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Kann man jemand lieben, den man noch nie getroffen hat?

20. November 2019

Kann man jemand lieben, den man noch nie persönlich getroffen hat?

2019 war ein sehr emotionales Jahr (und dabei ist es noch gar nicht zu Ende…)!!!

Meine „Babys“ haben die Schule abgeschlossen, wurden Volljährig und haben Beide den Motorradführerschein angefangen und erfolgreich bestanden. Dachte ich noch ab Ende des Jahres sind die Beiden in der Ausbildung und ich werde meine neue Freizeit (und Freiheit!) endlich genießen können, bekam ich im Sommer ein kleines rosa Kästchen von meinem Erstgeborenen und seiner Liebsten geschenkt.

 

Darin eine wunderschöne Karte. Auf der Rückseite das erste Ultraschallbild mit der Unterschrift:

„Heute bin ich schon so groß wie eine Schnecke“

Du wirst Oma!

Bämm, nach den ersten Freudentränen, dann das Erschrecken: OMA das klingt alt, tüddelig, unwirklich…. 

So sehr ich mich für meinen Erstgeborenen freue, das sein Herzenswunsch in Erfüllung gehen wird, aber will ich Oma werden? Ab Januar 2020 eine Oma?

Will ich eine Oma sein? Hab doch grad erst meine „Babys“ (fast) groß, dachte ich könnte jetzt endlich unabhängig, frei sein…  Hab mich darauf gefreut, wenn meine Jungs (endlich irgendwann bald evtl.?) ausziehen werden, mir nochmal neue Möbel zu gönnen. Weiße Möbel! Weil ja keine Schokoladenfinger mehr irgendwo abgewischt werden 😉. Und rosè Möbel, weil dann kein Mann hier mehr mitbestimmen kann.

Hab mich gefreut nur noch dann und das zu kochen, wenn und worauf ich Appetit habe . 

Erstmal folgten jedoch wochenlange Vorbereitungen für die Hochzeit vom Erstgeborenen und seiner Julia, die dann mein absolut emotionales Highlight war. Schwiegermutter zu werden, ja, darauf freute ich mich.

Aber, will ich eine Oma sein? Darüber musste ich nachdenken.

Dieses Oma Ding hab ich mir irgendwie anders vorgestellt...

Vor 3 Wochen feierten wir Babyshowerparty für meine Schwiegertochter.

Es gab klassische Babyshowerspiele, raten um Namen, Gewicht,  Geburtsdatum { – wird es ein Steinbock oder ein Wassermann werden ?}. Natürlich gab es auch ein paar Törtchen in Rosé und blau.

Schokobiskuit mit Himbeeren, Mousse au Chocolate, Papas Lieblingsbuttercreme, Pistaziencreme. Rosa & blaue Schokokugeln von Lieblingsstreusel

Während meine Schwiegertochter und ich für eine rosa Schnecke plädierten und uns schon im Shoppingrausch mit rosa Glitzerstoffen , Einhörnern und Prinzesssinkleidchen sahen, bestellte  mein Erstgeborener lieber für sich auch einen Erstgeborenen.

Schneckchen Törtchen
SchokoGlaze Törtchen

Neben vielen lieben Freundinnen, waren auch einige Kinder anwesend, u.a. ein sehr sehr charmanter, junger Mann der,  mit den schönsten Augen der Welt, mit mir flirtete. Zu gern entlastete ich seine Mama, damit die sich um die Partyvorbereitungen kümmern konnte….

Dieser 5 Monate alte Zwerg, passte perfekt auf meine Oberschenkel und zeigte mir, das ich nix verlernt hatte. Praktischerweise  konnte ich diesen zauberhaften Zwerg bespaßen, solange er Freude daran hatte und seiner Mama zurück geben, zum Windelwechseln, füttern und allem anderen was Arbeit macht.

Mein Erstgeborener beobachte uns glücklich und sagte mir , ich sehe toll aus mit Baby. Wie eine tolle Oma…..

Tja also, ich werde Großmutter, aber Oma?

Weder eine tolle, noch eine olle Oma, wollte ich  werden. Lieber werde ich so ne coole Großmama, die ständig unterwegs ist, dem Enkelkind von vielen Reisen bunte Postkarten schickt, ab und zu zur Bespaßung vorbeikommt, später alles erlaubt was Mama oder Papa verbieten und wenn das Kind quengelt oder schmutzig ist, es Mama oder Papa wieder zurück gibt. 

So cool wollte ich werden. Im nächsten Jahr. Hab ich gesagt!

Kann man jemand lieben, den man noch nicht persönlich kennengelernt hat?

Liebes Schneckchen,

Freitag vor einer Woche hab ich Deine Mama im Krankenhaus besucht. Euch Beiden ging es nicht so gut, aber ich durfte beim CTG dabei sein und Deinen Herzschlag hören 💗💗💗. Das war sehr sehr berührend. Am Sonntag drauf war ich bei Deinem Papa, und als ich erfuhr, das es Deiner Mama etwas besser geht und sie am Mittwoch nach Hause darf, dachte ich, gut, dann kann ich meinen geplanten Urlaub ja antreten.

Eine Woche wollte ich zu meiner liebsten Freundin Franziska. Wie jedes Jahr im November „muss“ ich ja ein bis zwei Infernotörtchen nach Süddeutschland bringen , am Wochenende zwei Tage des offenen Ateliers bei Drachenfels Design feiern und danach den Rest der Woche mit ihr gemütlich Zeit verbringen. Nur Zeit in Ruhe, Spaziergänge, vorm Kamin rumliegen, Zeit zum quatschen. Wir genießen das sehr, jedes Jahr. Da lasse ich mich auch durch nichts und niemanden von abhalten. Niemals.

Der erschreckende Anruf am Mittwoch hat, die Pläne fast umgeworfen. Am Donnerstag hab ich Deine Mami besucht und bin Freitag früh doch losgefahren, gutgelaunt, 3 Törtchen und Wechselwäsche für eine Woche im Gepäck. Besuchen darf ich Dich ja eh noch nicht.

Kann man jemand lieben, den man noch nicht persönlich kennengelernt hat?

Ja, man kann. 624 km voller Emotionen, unendlicher Gedanken an Dich, bin ich in Pforzheim angekommen und wäre am liebsten sofort zurück gekommen. Nichtmal ganz zwei Tage habe ich es ausgehalten, Sonntag  Mittag bin ich schon zurück gefahren, hab die liebsten Freunde allein gelassen….. Nicht mal den Anschnitt vom zweiten InfernoTörtchen hab ich mit erleben können….

Infernoherz – Original und Törtchen

Liebes Schneckchen,

auch wenn ich Dich noch nicht persönlich treffen durfte, Dich noch nicht besuchen darf, kann ich Dir doch schon sagen, das mein Herz Dir gehört! 

Ich sehe die Bilder von Dir, die Videos, die Dein Papa mir schickt. Sehe auf den Fotos das Strahlen in den Augen Deiner Mami.

Ich höre Dein leises Stimmchen, höre die beruhigenden Worte die Dein Papa mit Dir flüstert. Sehe auch wie sicher er mit Dir umgeht, all die Schläuche und Geräte, der Brutkasten machen ihm keine Angst. Er kennt das schon, von Deinen beiden Onkels. Auch wenn das 18 Jahre her ist, die Beiden hatten auch so einen doofen Start wie Du jetzt. 

Aber ich kann Dir erzählen, das die Zwei inzwischen, nicht mehr „meine kleinen Babys“ sind. Sondern große, starke junge Männer, die beim Anblick Deiner Bilder sofort versprochen haben, Dich immer zu beschützen. Sie werden Dich von Deinen ersten Partys abholen und Deinen Eltern nichts verraten, von Deinem erstem Bier. 

Liebes Schneckchen,

Du bist so so klein. Und noch so dünn….. aber ich sehe auch, wie stark Du bist. Du hast den Dickkopf Deines Papas, auch wenn Dein Köpfchen nur so groß wie ein Äpfelchen ist, sagt Deine Mami zumindest.

Sehe Deinen starken Willen. Du kannst es jetzt schon nicht leiden, wenn die Krankenschwester an Deinen Schläuchen rumfummelt. In den Videos von Deinem Papi, sehe ich wie Dich das ärgert und wie sehr Du Dich wehrst. Du bist jetzt schon so mutig. Und ich sehe, wie entspannt Du bei Deinem Papi auf der Brust liegst. Neugierig, mit riesengroßen Kulleraugen ihn betrachtest.

Die Frage, ob man jemanden lieben kann, den man noch nie getroffen hat, kann ich Dir jetzt beantworten: ja.

Liebes Schneckchen,

auch wenn es noch etwas dauert, bis ich Dich besuchen darf, ich bin da. Hier ganz nah bei Dir, besuche Deine Mami, wenn sie möchte und bin in Deiner Nähe.

Schneckchen, mein kleines MiniMiniSchneckchen, Heute bist Du schon eine Woche alt, wiegst zwar immer noch weniger als die Törtchen aber ich liebe Dich jetzt schon. So sehr, das es körperlich schmerzt, mir seit letztem Mittwoch ständig die Tränen laufen, es mir den Hals zuschnürt, der Brustkorb zieht und eng wird, wenn ich an Dich denke. Und ich befürchte, ich werde doch  keine coole Großmutter, die ab und zu vorbeikommt und Dir alles erlaubt, was Deine Eltern Dir verbieten.

Leider, es tut mir leid Schneckchen, aber ich befürchte, ich werde die Regeln Deiner Eltern befolgen und auch bei mir wirst Du Tischmanieren lernen und Hausaufgaben machen müssen…

Hatte ich gedacht als coole Großmama, kann ich nur das Vergnügliche mit Dir erleben, fühle ich jetzt seit genau 1 Woche täglich, dass es anders werden wird. Kleine Menschen, die man liebt, kann man nicht ausschließlich verwöhnen, man muss ihnen auch etwas beibringen. . . 

Liebes Schneckchen,

ich wünsche Dir Kraft, Ausdauer, Mut, wünsche so sehr das Du schnell zunimmst und wächst, damit Du ganz bald aus dem Inkubator ausziehen kannst und ich Dich endlich persönlich treffen darf. 

Kann man jemanden lieben, den man noch nicht persönlich kennt?

Ja! Ich liebe Dich, jetzt schon mit ganzen Herzen 💕 

Deine Oma 

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Erdbeeren und Spargel

10. Juni 2019
Erdbeeren und Spargel

Erdbeeren und Spargel zum Blog-Event CLIII- Foodwaste, Misfits und saisonal – kreative nachhaltige Rezepte

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Blogevent von kochtopf und Ikea

Nachhaltiger leben. Ein wichtiges Thema.

Weniger Plastik zu verwenden, versuche ich schon sehr lange, z.B. einkaufen mit Körbchen & Stoffbeuteln , Obst und Gemüse lose einkaufen. Vorratshaltung daheim im Glas, nach und nach das olle „tuppA“Zeug loswerden. Ich bin dabei. Aber vor allem versuche ich regional und saisonal einzukaufen.

Also z.B. Erdbeeren nicht im Dezember, wenn die aus China eingeflogen werden, sondern ausschließlich jetzt, im Juni. Wenn bei mir im Hochbeet die ersten Erdbeer Blüten zu sehen sind, dann fängt der Erdbeer Verkauf hier rundherum an.   

Das klappt sicher nicht mit jedem Lebensmittel, ja ich weiß…… Aber alles was hier angebaut werden kann, was hier wächst wie Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kartoffeln, Kirschen, Spargel usw. könnten  wir doch von heimischen Landwirten erwerben, oder? Wir Norddeutsche haben das Alte Land vor der Nase, warum also sollten wir Äpfel aus Chile ect.pp. kaufen/essen?

Es gibt viele kleine Möglichkeiten , etwas zum Thema Nachhaltigkeit zu tun. Ohne Euch belehren zu wollen, wenn nur jeder ein kleines bisschen drüber nachdenkt, eine Kleinigkeit verändert, sind es schon ganz viele, die viel verändern können .

Ikea sagt, Nachhaltigkeit liegt ihnen am Herzen und deswegen haben sie gemeinsam mit Zorra Kochtopf diese Blogparade 

Blog-Event CLIII- Foodwaste, Misfits und saisonal – kreative nachhaltige Rezepte

Blog-Event CLIII - Foodwaste, Misfits und saisonal in Kooperation mit IKEA (Einsendeschluss 15. Juni 2019)

ins Leben gerufen. Wir Foodblogger können Ideen aufzeigen, egal ob nowaste , regional, saisonale Rezepte.

Einkaufen ohne Müll?

*Ikea hat uns eine Glasschüssel mit Bambusdeckel und zwei Baumwoll Geschirrtücher zur Verfügung gestellt.

Damit bin ich direkt zum Einkaufen losgezogen. Im ersten Supermarkt hat es noch nicht geklappt, aber beim Hofladen !

Hier konnte ich meine Portion Erdbeeren in der Glasschüssel und den Spargel im Geschirrtuch einkaufen. Das Tuch wurde mir dann auch gleich feucht gemacht.

Erdbeeren direkt in der Glasschüssel gekauft
Spargel

Juni Salat mit Erdbeeren und Spargel 

Etwas Salat aus der kleinen Kiste von der Terrasse gepflückt. Mit Kirschessig (letztes Jahr aus dem Trester des Kirschsaftes angesetzt)  und etwas gutem  Öl angemacht.

Spargel geschält, in dünne Streifen geschnitten , entweder roh oder kurz  mit Salz (bei Wunsch auch einer Prise Zucker) in der Pfanne angeröstet, die Erdbeeren zum Fächer geschnitten alles in der Schale anrichten, fertig. Mit dem Bambusdeckel läßt sich das Auslaufsicher sogar bis zum Picknick transportieren.

Wer will kann noch ein paar Walnüsse aus Nachbars Garten oder Gänseblümchen vor dem Rasenmäher retten und zur Dekoration verwenden. Essbare Dekoration.

Erdbeeren Spargelsalat

Guten Appetit.

Natürlich hab ich auch ein paar Kritikpunkte bzw. kleine Gedankenanstösse  für die Ikea Crew:  

  • das der Bambusdeckel in China hergestellt wird, ok. Soviel nachwachsenden Bambus gibt es in Europa nun nicht….. Aber, warum muss dieser Deckel nun noch extra in Plastik foliert geliefert werden? 
  • die Kunststoffchips zum polstern -im INNEREN – der Glasschüssel,  gibt es auch aus kompostierbaren Materialien z.B. Maischips. . . hätten aber auch  durch die Geschirrtücher ersetzt werden können 
  

Trotzdem bedanke ich mich für die Idee zum Thema Nachhaltigkeit, die wunderbare Schüssel, die bei mir jetzt regelmäßig zum Einsatz kommen wird und dieses Blogevent. Zorra wird alle Beiträge (hoffentlich) zusammenfassen, ich hab jetzt schon einiges inspirierendes gefunden. 

Schaut Euch mal bei Insta unter @zorrakochtopf und den Hashtags #IKEABetterLiving und #blogevent um.

Herzliche Grüße 

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Glasschüssel und 2 Geschirrtücher sind mir von Ikea kostenfrei zur Verfügung gestellt worden. 

Rezept ist meine Idee und alles was ich hier  schreibe,  ist (wie immer) meine eigene Meinung!

Blog-Event CLIII - Foodwaste, Misfits und saisonal in Kooperation mit IKEA (Einsendeschluss 15. Juni 2019)
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Kein rosa Jahresrückblick 2018

31. Dezember 2018

Kein rosa Jahresrückblick 2018,

zumindest keinen von der Burgherrin. Zu gern hätte ich nämlich erstmal die letzten Blogbeiträge veröffentlichen wollen… 

  • von den phantastischen kurzen Ausflügen ans Meer erzählen, von den tollen Events, wie dem 
  • Tag des offenen Ateliers bei Drachenfels in Pforzheim, 
  • dem grandiosen Weihnachtsspezial FoodBlogMeet von den Jungs und Gernkochen in Stuttgart,
  • den verschiedenen Workshops
  • von wunderbaren Begegnungen mit inspirierenden Menschen, ob bei den Blogevents oder so wundervollen Feiern, wie z.B. das 25 jährige FirmenJubiläum bei Betty Sugar Dreams.

Gern hätte ich Euch zeigen wollen, was für spannende neue Gewürze von der Spicebar ich entdecken durfte, warum nun eine zweite rosa Küchenmaschine namens Mr. Ken meiner Rosaliii vielleicht Konkurrenz macht, welche neue wunderbare Schokolade- komplett ohne Allergene-  ich grad probieren darf…

Ganz abgesehen von den vielen Rezepten, die ich zusammengebastelt, Törtchen, Likörchen und Pralinen, die ich kreiert hab.

Auch meine neuen Bücher, mit Widmungen, der wundervollen Autoren, wie

Tobi Müller Der Küchenbäcker, vom Konditorweltmeister Bernd Siefert ,  Sascha und Torsten Wett die Jungs  oder auch von Veronika  Carrots für Claire, die ich alle persönlich treffen durfte,

haben es (bislang) nicht in die Burg Bibliothek geschafft. Obwohl ich aus jedem Buch etwas nach gearbeitet, mich von  vielen tollen Bildern hab inspirieren lassen…

Nichts davon hab ich hier gezeigt, bzw. das  was ich schon auf dem Blog hatte, ist weg. Einfach weg.

Der erste Hackerangriff meines Lebens,

auf meinem kleinem Blog, hat mir mehr zugesetzt, als ich mich traue, mir einzugestehen.

Plötzlich ist alles weg und statt in meiner kleinen Burg, landete man auf fremden ausländischen Seiten mit zweifelhaften Hintergrund. Nichts – gar nichts konnte ich dagegen tun. Nicht nur das die Einbrecher in meiner Burg waren, sie haben mich auch ausgesperrt. So hilflos war ich schon lange nicht.

Zum Glück gab es wunderbare Hilfe von Tuncay und Elena. Meine Helden, mein edler Ritter und seine Jeanne d’Arc, die Nächtelang gekämpft haben, um die Eindringlinge zu vertreiben und die Zugbrücke hochzogen.

Was blieb, war ein ungutes Gefühl, die Burg, war nicht  mehr mein sicher Ort. Ich mochte  nicht mehr schreiben, keine schönen Bilder zeigen. Wochenlang nicht.

Letzte Woche wollte ich es probieren, zu gern hätte ich bei  der #foodblogbilanz2018 von Sina giftigeblonde.com mitgemacht …

Dann kam die Meldung vom Hoftor – wieder versuchten drei Fremde sich Administratorenrechte zu sichern. Wieder verbrachte Tuncay elcay.de  eine Nacht damit, die Eindringlinge zu vertreiben und neue, noch höhere, sichere Burgmauern zu setzen.

Das Gefühl der Sicherheit ist verloren, wie nach einem Einbruch, bei dem Fremde in den Schränken gewühlt haben. Das ist für mich so heftig gewesen, das ich überlege, den Blog zu schließen …

Darüber werde ich nachdenken. Weiter nachdenken müssen. Vielleicht hilft auch ein komplette Renovierung? Dafür hätten Tuncay und Elena aber erst nach Mai Zeit …

Wie es bis dahin weitergeht, hab ich noch nicht entschieden. Die nächsten Wochen auch keine Zeit für dunkle Gedanken, Da ich  mich mitten in den Vorbereitungen für die Tortenmesse 2019 befinde. Und das ist viel Arbeit! Schöne Aufgaben hat man mir wieder aufs Auge gedrückt. Danke Katja **augenverdreh**.

Ob und wann es hier weitergeht, kann ich Euch noch nicht sagen. Aber Danke muss ich Euch sagen!

DANKE,

für all Eure Kommentare hier, DANKE für Begegnungen & Gespräche im real Life, DANKE für Herzchen auf Insta und Däumchen auf fb .

Bei facebook und Instagram werde ich Euch auf dem Laufenden halten. Heute wünsche ich Euch einen leisen, lauten, friedlichen, fröhlichen, ruhigen oder wilden Übergang in ein neues, gesundes, erfolgreiches, glückliches Jahr 2019. Mögen sich all Eure Wünschen und Vorsätze im neuem Jahr erfüllen.

Herzliche Grüße 

Eure Burgherrins 

 

Allgemein Cake Art Rezepte Süßes

Baumkuchen a la Mama mit rosa Ruby Schokolade

6. Oktober 2018

Wir lieben Baumkuchen, deswegen gibt es zum Winter ab und zu Hausfrauen Baumkuchen (wie Bernd Siefert sagen würden), meine Kinder sagen jedoch Baumkuchen a la Mama.

Traditionell wird Baumkuchen auf einer drehenden Rolle gebacken, oder besser gesagt gegrillt. Wer das mal live sehen möchte, auf der Internorga,  der Fachmesse für Konditoren und Bäckereien in Hamburg, zeigen die Azubis das jedes Jahr am Stand der Konditor Innung. { Das weiß ich so genau, weil ich da jedes Jahr hinpilgere, zum zuschauen,  probieren und um meine liebe Betty zu besuchen.}

Da kaum jemand jedoch einen so großen Backofen mit sich drehender Rolle und/oder gar der Teigauffangschale daheim hat, gibt es hier das Rezept für die Hausfrauen Variante…

 

Baumkuchen a la Mama mit rosa Ruby Schokolade: 

 

Rezept:

6 große Eier zunächst sorgfältig trennen.

Eiweiß mit einer Prise Salz anschlagen,

140 gr Zucker einriegeln lassen und sehr steif schlagen. Beiseite stellen.

 

100 gr Marzipan mit

250 gr weicher Butter 

150 gr Puderzucker

etwas Zitronenschalenabrieb 

Mark 1  VanilleSchote cremig verrühren.

1 Gläschen Amaretto (habe meinen selbstgemachten Mirabellenkern Amaretto genutzt)

2-4 EL Sahne dazu  und dann 

einzeln die Eigelbe unterrühren.

 

170 gr Dinkelmehl einrühren und zum Schluß den

Eischnee unterheben.

 

Backofen vorheizen 250 C bei O/U oder 220 C bei Umluft. Und nun braucht es Zeit und Geduld!

 

Jeweils 3-5 EL der Teigmasse in die Backform geben. Ca. 2-4 Minuten backen, wieder 3-5 EL der Teigmasse oben auf verteilen, weiterbacken. Immer wieder wiederholen, bis die Teigmasse aufgebraucht ist. Immer wieder gucken, das die Schichten nicht zu dunkel werden, hier ist nicht die exakte Zeit wichtig, sondern Augenmass. Je nach Backofen muss ggf. die Temperatur auch herunter reguliert werden.

Damit es optisch nachher auch beim Anschnitt schön aussieht, sollten mindestens 7 Schichten gebacken werden

Kleiner Tipp: ich nutze 2 gleich große Backformen und backe  so parallel. Später rolle ich mir etwas Rohmarzipan auf Puderzucker aus, schneide das Marzipan auf Kuchengröße zurecht, belege damit einen der Kuchen und staple den Anderen oben drauf. Spart etwas Zeit und schmeckt (uns) noch besser.

Nach dem Auskühlen kann, optional noch mit etwas Amaretto eingestrichen werden. Alternativ zum Alkohol kann auch Amarettosirup genutzt werden, dann würde ich jedoch etwas Zucker beim Eischnee  reduzieren. Sollte der Rand zu dunkel sein, kann der noch weggeschnitten werden. So kann man auch gleich schauen, ob  die Schichten schön zu sehen sind.

 

Dekoration:

Je nach Geschmack kann der Baumkuchen nun mit einer Marzipan Decke umhüllt werden oder klassisch mit Schokolade übergossen werden.

Am liebsten ist mir persönlich die Variante mit Zartbitter Schokolade, meine Mitbewohner lieben jedoch Vollmilchschokolade.

Für eine Motivtorte ist es auch möglich eine Ganache als Umhüllung zu nutzen um dann den Baumkuchen al la Mama später mit Fondant, Marzipan oder auch Modelierschokolade einzudecken. 

Dieser  Baumkuchen a la  Mama ist nur mit der 67,4 %igen Madagaskar und der neuen rosa Ruby Schokolade von Callebaut kombiniert/dekoriert. (Kleine 500 gr Portionen der rosa Ruby Schokolade gibt es übrigens beim Hobbybäcker zu kaufen.)

Warum ich nun aber Deko Besteck  aus Fondant und Modelierschokolade dazu kombiniere, erzähle ich Euch in ein paar Tagen…..

 

Bis dahin wünsche ich Euch ein sonniges Herbstwochenende 

Eure Burgherrin 

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rote Apfelchips – zuckerfrei, einfach selbstgemacht

16. September 2018

 

Rote Apfelchips,

ein kleiner süßer Snack. Sehr einfach, schnell selbstgemacht. Das schwierigste daran, ist den hübschen roten Apfel zu bekommen. 

Redlove® , Red Moon es gibt unterschiedliche Bezeichnungen für diese kleine Schönheit. Unter der Bezeichnung Krügersdickstiel hab ich zum ersten Mal vor 4 Jahren davon gehört. Bei Karin von Lisbeths tauchte dieser pink-rote Apfel mit dem bunten Innenleben in einer wunderbaren Geschichte über Freundschaft auf. Da war ich anno 2014  schon hin und weg.

Nur ein paar Wochen später war ich mit der Lieblingstochter auf einem Gartenfestival in einem Schloßgarten. Dort auf Schloß Ippenburg traf ich einen Schweizer, der kleine Bäumchen verkaufte. Ganz ganz schnell hatte ich mir ein Exemplar ausgesucht und später voller Freude mit nach Hause genommen. 

Calypso hieß das Apfelbäumchen, der Redlove® Züchtung. Ein ganz junger Apfel den es erst seit 2010 gibt. Die Schweizer haben wohl lange getüftelt, mehr als 20 Jahre las ich nach, bis das Fruchtfleisch so schön rot aussah. Dann las ich, das es immer (mindestens) ZWEI Bäume benötigen würde, zur Bestäubung, Befruchtung. Also zog hier 2015 noch ein Redlove® Cicero ein und die Beiden blüten um die Wette.

Wunderschöne rose Blüten

gab es jeden Frühling…

 

Im letzten Jahr durfte ich zwei Äpfel ernten. Einen Halben hab ich pur vernascht, in der  anderen Hälfte hatte sich ein Apfelwurm sein Apartement eingerichtet. Den Zweiten habe ich konservativen wollen und in Alkohol eingelegt.

Dieses Jahr hatte ich wieder viele, viele Blüten, an beiden Bäumchen. Aber wetterbedingt nur einen einzigen Apfel ernten können.

 

Der plumpste eines Morgens einfach so vom Stamm.

 

 

Tagelang hab ich ihn angeschaut und gestern dann zu Apfelchips verarbeitet.

Apfelchips Rezept: 

Apfel in hauchdünne Scheiben schneiden (geht mit einem Gemüsehobel sehr fein)

auf Backpapier legen und im Backofen bei 50-70 Grad und leicht geöffneter Backofen Tür für ca. 1,5 – 2 Stunden trocknen lassen. Zwischendurch einmal wenden.

Dieser rote Liebling ist von allein so süß, das ich komplett auf Zucker verzichtet hab. Bei Lisbeths gibt es ein sehr ausführliches Rezept mit Zucker dazu.

Das habe ich dann anschließend einfach mal mit einem grünem Augustapfel aus Schwiegermutters Garten ausprobiert. Hier habe ich die Apfelscheiben  jedoch zuerst leicht mit etwas Zitronensaft beträufelt, dann etwas weißen Zucker drüber gegeben und genau wie den roten Apfel langsam gebacken bzw. getrocknet.

Auch die klassischen  Apfelchips sehen hübsch aus. Allerdings nicht soooo schön wie die rosaroten Schätzchen, einfach hingestreut, haben Sie etwas von Rosenblütenblättern, oder?

 

So sehr hoffe ich im nächsten Jahr mehr als nur einen Apfel ernten zu können um einen rosa Apfelkuchen zu backen, ein rotes Apfelmus oder   Apfelcurd  daraus zu zaubern.

 

Wie das aussehen könnte, lest Ihr bei Lisbeths und MarieOla, die sich seit 4 Jahren fleißig die Äpfelchen und Rezepte  zuschicken 🍎💗🍎 

 

Apfel Chips Krügers Dickstiel

 

http://neu.lisbeths.de/gedeckter-apfelkuchen-kruegers-dickstiel/

https://marieola.de/2016/09/red-love-waffeln-curd-und-apfeleis/

https://marieola.de/2015/10/pfannkuchen-mit-rotem-apfelmus-von/

https://marieola.de/2015/09/gebackene-blatter-vom-roten-mond-apfe/

 

 

Mein kleines #Sonntagsglück stelle ich nun bei der soulsister meets friends auf den Tisch ihrer allsonntaglichen  #blogparade und wünsche Euch einen sonnigen Spätsommernachmittag.

 

herzliche Grüße

 

Eure Burgherrins

Allgemein Do It Yourself Lifestyle Rezepte

Amaretto selbstgemacht aus Pflaumen oder Mirabellen Kernen

30. August 2018

falscher Amaretto aus Pflaumen oder Mirabellen Kernen 

Amaretto kennt Jeder, oder? Dieser, leicht nach Marzipan schmeckende, köstliche Likör aus italienischen Mandeln. Der eignet sich auch immer perfekt für die Verfeinerung unsererBackwaren. Aber selbstgemacht ??? Wir wagen uns heut mal an falschen Amaretto aus Pflaumen oder Mirabellen Kernen.

Wollt Ihr mitmachen? Beim neuestem  Experiment?

Dann besorgt Euch schnell die Zutaten:

großes Glasgefäß (min. 1 Liter)

weißen Kandis 

Pflaumen oder Zwetschgen vom nächsten Baum oder vom Markt

hochprozentigen Wodka oder anderen klaren Hochprozentigen.

 

Auf der Burgherrins Facebook Seite gibt es schon ein Album,  Einige sind schon mit dabei und zeigen ihre Fortschrittte in  Bildern. Macht Ihr mit?

 

los gehts…

Entstanden ist die Idee in der Facebook Gruppe Küchengeplauder  von Steffi aka Kochtrotz. Dort zeigte sie ein Grundrezept:

250 gr Zwetschgen Kerne (gewaschen, ohne Fruchtfleisch)

350 gr weißer Kandis 

250 ml Vodka. 

 

Geht auch mit feinem Gin…

Da ich an dem Tag grad wundervolle Mirabellen und Zwetschgen von meiner Nachbarin bekommen hatte, an dem Abend  nicht nochmal zum Vodka kaufen aus dem Haus wollte,  aber unbedingt sooofort ausprobieren wollte,  habe ich eine erste Variante mit gutem Gin angesetzt.

Für die erste Testvariante hab ich 

100 gr Zwetschgen Kernen

50 gr brauner Kandis

150 ml Burgen Gin genutzt.

Schon nach ein paar Stunden verfärbte sich alles in Amaretto Farbe. Das könnte aber auch vielleicht am braunen Kandis liegen?  Wir warten ab… lange, nämlich mindestens 8 Wochen soll das Glas nun dunkel stehen und ab und an geschüttelt werden. 

Heute hab ich es  mal kurz zum schütteln und fotografieren aus dem Schrank geholt. Sieht gut aus, oder? 

 

Direkt  zwei weitere Varianten angesetzt.

Denn gestern gab es reichlich frische Früchte.

Wir waren unterwegs  zu einer Hausbesichtigung. Ein Haus mit einem riesigen verwildertem Garten und was sehen meine Augen – Zwetschgenbäume. Viele Zwetschgenbäume. Da hab ich aber den Erstgeborenen sofort gezwungen gebeten mir ein Körbchen voll zu machen. Kaum daheim mit meiner Beute angekommen, reichte mir die Nachbarin noch ein neues Schälchen Ihrer phantastischen Mirabellen und einen halben Eimer weiterer Zwetschgen. Mein Abendessen war gesichert. 

Die Kerne hab ich alle in warmes Wasser zum säubern gegeben und anschließend schön zum trocknen auf Küchenkrepp ausgelegt.

Weißen Kandis hatte ich inzwischen gekauft. Aber immer noch keinen Vodka. Doofheit dachte ich heut früh kurz, bis  mir einfiel… ich hab doch da noch was versteckt. Exklusiven limitierten Vodka. Hamburger Vodka [Achtung jetzt kommt wieder Werbung. #unbezahlt #unbeauftagte #Werbung]:

Hamburger Vodka 

Bereits vor ein paar Jahren entdeckte ich die hamburger Jungs von Bazic Vodka auf einer Hamburger Messe. Weil….. …die rosa Vodka produzierten – mehr muss ich nicht sagen , oder? 😉

Aber die machen nicht nur rosa Vodka sondern ganz viele Sorten. Im letztem Jahr gab es mal eine limitierte Vodka Sorte. Nur 500 Flaschen mit 50% Alkohol. Da bin ich  seinerzeit direkt nach HamBurg gefahren, aus Lokalpatriotismus  und natürlich  um mir ein paar Schätze zu sichern. Als Geschenke für besondere Geburtstage dachte ich….. Natürlich waren die besten Ziffern schon vergriffen und ich konnte nur die 33/500 und die 35/500 kaufen. Gut versteckt, zu gut versteckt, hab ich die Flaschen erstmal vergessen. Bis heute früh…. 

 Mirabellen Amaretto 

50 gr Mirabellen Kerne

200 ml 50 % Wodka (z.B. Bazic Vodka Limited Edition  35/500 . Ihr könnt jeden anderen guten, hochprozentigen Wodka nutzen) 

60 gr weiße Kandis 

Großes Glas

Pflaumen  Amaretto

Zwetschgen (oder Pflaumen) Kerne

500 ml Basic Vodka Limited Edition  35/500 (Ihr könnt jeden anderen guten Wodka nutzen) 

weiße Kandis 

sehr großes  Glas (5 Liter, da ich noch auf weitere Zwetschgen Lieferungen spekuliere)

 

Das ganze soll 6-8 Wochen ziehen, irgendwo im Dunklem versteckt. Man kann auch immer wieder saubere, trockene Zwetschgen Kerne nachgeben, mit frischem Vodka auffüllen , so dass alle Kerne immer unter Alkohol stehen. 

Dann soll das ganze gesiebt werden, falls sich Rückstände gebildet haben (sollten). In  schicke Flaschen gefüllt , könnte das ein weiteres Geschenk aus der Küche zur Weihnachtszeit werden, oder auch nur ganz profan als Backzutat für die Weihnachtsbäckerei  verwendet werden.

Darüber werde ich dann berichten – nach der ersten Verköstigung. Je länger er steht, umso besser soll der Geschmack werden…..

Weitere Varianten,  mit Gewürzen und ganzen Pflaumen findet Ihr auch bei Kochtrotz {Klick} auf dem Blog. Dort gibt es auch noch mal Hinweise zu den Mengenangaben. Denke aber das es auch nach Gefühl geht, solange wirklich alle Kerne mit reichlich hochprozentigem Alkohol bedeckt sind, bei mir ist z.B. der Zucker bzw. Kandisanteil sehr reduziert.

 

(von Links nach rechts) Zwetschge Wodka, Zwetschge Gin, Mirabelle Wodka

 

Wichtig: bitte achtet darauf, nur vollständig unversehrte Kerne zu nutzen!!! Angebrochene, evtl. durch  die Nutzung einen Entkerners gesplitterte Kerne müssen leider entsorgt werden, da sich sonst Blausäure bilden könnte !

 

Herzliche Grüße 

Eure Burgherrins 

(die  jetzt die nächsten Pflaumen und Mirabellen entkernt)