ausgezogen. Oder quasi im Urlaub.

rosé Tortenteller im Urlaub auf Reisen..

..und das kam so (Achtung, wird länger…..)

Ihr wolltet wissen wo mein rosé rosa Hausrat sich in den letzten Monaten rumgetrieben hat? Warum ich zum Bloggerworkshop auf der Tortenmesse Hamburg keine rosa Tortenständer zum Foodfotografie Workshop mitbringen konnte? Und was das alles mit Freundschaft zu tun hat?

Hier also Teil 1) der Geschichte:

Im letztem Sommer ging es mir nicht wirklich gut. Also eigentlich ging es mir sogar richtig mies, nicht nur die starken Schmerzen machten mir extrem zu schaffen, sondern auch der Gedanke , der offensichtlich aussichtslose Gedanke, das meine Hand nie wieder besser sondern, nur noch schlimmer werden kann.

Das erzählte ich aber niemanden, im Gegenteil, da ich nicht jammern mag, aber auch nicht lügen will, zog ich mich zurück. Tief, in den tiefsten, Tiefen des Burgverließ. Kein fb, kein Insta, kein Telefon — nichts, gar nicht mehr. Bloß das niemand mitbekommt, wie doof grad alles ist.

Merkt schon keiner, dachte ich, wenn ich mal ne Woche nicht online bin. Es war wohl keine Woche, sondern Wochen. Das ist mir aber seinerzeit  überhaupt nicht bewusst gewesen. Und ich habe nicht mit der Hartnäckigkeit einiger besonderer Menschen gerechnet.

Diese besonderen Menschen, die hinten rum, den Erstgeborenen anschrieben, die nicht aufhörten anzurufen, Mails und Briefe zu schreiben — auch wenn ich die erst Monate später gelesen und beantwortet habe. All Euch sage ich hiermit nochmal DANKE, und sorry. Wollte nie, das Ihr Euch Sorgen macht! Aber in so richtig doofen Zeiten fällt es mir noch schwerer um Hilfe zu bitten, als an normalen Tagen, deswegen ziehe ich mich lieber zurück.

Und dann gibt es noch so besondere Freunde, mit der Lieblingstochter Kontakt aufnahmen und sich einfach mal ins Flugzeug setzen und angerauscht kommen.

Die Ankündigung, das Franziska kommt, riss mich vom Sofa und aus dem Burgverlies. Schließlich musste ich nach Hamburg um sie vom Flughafen abzuholen.

Der erste Schritt zurück

war also getan. An einem Freutag früh landete sie und ich musste mir Gedanken zum „Programm“ machen. Schließlich wollte ich nicht als Gastgeberin, oder gar als Freundin versagen…… also schlug ich vor, direkt vom Flughafen aus, nach Hamburg rein und einen Besuch auf dem Isemarkt. Zwischen Käse, Fleisch, Fisch, frischen Blumen, findet frau hier jeweils Dienstag und Freitag hier auch die frischesten Kräuter, Früchte und Gemüse aus der Region und der ganzen Welt.

Da Franziska auch so gern auf einem Markt einkauft, schlemmten und shoppten wir uns von Stand zu Stand und hatten anschließend reichlich Vorräte für unser Wochenende beisammen. Das ich dabei sehr genau hinhörte und welche Vorlieben dieses Marktbesuches später in einem Törtchen landenden, erzählte ich hier unter: Franztörtchen statt Franzbrötchen.

„Aber bitte nur an das Meer , welches auch da ist“,

Den Samstag verbrachten wir am Meer. Das ist so eine sehr private Sache zwischen uns, wenn Franziska im Norden ist, müssen wir ans Meer.

Sie meint die Ostsee. Auf keinen Fall an die Nordsee. Das Meer sei entweder nicht da, wenn sie kommt oder dunkelbraun und grau. An der Ostsee haben wir ganz spezielle Orte voller Erinnerungen. Doch  diesmal wollte sie was anderes. Einen neuen Ort, einen ohne bisherige Erinnerung. Finger auf die Karte….. Stop, ok,

 

Wismar oder Insel Poehl?

Beides. Frohgemut fuhren wir frühmorgens los, vergaßen den Champagner im Kühlschrank. Wir trinken immer Champagner am Strand, egal bei welchem Wetter! Das ist ein Ritual und wir haben immer zwei zusätzliche Gläser oder Becher dabei. Für die Lieben, die nicht mehr körperlich mit uns am Strand sitzen können…..

Diesmal war alles anders.

Insel Poehl, neue Insel, neue Rituale

Das erste Restaurant welches wir uns zum Mittagessen ausgesucht hatten, lag direkt am Wasser. Und hatte leider extrem unmotiviertes (um nicht sehr unfreundliches , sagen zu müssen) Personal. Da sind wir direkt wieder raus. Schräg gegenüber stand eine geschwärzte Holzbude, daneben räucherte der Fisch. Das war es.

Sanddorn Likör statt rose Champagner

Dann eben Fischbrötchen auf die Faust und wir fahren weiter. Klappte aber nicht, dort war es so nett und lustig, das wir uns davor nieder lassen mussten. Ich viel Spaß an den lustigen Gesprächen zwischen der süddeutschen Unwissenheit und der schlagfertigen Norddeutschen Art hatte und wir durch den Ureinwohner am Räuchofen , die interessantesten Dinge zur Inselgeschichte erfuhren. 2—4 der leckersten und frischsten Fischbrötchen der Welt und einer kleinen Flasche Sanddornlikör später, besichtigten wir die Reste des Schloß Poehl und fuhren zum nächsten Strand.

Mit Blick auf‘s Meer, Sanddorn Likörchen aus geschenkten Plastikbecherchen, Schmuck im Sand fingen wir an erste Ideen für das kommende Event bei Drachenfels zu spinnen. . . .

 

Spät, sehr spät, nach einem köstlichen Abendessen mit dem frischesten Fisch direkt vom Kutter in Wismar, kamen wir zurück. Den Sonntag verbrachte ich überwiegend flach liegend, während sich meine liebe Franziska um Küche & Co kümmerte. Nicht nur das sie aus unseren Einkäufen der letzen zwei Tage köstliches zu Mittag— und Abendessen zauberte, Nö, sie putzte auch noch.

Oh man war das peinlich. Mir zumindest! Sehr peinlich. Das gehört zu einer Freundschaft dazu, sagt sie! Ja, sag und mache ich auch, wenn ich anderen helfen kann, aber das selber annehmen? Fällt mir sehr schwer…

 

Alice im Wunderland

Am Montag spannen wir weiter verrückte Ideen zum Drachenfels Event im November. Franziska hat die Idee zu einer Alice im Wunderland ähnlichen Tafel. Alte Tassen, Teller und Besteck.. und dazwischen ihre Schmuckstücke.

Klar das mir bei solchen Vorlagen direkt Törtchen Ideen kommen, oder?

Mein Esstisch ist fast so groß wie der Besprechungstisch im Atelier von Drachenfels, der diente dann als Mustertisch. Flugs waren ein paar nackte Tortendummies aus Styropur geholt. Darauf legten wir unsere Drachen Schmücker…. nur mal so zur Probe. Ein paar Tortenständer und Teller… und dann jagte hier eine Idee die Andere… und Franziska wühlte sich durch mein rosa, weißes, Roségoldenes, silbernes Equipment…

Ist rosa Liebe ansteckend?

Nicht, das es hier auch Tortenständer in hellblau, grün oder gelb gibt…. aber Frau von Drachenfels entdeckte plötzlich wie schön das rosé aussieht! Und fand in den Tiefen meiner Schränke noch reichlich Zubehör, welches ich so gut versteckt hatte, das ich schon gar nicht mehr wusste, das ich sowas besitze . . . . {nein, Spaß! Zu jedem, fast jedem meiner liebsten Stücke gibt es eine Geschichte. Vieles habe ich mir seit mehr als 20 Jahren auf Reisen zusammen gesammelt, einiges sind besondere Geschenke, aber an allem hängt eine Erinnerung!

Meine Angsthasen z.B. habe ich in Hamburg gekauft, vor zwei Jahren. Diesen Tag habe ich mit wundervollen Dana an der Alster verbracht und dort den Apropos Store besucht. Dana hab ich übrigens auch über unsere Liebe zu Drachenfels Schmuck kennengelernt.

Eigentlich wollte ich mir an dem Tag nur die Schatzkistchen von der Giftcompany anschauen, die ich in rosé im Internet entdeckt hatte. Statt der Kiste sind dann ganz viele Häschen bei mir eingezogen. Die schauten mich so an, das ich sie einfach retten musste!

Offensichtlich schauten sie dann auch Frau von Drachenfels so an, denn auch die landeten in den „das nehm ich mit—Kartons“. Ebenso wie sämtliche
Elche, Minitortenteller & Teekanne in rosé gold,
Etageren, Macaroonteller , Cakestands in weiß,
Frosch, Schlüssel, große Tortenständer in Silber und eben alles andere  in rosa & rosé!

Also mitgenommen hat sie nicht allzu viel. Das habe ich geliefert. Und hatte etwas Sorge, das mich ihr Liebster, Mr. Heartbreaker, direkt vom Hof jagt, wenn er das ganze rosa Zeug sieht….

Im Oktober, zu ihrem 39stem Geburtstag, brachte ich nicht nur eine Wagenladung Tortenständer, Hasen, Elchen & Co. sondern auch ein kleines Minitörtchen in ORANGE nach Pforzheim. Hatte sich Frau von Drachenfels auf dem Isemarkt in HH doch über Süßkartoffel, Kürbis  und Mango gefreut, hab ich all das und die Reste unseres Sanddorn Likörs von der Insel Pöhl in einem Rezept verarbeitet.

Oranges Franz Törtchen — REZEPT — hier entlang bitte.

Zur Besänftigung habe ich ein paar Mini Cupcakes für den Göttergatten des Geburtstagskindes gebacken.

Nachdem er diese genussvoll verspeist hatte, durfte/musste er nämlich das Auto entladen… . und all das rosa Zeug betrachten und sich all die verrückten Ideen zum Tag des offenen Ateliers anhören…

Und durfte als Erster sehen, was seine Frau bei mir an eigener Törtchen Deko gezaubert hatte.

Die nackten Styropur Dummies haben wir nämlich hübsch verpackt. Quasi hab ich einen Kurs in Cake Art gegeben.

Eins sag ich Euch.. einer Goldschmiedin das arbeiten mit dem Zuckermaterialien bei zu bringen, ist nicht so einfach

(nervenaufreibend sag ich jetzt nicht), macht Euch selbst ein Bild davon! Hier geht’s gleich zu Teil 2

 

 

 

 

Allgemein Rezepte Rosé Süßes

Möhrenkuchen ohne Mehl, ohne Ei oder jipii, meine Hasen sind zurück

20. März 2018

Schönster Sonnenschein (bei eisiger Kälte) zauberte gestern ein tolles  Licht in mein Wohnzimmer.  Und ich hatte zwei große, sehr große, Umzugkistengroße, Kartons auszupacken…..

 

jipiii, meine Hasen sind zurück,  pünktlich zur Osterzeit …

… und nicht nur meine Hasen, sondern auch alle Tortenteller, Tortenständer usw.. Quasi ALLES was es an rosa „Kram“ hier so gibt/gab war nämlich monatelang nicht da.

 

 

Warum ich all meinen liebsten Schätzen die  monatelange Reise von Lüneburg nach Pforzheim, von dort über Stuttgart nach München und zurück nach Pforzheim erlaubt habe? Und was das mit Freundschaft zu tun hatte? Erzähle ich Euch gern in Teil b) dieser Geschichte.

Inspiriert vom auspacken meiner Schätze musste ich das tolle Tageslicht gleich  auszunutzen um Fotos zu üben. Die ersten unbearbeiteten Bilder zeigte ich direkt bei facebook und Instagram und fragte Euch , was Ihr als erstes sehen wollt:

a, b oder c ?

a) jipiiii, meine Hasen sind pünktlich zur Osterzeit zurück..
oder
b) warum sämtliches rosa Torten Equipment ausgezogen war
oder
c) welche {verrückten} Ideen mir auf einer Baustellenbesichtigung kommen und ob sich das umsetzen läßt?

Die Antworten waren unterschiedlich, mehrheitlich einig wart  Ihr Euch nur bei a, b und c. Alle 3. Ok,ok, dann eben chronologisch:

Heute also a)

ich freu mich sehr, das die liebe Franziska von Drachenfels nicht nur meine rosa Welt zurück geschickt hat, sondern auch noch 2 neue Kaffeebecher in rose mitschickte.

Diese limitierten Kaffeebecher gibt es bei einer Bestellung im Drachenfels Design Shop dazu. Aber immer nur für sehr, sehr  kurze Zeit! Und jedes Jahr mit anderen Motiven (ich erwähne lieber nicht, das ich ALLE Motive habe).

 

Eure Kommentare haben dazu geführt, das ich heute schon seeehr früh, einen passenden Kuchen zu meinen Hasen backen wollte. Die Osterkeks Reihe von gestern ist leider nicht fotogen genug {hab ich mal erwähnt? Kekse kann ich nicht!}

Allerdings war es sehr früh, zu früh für meine Nachbarinnen. Die Hühner hier schlafen um die Uhrzeit noch und so hatte ich kein einziges Ei im Haus und musste improvisieren….

 

Das Rezept ist dadurch vegan, eifrei, mehlfrei , aber sehr lecker geworden. Ihr könnt es jedoch auch mit Ei und Butter backen, die Alternative schreibe ich Euch drunter.

 

Möhren Kuchen ohne Mehl – ohne Ei (vegan)

3 große Möhren und
1/2 Kurkuma Wurzel- fein raspeln und mit dem Saft
1 großen Bio Zitrone beträufeln. Die Zesten der Schale ebenfalls hinzugeben.          {kleiner Tip: beim Reiben von Kurkuma lieber Handschuhe tragen, dann vermeidet Ihr ostergelbe Finger!}

2 Bananen 🍌 und zermatschen und mit
80 gr Kokosblütenzucker sowie
100 ml Öl verrühren.

200 gr Mandeln (gemahlen)
1 TL Weinsteinbackpulver
1 Prise Zimt
1 Prise Orangensalz
1 Prise Pfeffer
1 Prise Muskat vermischen und unter die Bananenmischung geben.

Möhrchenmasse vorsichtig unterrühren.
Für ca. 40-50 Minuten bei 150 C Umluft backen – Stäbchenprobe nicht vergessen!!

Alternativ NICHT vegan: statt Bananen und Öl mit Ei und Butter

4 Eier trennen – Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen, beiseite stellen
Eigelb mit
80 gr Zucker
1/2 Mark einer Vanilleschote
150 gr weiche Butter dazu und cremig aufschlagen.

Alles wie zuvor, nur das Eiweiß erst ganz zum Schluß vorsichtig unterheben.

 

Die Teig Menge reicht für eine 15er Form und zwei Muffinsförmchen. Generell backe ich immer einen kleinen Teil des Teiges in Muffinformen mit, zum testen der Backzeit und als kleinen Test für meine beiden Qualitätskontrolleure . . .

Zu der nicht-veganen Variante eignet sich auch ganz wunderbar ein Topping aus Joghurt Buttercreme. Hier mal ein Rezept, welches ich schon vor 2 Jahren bei fb veröffentlicht habe:

 

Joghurt Buttercreme

100 gr feine irische Butter mit
80 gr gemahlenen Xucker (oder Puderzucker nutzen) cremig aufschlagen.
2 Pack Philadelphia Joghurt unter rühren,
frisch gepressten Saft einer Blutorange, tröpfchenweise dazu geben. Ergibt eine tolle zart orange-gelbe Farbvariante

Mit der Konsistenz lasse sich auch die Blümchen und Blätter mit den Niftynoozzles spritzen. Kleine Schokohasen zum dekorieren nutzen, z.B. diese Köstlichkeiten von der Burg Lauenstein

 

 

Bilder aus März 2016, Foto vom heutigen Rübli Kuchen folgt, sobald er abgekühlt und dekoriert ist.

 

So und wer nun geduldig bis bis zum Schluß gelesen hat, der hat die Chance auf einen rosa Drachenfels Design  Kaffeebecher!

Geteilte Freude ist doppelte Freude und deswegen verschenke ich eins,  dieser königlichen Trinkgefäße. Schreibt mir einfach, welcher Königin Ihr diesen Kaffeebecher weiter schenken würdet, oder warum Ihr die richtige Königin für diesen Becher seit.

 

Zeit habt Ihr, solange ich an Artikel b) [und vielleicht auch c) ? ] schreibe.

 

herzliche Grüße

eure Burgherrins

Rezepte Süßes

Nusstorte Burgherrins Art – das Rezept

16. März 2018

 

Nusstorte Burgherrins Art

Danke lieber Michael salzigsüsslecker für die Titelidee.

Für Euch,  nun mein Rezept zum Burgruinen Nusstörtchen, wieso, warum weshalb, wofür ich die gebacken hab? Na für die zukünftige Burg eines meiner Lieblingsmenschen. Habe ich bereits unter:

Die seltsamen Wege zur Rezeptidee erzählt.

 

Herstellung der Baumaterialien für das Ruinen Törtchen:

Böden:
Schokoladen Nuss Kuchen:

4 Eier mit
150 gr Kokosblütenzucker schaumig aufschlagen

100 gr Mehl,
100 gr Haselnüsse fein gemahlen,
50 gr Backkakao,
1/2 Mark einer Vanilleschote,
Prise Salz und
1—2 TL Weinsteinbackpulver vermischen und unter die Eimasse heben.

Teigmasse auf zwei 15er Formen aufteilen und bei 160-170 C/Umluft für ca. 20-30 Minuten backen. Bitte macht einfach eine Stäbchenprobe , weil jeder Ofen etwas anderes backt.
Natürlich kann mal auch alles in einer Form backen, dann verlängert sich aber a) die Backzeit und b) muss man später auch noch Böden schneiden.

Während die Böden backen oder auskühlen, kann schon Buttercreme und dreierlei Ganache vorbereitet werden.

Burgherrins Buttercreme

250 gr gute Butter, (ich schwöre ja auf die Irische!) lange aufschlagen bis sie sehr hell wird. Unter Rühren erst das Mark
1 Vanilleschote, sowie den Abrieb 1 Zitrone, dann
1-2 Gläschen Burgen Drinks Nussler und
180-220 gr feinen Puderzucker hinzufügen, bis eine feste Masse entsteht. Je fester desto besser. Zum Schluß löffelweise ca. 100 — 120 gr Quark mit einrühren lassen.

Ganache:

200 gr Zartbitter in 200 ml heißer, nicht kochender Sahne unter Rühren schmelzen lassen. Jeweils noch

350 gr Karamell Schoki (oder auch Vollmilch) und

450 gr weiße Schokolade , ebenso in heißer Sahne zur Ganache verrühren.

Buttercreme und Ganache gut kühlen. Am besten über Nacht.

Am nächsten Tag die drei Ganache(s) [weiß bitte irgendwer, wie die Mehrzahl von Ganache heißt ????] aufschlagen. Wenn Ihr, wie ich, eine Küchenmaschine nutzt, dann beginnt mit der Weißen Ganache, füllt diese anschließend in einen Spritzbeutel.

Tipp:
nutzt die gleiche Rührschüssel dann für Vollmilch oder Karamell Ganache. Sobald diese im Spritzbeutel ist, dann wieder die Schüssel für die Zartbitter Variante nutzen. Das spart in diesem Fall etwas Abwasch. Aber nur in diesem Fall!
Mir ist die Idee erst jetzt, im Nachhinein gekommen, nachdem ich alle 3 Kitchenaid Schüsseln im Gebrauch hatte. Und mir eine Vierte für die Buttercreme fehlte. 😉

 

 

Wenn all Euer „Baumaterial“ fertig und gut gekühlt ist geht’s ans architektonische….

Aus dem einem (versehentlich zu hoch gebackenen) Boden einfach Zwei machen. Den untersten Boden als Grundplatte nutzen, darauf Kreise aus alkoholisierter Buttercreme spritzen, die Zwischenräume mit TK Himbeeren und entweder Zuckerperlen (oder wie ich mit den Callebaut Crunchy Caramell Kugeln) füllen.

Zwischendecke einziehen (also mittleren Boden auflegen) und wiederum erst Nussler Buttercreme Kreise, Himbeeren und Crunchy füllen. Dachgeschoss aufsetzen (letzten Böden auflegen). Und eine klassische Bauarbeiter Pause einlegen. Also wieder gut KÜHLEN (geht sehr gut für 30 Minuten im Gefrierer)

Zwischenzeitlich die Ganache bei Zimmertemperatur liegen lassen. Bauarbeiter Pause nutzen.

 

Verputzen der Wände:

nach Beendigung der Pausen-, also Kühlphase bitte rundherum „bunten“ Fassadenputz anbringen. Nehmt die Ganache Spritzbeutel und kleckst oben, unten, abwechselnd dunkle, helle und weiße Schokoladen wild auf und an die Seiten. Zieht dann mit einem großen Spachtel die Wände Eures Törtchen gleichmäßig ab. Dadurch entstehenden die unterschiedlichen Mischfarben der Wände wie aus Erde, Lehm und Kalk.

Wenn alles ordentlich sauber verputzt ist, darf es wieder eine Bauarbeiter Pause geben. Kühlen! Zwischenzeitlich könntet Ihr aber auch ein paar Haselnüsse knacken. Ruhig ein paar mehr, denn nur die aller Schönsten dürfen nachher als Burgzinnen mit aufs Törtchen.

Kurz vor der Lieferung an Euren Kaffeetisch oder wie bei mir, vor der Abfahrt zur Baustelle, werden noch schnell ein paar Burgzinnen aus der Nussler Buttercreme gespritzt und mit Haselnüssen und/oder Himbeeren garniert.

Guten Appetit

wünscht Euch Eure

Burgherrin

Allgemein Do It Yourself Rezepte Süßes

Die seltsamen Wege zur Rezeptenstehung — Nusstorte Burgherrins Art

14. März 2018

Manchmal überfallen mich die Ideen zu einem Törtchen auf seltsamen Wegen

oder:

Hilfe, ich bin ein Verpackungsopfer

Die Idee zu diesem Törtchen entstand spontan, als ich auf Instagram eine Flasche sah.

Eine Schnapsflasche.

Ehrlich! Naja, es war nicht irgendeine Schnapsflasche, es war schon eine schöne Flasche….. nämlich eine von Burgen Drinks. (Tja, und das ich es mit Burgen, alten Mauern usw. habe, ist ja nun nicht unbekannt).

Aber die heißen nicht nur Burgendrinks sondern auf dieser dunklen Flasche war auch noch ein Schriftzug in „meinem“ Roségold! Also quasi Schnaps im Burgherrins Style.

So schnell wie das Schnapsfläschchen im Warenkorb war, fällt kein Ritter vom Pferd.

Wobei, ich muss mich wohl entschuldigen, inzwischen hab ich mal nachgelesen, bei Burgen Drinks handelt es sich nicht um profanen Schnaps! Sondern um feinste Brände, aus einer seeehr alten Destillerie von Anno 1585
–––––> nachzulesen hier:

Via Postkutsche kam, das gut gesicherte Päckchen schon 2 Tage später hier unversehrt an. Zeitlich perfekt passend, da ich doch am Wochenende zur Baustellenbesichtigung eingeladen war.

Einer meiner liebsten Lieblingsmenschen hat ihren Lieblingsmenschen gefunden. Gemeinsam verkündeten die Beiden bereits Ende letzten Jahres, ein altes Haus kaufen zu wollen.

Ein altes Haus?

Mein kleiner Lieblingsmensch und ein altes Haus????

Hallo? Das war mein Traum!

Ein altes Gemäuer, von innen wieder neu herzurichten und die alten Mauern außen zu belassen. Mein Traum einer Burgruine wurde seinerzeit aber sowas von abgetan: „um gottes will, bloß kein altes Haus“, „Teurer als Neubau“, „wie willst Du das denn schaffen“ „So ein Projekt ist und bleibt eine ewige Baustelle“ waren nur einige der Gegenargumente, dieser (das Moderne, Klassische , Unverschnörkelte, Ordentliche, Aufgeräumte liebenden ) Person.

Tja, ich gebe zu: auch ich war mehr als Skeptisch! Und hätte drölfundneunzig Gegenargumente
{habt Ihr Euch das gut überlegt? Wie könnt Ihr jetzt schon wissen, das Ihr hier für immer bleiben wollt? Ihr seit zu Jung, noch nicht lang genug zusammen oder was von finanziellem Risiko ect.pp.} bringen können. Hab ich aber NICHT! Kein Wort.

Hab sie machen lassen. Zwischenzeitlich von meinen Agenten erfahren, das die Baustelle gestartet ist, tolle Freunde fleißig mithelfen, Wände einzu- und alte Badezimmer rausreißen. Langsam wurde es also Zeit mir das ganze mal selbst anzusehen ….

Brot und Salz

gibt’s erst zum Einzug, aber mit leeren Händen komme ich natürlich nicht zur Baustellenbesichtigung. Da der Lieblingsmensch neben Himbeeren und Schokolade auch eine Vorliebe für Nüsse hat, entstand beim Anblick der Burgen Drinks Nussler Flasche natürlich direkt die Idee zur:

Nusstorte Burgherrins Art

Die Grundplatte und die Etagen wurden aus Schokoladen Nussböden gebaut, welche nach dem Abkühlen mit Nussler lasiert wurden. Die Innen – Isolierung wurde aus leicht alkoholisierter Buttercreme gespritzt, Inneneinrichtung und Stützen aus Himbeeren und Caramel Crunch. Die Außenwände wurden klassisch, wie früher mit Erde, Lehm & Kalk, verputzt. Kleine Burgzinnen später aus Buttercreme gespritzt und mit frischen Haselnüssen und Himbeeren verziert.

Die Ruine, Entschuldigung: die Baustellentorte brachte ich dann gut gekühlt, am Samstag in die uralte Stadt, mit. Nach einem Kaffeepäuschen in der supermodernen Wohnung der Beiden Bauherren fuhren wir, bei sonnigem Wetter durch Wald und Wiesen und bogen irgendwann in eine kleine Straße ein. Lauter hübsche alte Häuser. Und dann sah ich die  Container.

Eine Kaffeemühle

Bauschuttcontainer vor  einem altem Kaufmannshaus. Eine echte Kaffeemühle, so wird diese Art der Häuser genannt, die zwischen ca. 1870 und 1900 entstanden sind.

Ok, dieser Kaffeemühle fehlten Fenster, da guckte nämlich die Schuttrutsche heraus, im Vorgarten standen Container voll mit altem Gestein und im Garten selbst lagen neben Holzbalken auch Berge von alten Heizkörpern, Rohren, Badewannen usw.

Aber ich hatte schon das erste (heimliche) Grinsen im Gesicht.  Kaffeemühle  mit Anbau, wie schön.

Innen drin, war nix mehr. Also nicht mehr viel. . . ja, Ständerwerke zum Stützen der Decken, da die meisten Wände inzwischen im Container lagen, der Kamin blieb noch erhalten und ein paar Fenster stützen noch die Reste der Küchenwand, die bald eine große Glasfront zur zukünftigen Terrasse bekommen wird. Alles andere ist ein großer, leerer, loftartiger großer Rohbauraum.

Aber ich sehe es schon fertig vor mir. Wie das Sofa der Beiden vor dem Kamin steht, sehe den Esstisch, den Blick auf die Küche, in den Garten, wo jetzt schon die Krokusse unter alten Haselnuss Bäumen blühen.

 

Hoffe das sie die uralte Holztreppe in das Obergeschoss erhalten und find es einfach nur toll.

Ganz toll, wie die Beiden das angehen. Wie strukturiert, geplant, kalkuliert und mit welcher Harmonie, sie die Wünsche des jeweils Anderen akzeptieren und gemeinsam Kompromisse finden.

Im Obergeschoss ist schon zu sehen, wie aus zwei Räumen, Einer wird. Wie gut das passt. Genau so gut passen die Beiden zusammen. Und genauso gut, passen die Beiden in dieses Haus. Es ist ihr Haus!

Hatte ich noch gehofft, uralte Tapetenreste oder gar Zeitungen an den Wänden zu finden (wie in solchen Altbauten üblich, wurde ich überrascht. Es gab nur max. zwei Schichten Tapetenreste an allen Wänden. Ein sehr gepflegtes Haus. Der Vorbesitzer, ein überaus charmanter, älterer Herr, hatte immer gern und leidenschaftlich renoviert. Erzählte er uns beim späteren Plausch im Garten. Auch zur langen Geschichte, er wohnte schon von Kindesbeinen an dort, erzählte er die eine oder andere Anekdote.

Im Obergeschoss sind zwar auch schon fast alle Tapeten entfernt, doch hier drunter befinden sich noch richtig alte Handwerksarbeiten. Bevor diese verspachtelt, tapeziert oder gemauert werden, nutzte ich die Chance, schnell ein paar Bilder zu machen. Und hatte sofort eine kreative Idee. Wenn alles so klappt, wie in meinem Kopf schon fertig, erzähle ich demnächst davon und bastle evt. auch ein DIY Tutorial dazu…..

 

Ein weiterer kreativer Blitz schoss mir beim verlassen der Ruine (also ich meine natürlich des Hauses) durch den Kopf und ich erbat mir etwas von dem „Bauschutt“ aus dem Container. Ein paar der wunderbaren alten Ziegel landeten später in meinem Kofferraum. Ich hätte glatt auch noch einen der alten Küchendeckenbalken mit genommen, aber dafür haben die Beiden jetzt doch noch Verwendung gefunden. Das wird sooooo schön!

 

Noch hoffe ich allerdings nur, das die alte Kaminabdeckung nicht wieder eingebaut wird. Die passt überhaupt gar nicht zu diesen jungen, modernen Menschen. So überhaupt gar nicht passt das Ding da rein!!! Die würde viel besser zu mir passen , denn auch dafür hätte ich sofort eine Idee 😉 .

So so schön. Ein sicheres Heim, eine wundervolle Burg, bauen die Zwei sich dort. Der Wassergraben plätschert schon drumherum und der erste schwarze Rabe baut sich sein Nest auf dem Dach. Ich habe ein gutes Gefühl. Ein sehr gutes! Für die Beiden und ihre Burg.

Und wenn sich ein Lieblingsmensch den Traum erfüllt, den die alte Frau schon lange träumt, dann ist das ja fast so, als wenn sich mein Traum erfüllt hätte. Ich hätte alles genau so gemacht wie Ihr Zwei. Genau so! Ok, mit einer Ausnahme: ich würde mir eine freistehende Badewanne in das große Schlafzimmer bauen lassen und auf die Dusche verzichten. Aber das wäre auch das einzige was in meinem Traum anders wäre.

 

Herzliche Grüße
von einer beruhigten Burgherrin

{die sich nun einfach freut, irgendwann mal zu Besuch auf der zukünftigen Terrasse der Kaffeemühle zu sitzen und feinen Espresso genießen oder irgendwann die zukünftigen Enkelkinder betreuen zu dürfen }

 

Jetzt hab ich vor lauter Schwärmerei glatt vergessen, Rezepte zur Nusstorte zu tippen. Braucht das jemand? Soll ich das noch schnell schreiben ?

 

update:

Rezept jetzt hier