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rosé Tortenteller auf Reisen — Teil 1

27. März 2018

Das ich einen kleinen rosa Tick, eine Leidenschaft für rosé habe ist ja nicht ganz unbekannt. Das ich aber bereit bin auf einen Großteil meiner rosé Schätze zu verzichten und das über Monate, ist schon unglaublich, oder?

War aber so. Fünf Monate war ich ohne Tortenteller, Etageren, Cupcakes Teller, Cakestands usw. Alles was rosa, rosé, weiß oder kupfer Farbend (sogar einiges in Silber) hier wohnt, war ausgezogen. Oder quasi im Urlaub.

rosé Tortenteller im Urlaub auf Reisen..

..und das kam so (Achtung, wird länger…..)

Ihr wolltet wissen wo mein rosé rosa Hausrat sich in den letzten Monaten rumgetrieben hat? Warum ich zum Bloggerworkshop auf der Tortenmesse Hamburg keine rosa Tortenständer zum Foodfotografie Workshop mitbringen konnte? Und was das alles mit Freundschaft zu tun hat?

Hier also Teil 1) der Geschichte:

Im letztem Sommer ging es mir nicht wirklich gut. Also eigentlich ging es mir sogar richtig mies, nicht nur die starken Schmerzen machten mir extrem zu schaffen, sondern auch der Gedanke , der offensichtlich aussichtslose Gedanke, das meine Hand nie wieder besser sondern, nur noch schlimmer werden kann.

Das erzählte ich aber niemanden, im Gegenteil, da ich nicht jammern mag, aber auch nicht lügen will, zog ich mich zurück. Tief, in den tiefsten, Tiefen des Burgverließ. Kein fb, kein Insta, kein Telefon — nichts, gar nicht mehr. Bloß das niemand mitbekommt, wie doof grad alles ist.

Merkt schon keiner, dachte ich, wenn ich mal ne Woche nicht online bin. Es war wohl keine Woche, sondern Wochen. Das ist mir aber seinerzeit  überhaupt nicht bewusst gewesen. Und ich habe nicht mit der Hartnäckigkeit einiger besonderer Menschen gerechnet.

Diese besonderen Menschen, die hinten rum, den Erstgeborenen anschrieben, die nicht aufhörten anzurufen, Mails und Briefe zu schreiben — auch wenn ich die erst Monate später gelesen und beantwortet habe. All Euch sage ich hiermit nochmal DANKE, und sorry. Wollte nie, das Ihr Euch Sorgen macht! Aber in so richtig doofen Zeiten fällt es mir noch schwerer um Hilfe zu bitten, als an normalen Tagen, deswegen ziehe ich mich lieber zurück.

Und dann gibt es noch so besondere Freunde, mit der Lieblingstochter Kontakt aufnahmen und sich einfach mal ins Flugzeug setzen und angerauscht kommen.

Die Ankündigung, das Franziska kommt, riss mich vom Sofa und aus dem Burgverlies. Schließlich musste ich nach Hamburg um sie vom Flughafen abzuholen.

Der erste Schritt zurück

war also getan. An einem Freutag früh landete sie und ich musste mir Gedanken zum „Programm“ machen. Schließlich wollte ich nicht als Gastgeberin, oder gar als Freundin versagen…… also schlug ich vor, direkt vom Flughafen aus, nach Hamburg rein und einen Besuch auf dem Isemarkt. Zwischen Käse, Fleisch, Fisch, frischen Blumen, findet frau hier jeweils Dienstag und Freitag hier auch die frischesten Kräuter, Früchte und Gemüse aus der Region und der ganzen Welt.

Da Franziska auch so gern auf einem Markt einkauft, schlemmten und shoppten wir uns von Stand zu Stand und hatten anschließend reichlich Vorräte für unser Wochenende beisammen. Das ich dabei sehr genau hinhörte und welche Vorlieben dieses Marktbesuches später in einem Törtchen landenden, erzählte ich hier unter: Franztörtchen statt Franzbrötchen.

„Aber bitte nur an das Meer , welches auch da ist“,

Den Samstag verbrachten wir am Meer. Das ist so eine sehr private Sache zwischen uns, wenn Franziska im Norden ist, müssen wir ans Meer.

Sie meint die Ostsee. Auf keinen Fall an die Nordsee. Das Meer sei entweder nicht da, wenn sie kommt oder dunkelbraun und grau. An der Ostsee haben wir ganz spezielle Orte voller Erinnerungen. Doch  diesmal wollte sie was anderes. Einen neuen Ort, einen ohne bisherige Erinnerung. Finger auf die Karte….. Stop, ok,

 

Wismar oder Insel Poehl?

Beides. Frohgemut fuhren wir frühmorgens los, vergaßen den Champagner im Kühlschrank. Wir trinken immer Champagner am Strand, egal bei welchem Wetter! Das ist ein Ritual und wir haben immer zwei zusätzliche Gläser oder Becher dabei. Für die Lieben, die nicht mehr körperlich mit uns am Strand sitzen können…..

Diesmal war alles anders.

Insel Poehl, neue Insel, neue Rituale

Das erste Restaurant welches wir uns zum Mittagessen ausgesucht hatten, lag direkt am Wasser. Und hatte leider extrem unmotiviertes (um nicht sehr unfreundliches , sagen zu müssen) Personal. Da sind wir direkt wieder raus. Schräg gegenüber stand eine geschwärzte Holzbude, daneben räucherte der Fisch. Das war es.

Sanddorn Likör statt rose Champagner

Dann eben Fischbrötchen auf die Faust und wir fahren weiter. Klappte aber nicht, dort war es so nett und lustig, das wir uns davor nieder lassen mussten. Ich viel Spaß an den lustigen Gesprächen zwischen der süddeutschen Unwissenheit und der schlagfertigen Norddeutschen Art hatte und wir durch den Ureinwohner am Räuchofen , die interessantesten Dinge zur Inselgeschichte erfuhren. 2—4 der leckersten und frischsten Fischbrötchen der Welt und einer kleinen Flasche Sanddornlikör später, besichtigten wir die Reste des Schloß Poehl und fuhren zum nächsten Strand.

Mit Blick auf‘s Meer, Sanddorn Likörchen aus geschenkten Plastikbecherchen, Schmuck im Sand fingen wir an erste Ideen für das kommende Event bei Drachenfels zu spinnen. . . .

 

Spät, sehr spät, nach einem köstlichen Abendessen mit dem frischesten Fisch direkt vom Kutter in Wismar, kamen wir zurück. Den Sonntag verbrachte ich überwiegend flach liegend, während sich meine liebe Franziska um Küche & Co kümmerte. Nicht nur das sie aus unseren Einkäufen der letzen zwei Tage köstliches zu Mittag— und Abendessen zauberte, Nö, sie putzte auch noch.

Oh man war das peinlich. Mir zumindest! Sehr peinlich. Das gehört zu einer Freundschaft dazu, sagt sie! Ja, sag und mache ich auch, wenn ich anderen helfen kann, aber das selber annehmen? Fällt mir sehr schwer…

 

Alice im Wunderland

Am Montag spannen wir weiter verrückte Ideen zum Drachenfels Event im November. Franziska hat die Idee zu einer Alice im Wunderland ähnlichen Tafel. Alte Tassen, Teller und Besteck.. und dazwischen ihre Schmuckstücke.

Klar das mir bei solchen Vorlagen direkt Törtchen Ideen kommen, oder?

Mein Esstisch ist fast so groß wie der Besprechungstisch im Atelier von Drachenfels, der diente dann als Mustertisch. Flugs waren ein paar nackte Tortendummies aus Styropur geholt. Darauf legten wir unsere Drachen Schmücker…. nur mal so zur Probe. Ein paar Tortenständer und Teller… und dann jagte hier eine Idee die Andere… und Franziska wühlte sich durch mein rosa, weißes, Roségoldenes, silbernes Equipment…

Ist rosa Liebe ansteckend?

Nicht, das es hier auch Tortenständer in hellblau, grün oder gelb gibt…. aber Frau von Drachenfels entdeckte plötzlich wie schön das rosé aussieht! Und fand in den Tiefen meiner Schränke noch reichlich Zubehör, welches ich so gut versteckt hatte, das ich schon gar nicht mehr wusste, das ich sowas besitze . . . . {nein, Spaß! Zu jedem, fast jedem meiner liebsten Stücke gibt es eine Geschichte. Vieles habe ich mir seit mehr als 20 Jahren auf Reisen zusammen gesammelt, einiges sind besondere Geschenke, aber an allem hängt eine Erinnerung!

Meine Angsthasen z.B. habe ich in Hamburg gekauft, vor zwei Jahren. Diesen Tag habe ich mit wundervollen Dana an der Alster verbracht und dort den Apropos Store besucht. Dana hab ich übrigens auch über unsere Liebe zu Drachenfels Schmuck kennengelernt.

Eigentlich wollte ich mir an dem Tag nur die Schatzkistchen von der Giftcompany anschauen, die ich in rosé im Internet entdeckt hatte. Statt der Kiste sind dann ganz viele Häschen bei mir eingezogen. Die schauten mich so an, das ich sie einfach retten musste!

Offensichtlich schauten sie dann auch Frau von Drachenfels so an, denn auch die landeten in den „das nehm ich mit—Kartons“. Ebenso wie sämtliche
Elche, Minitortenteller & Teekanne in rosé gold,
Etageren, Macaroonteller , Cakestands in weiß,
Frosch, Schlüssel, große Tortenständer in Silber und eben alles andere  in rosa & rosé!

Also mitgenommen hat sie nicht allzu viel. Das habe ich geliefert. Und hatte etwas Sorge, das mich ihr Liebster, Mr. Heartbreaker, direkt vom Hof jagt, wenn er das ganze rosa Zeug sieht….

Im Oktober, zu ihrem 39stem Geburtstag, brachte ich nicht nur eine Wagenladung Tortenständer, Hasen, Elchen & Co. sondern auch ein kleines Minitörtchen in ORANGE nach Pforzheim. Hatte sich Frau von Drachenfels auf dem Isemarkt in HH doch über Süßkartoffel, Kürbis  und Mango gefreut, hab ich all das und die Reste unseres Sanddorn Likörs von der Insel Pöhl in einem Rezept verarbeitet.

Oranges Franz Törtchen — REZEPT — hier entlang bitte.

Zur Besänftigung habe ich ein paar Mini Cupcakes für den Göttergatten des Geburtstagskindes gebacken.

Nachdem er diese genussvoll verspeist hatte, durfte/musste er nämlich das Auto entladen… . und all das rosa Zeug betrachten und sich all die verrückten Ideen zum Tag des offenen Ateliers anhören…

Und durfte als Erster sehen, was seine Frau bei mir an eigener Törtchen Deko gezaubert hatte.

Die nackten Styropur Dummies haben wir nämlich hübsch verpackt. Quasi hab ich einen Kurs in Cake Art gegeben.

Eins sag ich Euch.. einer Goldschmiedin das arbeiten mit dem Zuckermaterialien bei zu bringen, ist nicht so einfach

(nervenaufreibend sag ich jetzt nicht), macht Euch selbst ein Bild davon! Hier geht’s gleich zu Teil 2